Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Azilut'

Leben in Malchut einhauchen

Wir existieren innerhalb eines Systems von klaren Gesetzen. Alles, was wir enthüllen, bauen wir selbständig auf.

Im Herabsteigen von oben nach unten ist alles in Form von Reshimot, in Form eines Grundstocks enthalten, und wir enthüllen beim Hinaufsteigen von unten nach oben alle Parameter dieses Reshimo und erschaffen aus diesen Parametern durch unser Verlangen, unsere Erkenntnis und unser Bestreben ein Weltbild, wir bilden die Stufen.

Aus diesem Grund können wir keine Entwicklungsschritte überspringen und zu einer fertigen Stufe gelangen. Es gibt nichts Fertiges! Die Stufen sind nicht fertig, sie existieren im Gedanken in Form von Reshimot, sie sind nicht lebendig.

Wenn alle notwendigen Daten unserem System hinzugefügt sind, wenn wir uns untereinander verbinden und Malchut zum Leben erwecken wollen, dann erwachen die Reshimot zum Leben und enthüllen uns das Weltbild. Malchut ist die Welt.

Eine Frage, die ich erhielt: Was bedeutet, Malchut zum Leben zu erwecken?

Meine Antwort: Ich erreiche Malchut, wo sich die Reshimot befinden, und erwecke diese Reshimot durch meine Anstrengungen, mein Verlangen und die belebende Kraft zum Leben. Alle Reshimot verbinden sich in Malchut untereinander, und der Lebensgeist strömt durch sie hindurch, und das alles dank mir.

Ich erhöhe mein spirituelles Verlangen, und entsprechend diesem Verlangen zieht Malchut das Licht des Lebens von oben heran, und ich sehe darin mein Weltbild. Ich sehe mein Weltbild immer in Malchut der Welt von Azilut, die gesamten 125 Stufen entlang.

Wenn ich danach verlange, wenn ich darum bitte und mich danach sehne, das gesamte System, das sich in Malchut im zerbrochenen Urzustand befindet, zum Leben zu erwecken, werde ich dieses Bild als lebendig erkennen. Das wird als mein spirituelles Leben bezeichnet.

Aus dem Unterricht nach einem Artikel von Rabash vom 31.10.2010

Zwei Fenster unserer Realität

Eine Frage, die ich erhielt: Wie können wir eine richtige Verbindung erreichen, damit sich das Licht zwischen uns enthüllt?

Meine Antwort: Stellt euch vor, auf einem Computerbildschirm zwei Fenster vor uns zu haben. In dem einen befindet sich das System, in dem wir auf ideale Art und Weise miteinander verbunden sind. Es heißt „die Welt der Unendlichkeit“.

Im anderen Fenster befindet sich das System, welches wir im Moment sehen worin zwischen uns Hass statt Liebe herrscht. Dieses System wird als „diese Welt“ bezeichnet.

Das sind zwei verschiedene Systeme. Die Welt der Unendlichkeit lebt und existiert – sie wird als der erste (Alef) und der dritte (Gimel) Zustand der Realität bezeichnet. Das ist der einzige vom Schöpfer erschaffene Zustand in dem Er anwesend ist.

Alle anderen Zustände, von der Welt der Unendlichkeit bis hin zu unserer Welt, sind 125 Stufen der Verbindung zwischen uns, 125 Zustände, die wir nach und nach hochsteigen können.

Alle Zustände außer der Unendlichkeit werden als Welten, Verhüllungen bezeichnet. Die gleiche Welt der Unendlichkeit, nur verhüllter, undeutlicher, nicht ganz erkenntlich, wird als die Welt von Azilut, eine noch verschwommenere als die Welt von Brija bezeichnet usw.

Jede Welt ist ihrer höheren und ihrer tieferen Welt in allen ihren Details und Teilen ähnlich. Der Unterschied besteht nur darin, in welchem Maße sich das Licht in ihr enthüllt. Je weniger Licht, desto düsterer die Welt. Genauso wie auch wir tagsüber alles gut sehen können, alles klar und deutlich ist, ist es abends finster, und es gibt keinen großen Unterschied zwischen der Finsternis und dem Licht.

Das heißt, wir befinden uns immer im gleichen Zustand, der „die Welt der Unendlichkeit“ genannt wird. Nur wird er von 125 Stufen/Verhüllungen vor uns verdeckt. Und auf der letzten Stufe, auf der wir in unserer Welt existieren, ist die Verhüllung so groß, dass wir als vollkommen von der Spiritualität getrennt gelten.

Wir nehmen noch nicht einmal wahr, dass es zwischen uns und der Welt der Unendlichkeit irgendwelche Zustände und Stufen gibt. Es ist, als ob wir nur hier existieren würden und es nichts Anderes geben würde.

Wir befinden uns in dieser Welt, in unserem „Fenster“ auf unserem „Bildschirm“, doch auf dem gleichen „Bildschirm“ existiert ein anderes „Fenster“ – die Welt der Unendlichkeit. Deshalb, wenn wir versuchen, uns auf eine richtige Art und Weise zueinander zu verhalten, wie in der Welt der Unendlichkeit, als ob wir uns bereits in ihr befinden würden, obwohl wir noch nicht dazu in der Lage sind, gleichen wir uns dadurch der Welt der Unendlichkeit an, wir wollen sie quasi erreichen.

Indem wir wie Säuglinge, die erwachsen werden wollen, ihr entgegenstreben, ziehen wir aus derselben Welt der Unendlichkeit das umgebende Licht (О“М) an – das Licht, das zur Quelle zurückführt und uns der Welt der Unendlichkeit näherbringt.

Das gleiche Prinzip gilt bei allem: wenn ich danach strebe, irgendeine Energiequelle zu erreichen, rufe ich durch mein Bestreben ihr näher zu kommen, eine große Einwirkung auf mich hervor. Hier gelten klare physikalische Gesetze und es gibt nichts Unglaubliches oder Mystisches.

Aus einem Sohar-Unterricht vom 29.10.2010

Wegbegleiter durch den Machsom

Der Sohar, Abschnitt „BeShalach“, Punkt 180: … Zum Durchqueren von Yam Suf [das Rote Meer] und zum Ertränken der Ägypter musste zuerst ihre hohe Wurzel in Arich Anpin gelöscht werden.

Dies war nicht möglich, außer durch das große Licht von Atik, welches die Wurzel von allem ist.

Die höhere Lenkung kommt vom Parzuf Arich Anpin (А“А) zu uns, in dem alles nach Z“B, drei Linien und Bina, welche über die Grenzen von Rosh von А“А hinausgeht, ausgerichtet ist.

Darum werden wir so gelenkt, dass wir mit dem Glauben über dem Verstand, in drei Linien, durch die Erlangung des Schirms von Bina, unter der Zweiten Einschränkung (Zimzum Bet, Z“B) voranschreiten.

Der Parzuf Atik ist aber bereits die Erste Einschränkung (Zimzum Alef, Z“A), darum heißt er Atik, von „Neetak“ – entfernt, getrennt von der Welt von Azilut und allen tiefer liegenden Welten. Atik ist wirklich die Unendlichkeit.

Deshalb ist eine von ihm vollzogene Handlung höher als das System, in dem wir uns befinden. Das Licht von Atik unterliegt nicht unseren Gesetzen, es liegt über ihnen, über unserer Natur.

Denn wir befinden uns unter Z“B und sind eine Folge der Welt von Nekudim, des Zerbrechens und der Korrekturen in den Welten von Azilut und BYA (Brija, Yezira, Assija).

Wir unterliegen einer Menge von Einschränkungen. Sie sind aber alle so geregelt, dass wir uns zunächst auf der Stufe von Bina befinden müssen und erst dann die empfangenden Verlangen (Kelim) nach und nach anschließen können, indem wir das Leuchten von Chochma in den gebenden Kelim hervorrufen.

Deshalb ist es für uns unverständlich, wie eine dermaßen gewaltige Korrektur stattfinden kann, die uns erlaubt, uns von den „Ägyptern“ loszureißen – aus dem Verlangen zu genießen herauszutreten, uns darüber zu erheben. Denn wir nehmen nur sehr schwache Lichter wahr, die nach und nach, stufenweise, in Form von „Glückstropfen“ (Masalot) von oben kommen.

Aus diesem Grund erscheint uns die Überquerung des Machsoms unmöglich – bis das gewaltige Licht von GaR de Chochma kommt, das höher als unsere ganzen Eigenschaften und die Gesetze von Z“B ist. Dies wird als Durchquerung des Endmeeres/Roten Meeres (Kriat Yam Suf) bezeichnet – eine Handlung des Lichts von GaR de Chochma.

Darum wird der Zustand, der uns bevorsteht, als ägyptische Finsternis bezeichnet. Denn wenn GaR de Chochma in die noch unvorbereiteten Verlangen leuchtet, bringt es eine unvorstellbare Finsternis mit sich. Das Licht, das gegenüber einem unkorrigierten Verlangen steht, ruft solche Erscheinungen in ihm hervor.

Doch das Licht von GaR de Chochma, das von Atik zu uns kommt, öffnet durch sein Leuchten diese Grenze, diesen „eisernen Vorhang“, der als „Endmeer“ bezeichnet wird. Denn es gibt kein Endmeer, kein Ende – es wird vom kommenden Licht abgeschafft, und wir können es durchqueren.

Aus dem Sohar-Unterricht vom 27.10.2010

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“Zu dieser Zeit war der Mond…“

Der Sohar, Kapitel „BeSchalach“, Punkt 160-162: „Und … ging und Es kam und … dehnte sich.“ Zu dieser Zeit war der Mond, d.h. Malchut, in allen seinen Einsichten vollständig und er erbte zweiundsiebzig heilige Namen auf drei Seiten, drei Linien.

Auf der ersten Seite kleidete sich Malchut in die Kronen des oberen Chessed (der höheren Barmherzigkeit), in siebzig Eindrücke des Lichts des oberen Aba (der höheren Weisheit), der für sie leuchtete. Dies ist die rechte Linie und die Bedeutung des Verses, „Und … ging“.

Auf der zweiten Seite kleidete sich Malchut in die Speere von Gwura (in die Gerichtsurteilen) den Dinim in ihr, in sechzig Feuerstößen und zehn Stöße von sich selbst, die von der Seite der oberen Ima in eingravierte Dinim herabsteigen. Dies ist die linke Linie und die Bedeutung des Verses, „Und es kam“.

Auf der dritten Seite, kleidete sich Malchut in ein purpurnes Gewand, das von dem Oberen Heiligen König getragen wurde, Tiferet genannt, der den heiligen Sohn, Tiferet, in siebzig oberen Kronen von der Seite von Aba we-Ima erbte. Es enthält beides – rechts, das Chessed ist, und links, das Gwura ist. Und dies ist die Bedeutung des Verses, „Und … dehnte“.

Die zerbrochenen Seelen, die sich wünschen, untereinander verbunden zu sein, erheben MaN zur Malchut der Welt Azilut (oder zur Schchina – zur Versammlung der Seelen), reihen sich darin ein, wonach sie sich mit SA der Welt Azilut oder mit dem Schöpfer verbinden (Kadosch Bar Chu).

SA steigt zu Aba we Ima der Welt Azilut hinauf und bekommt das Leuchten der rechten und linken Linie von Gwura und Chessed, schafft den Ort des Siwug Aba we Ima, Sefira Daat, wonach dieses Licht durch SA Malchut, die Seelen erreicht.

1. Die Seelen wünschen sich zu verbinden, erheben МАN und gehen in Malchut ein.

2. Diese Seelen zwingen Malchut, sich mit SА zu verbinden

3. SA verbindet sich mit Aba we Ima und schafft Sefira Daat.

Alle verbinden sich nach dem Hinweis: „Und … ging und Es kam und … dehnte sich.“

Aus dem Unterricht nach dem Buch Sohar, 26.10.2010


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Womit fängt die Spiritualität an?

Eine beliebige spirituelle Suche wird dann erfolgreich, wenn ich sie mittels der Verbindung der zerbrochenen Kelim verwirkliche.
Wir befinden uns in dieser Welt, und über uns sind die Welten BEА, und höher  Malchut der Welt Azilut. Sie heißt „die Versammlung Israel“, der Ort der Vereinigung der Menschen, die direkt zum Schöpfer gerichtet sind.
Der Mensch soll aus dieser Welt zu den Welten BEА hinaufsteigen, wo das Zerbrechen stattfindet, und folglich zur Malchut der Welt Azilut, weil er sich wünscht, genauso wie früher mit anderen verbunden zu sein, und den Schöpfer in der allgemeinen Wechselbeziehung zu enthüllen.
Andersfalls ist es nicht unmöglich, die Bitte noch höher zu Seir Anpin und Bina zu erheben. Es gibt keine andere Möglichkeit für die geistige Arbeit.

Ich bin heute von der Spiritualität getrennt und habe keine Beziehung zu ihr. Denn ich habe noch keinen Wunsch gefunden, in dem man die Spiritualität enthüllen kann. Vor allem muss ich den richtigen Wunsch erlangen.
In der ganzen Realität gibt es nur das Material des Wunsches, und die darin eingekleidete Form. Der Wunsch kann materiell (d.h. egoistisch) und spirituell sein.
Das spirituelle Material ist das Geben, es wird in der Verbindung zwischen den Freunden offenbart – zwischen den Menschen, die den Funken der Bestrebung zum     haben.
Zuerst offenbaren sie untereinander das zerbrochene Material, den bösen Anfang, und dann korrigieren sie es mit der Kraft des Lichtes, die in den zerbrochenen Kelim, in der zerbrochenen Beziehung verborgen ist.
Alles beginnt damit, dass wir die Verbindung zwischen uns aufsuchen. Nur auf diesem Wege können wir zum spirituellen Material hinaufsteigen.
Dieses Material gibt es in der primären negativen Verbindung zwischen uns, im bösen Anfang, den wir enthüllen und korrigieren. Damit fängt der geistige Weg an.
Aus dem Unterricht nach einem Artikel von Rabasch, 26.09.2010

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Das hämische Fragezeichen

Derjenige, der seine Freunde geringschätzt, erhält von ihnen kein Verlangen und keine Wichtigkeit des Ziels. Es gibt kein Kli für einen Einzelnen.

Es ist so, als ob wir an einem Tisch sitzen würden. Dieser Tisch ist Malchut der Welt von Azilut (Shechina).

Das, was der Mensch auf den gemeinsamen Tisch legt, was er in die gemeinsame Verbindung investiert, wird er in der Spiritualität auch erlangen. Auf diese Weise muss er viele Handlungen vollbringen, bis sie sich angesammelt und enthüllt haben.

Wenn ich mich aber nicht am Leben der Gruppe beteilige, dann ist meine Kraft ihr entgegengesetzt. Letztendlich werde ich durch meine eigene Kraft (P1) und durch die gemeinsame Kraft (P2), die viel stärker ist, vom Tisch weggestoßen.

Ich werde einfach nach außen geworfen – weil ich die einzige Chance ignoriert habe, die mir zur Verfügung stand. Das ist äußerst unerwünscht.

Wie soll ich nun mit dieser Abstoßung fertig werden, bei der ich die Gruppe „abweise“ und die Gruppe mich „wegstößt“?

Deshalb wird mir durch das Wegstoßen gezeigt, welche Anstrengungen von mir hier und jetzt verlangt werden, damit ich mich festhalten kann.

Hier enthüllt sich das Böse, und wenn ich nach dem Fragezeichen wirklich zur Seite geworfen werde, dann ist das eine echte Abstoßung.

Wenn ich aber, nachdem ich die Frage gestellt habe, mich anstrenge und an den Tisch zurückkehre, verwandelt sich die Abstoßung in eine Einladung zur Einheit.

Aus dem Unterricht nach einem Artikel von Rabash vom 22.09.2010

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Kabbalisten über die Sprache der Kabbala, Teil 8

Liebe Freunde! Ich bitte euch, Fragen zu diesen Zitaten von großen Kabbalisten zu stellen.

Anmerkungen in Klammern sind von mir [M. Laitman].

Das Gesetz von Wurzel und Zweig

Die Weisen der Kabbala haben festgestellt, dass die vier Welten, die von oben nach unten als Azilut, Brija, Yezira und Assija bezeichnet werden, beginnend mit der höchsten von ihnen, der Welt Azilut, bis hin zu unserer greifbaren körperlichen Welt Assija, in ihrer Form einander in allen Details und Geschehnissen gleichen.

Das heißt, dass die ganze Wirklichkeit und alle ihre Erscheinungsformen, die in der ersten (höheren) Welt existieren, auch in der zweiten, der darunter befindlichen, niedrigeren Welt, vorkommen, ohne irgendwelche Abweichungen. Und so ist es in allen folgenden Welten, bis hin zur unserer, der von uns empfundenen Welt.

Und es gibt keine Unterschiede zwischen den Welten – außer in der Qualität des Materials (des Verlangens) der Erscheinungen der Realität, was eben auch die Höhe jeder der Welten bestimmt.

Baal HaSulam „Das Wesen der Wissenschaft der Kabbala“

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Was heisst „Tora“

Eine Frage, die ich erhielt: Was bedeutet „Tora“?

Meine Antwort: Die Kraft, die uns korrigiert und verbindet, kommt zu uns in verschiedenen Erscheinungsformen.

Diese Kraft, die uns eine Erkenntnis des Bösen, seine Korrektur, eine Verbindung mit dem Guten und Beispiele von Vereinigung geben kann, also das ganze System unserer Korrektur, heißt Tora.

SA von der Welt Azilut wird als „Tora“ betrachtet, denn es ist ein Bild oder ein System. Ich trachte danach, mich nach diesem Bild zu formen. Das tue ich, indem ich alle Seelen in Malchut der Welt von Azilut sammle, sodass die Verbindung zwischen ihnen jener von Seir Anpin von der Welt Azilut gleich wird.

In diesem Fall verbinden sich alle Seelen, die in Malchut der Welt Azilut eingeschlossen sind, und gehen eine Verschmelzung (Siwug) mit SA der Welt Azilut mit dem Schöpfer ein. So enthüllen wir die Verbindung und die Verschmelzung zwischen uns.

Alles passiert, beginnt und endet in SON der Welt Azilut; Malchut der Welt Azilut geht sieben Zustände durch, bis sie die Stufe von SA erreicht, eine vollkommene Ähnlichkeit mit Ihm. Am Ende werden beide wie zwei grosse Leuchten.

Deshalb ist SA der Welt Azilut, auch „Tora“ oder „Schöpfer“ genannt, uns als Beispiel, je nach Aufbau, Stärke und Wirkung.

Und wir müssen uns vor allem bemühen, uns miteinander in dieser Dunkelheit zu verbinden, wobei wir enthuellen, dass wir dafuer Seine Hilfe benoetigen.

Wenn wir in allen unseren Bemühungen, uns zu verbinden, herausfinden, dass wir dazu nicht fähig sind, dann sind wir wie kleine Kinder, beginnen zu schreien und fordern ein Beispiel für eine Korrektur.

Dann zeigt uns der Höchste ein Beispiel, gibt uns die Kraft, sich zu verbinden, aber unsere Bitte, unsere Forderung, muss nur aus unseren Mühen, sich miteinander zu verbinden, herauskommen. Sonst werden wir einer Antwort nicht würdig.

Denn sonst befinden wir uns nicht in einem Zustand der Verbindung zwischen Malchut und SA der Welt Azilut, Malchut spürt nur die Verbindung.

Und wir befinden uns unten in den Welten BEA. In Malchut steigen nur unsere Wünsche, sich miteinander zu verbinden, hinauf, damit wir den Schöpfer enthüllen und die Eigenschaft des Gebens erreichen.

Aus einem Soharunterricht, 14.09.2010

Kabbala Akademie

Wie lernt man, das Wichtigste zu wollen?

Nach mehreren Reinkarnationen erhält der Mensch in einem bestimmten Moment das anfängliche Erwachen – den Punkt im Herzen (das Reshimo). Es besteht aus zwei Kräften:

– der Gefühlsleere wegen der Sinnlosigkeit des zeitlich begrenzten irdischen Daseins und der Verzweiflung an den Möglichkeiten dieser Welt, sich zu erfüllen,

– eines gewissen inneren „Funkens“, der den Menschen irgendwohin außerhalb von dieser Welt zieht.

Einerseits (nach unten) die Verzweiflung, andererseits (nach oben) der Funken, und infolge dessen nimmt der Mensch den Kurs. Die Gesamtheit dieser beiden Kräfte bildet in ihm das Reshimo – eine neue Richtung in seinem Dasein.

Dieses Reshimo führt ihn zum Lehrer und zu der Gruppe von Kabbala-Studierenden. Weiterhin erkennt er allmählich, dass er nur in der Verbindung mit den ihm ähnlichen Reshimot die Kraft des Gebens, die dem Schöpfer ähnlich ist, mit ihnen aufbauen kann. Und darin besteht seine einzige freie Wahl im Leben und seine freie Tat.

Der Erfolg hängt davon ab, inwieweit er es schafft, seinen Funken mit Hilfe der Gruppe trotz aller persönlichen Hindernisse zu verstärken. Wenn er ihn verstärkt, wird er das Bedürfnis nach dem Glauben (dem Geben) und dem Nächsten (dem Mittel) verspüren.

Alles wird vom Glück beim Erhalten (Aufnehmen) der Einwirkung der spirituellen Umgebung (den Empfehlungen des Lehrers und der gesamten Meinung der Gruppe) bestimmt.
Die Umgebung bedeutet nicht einfach nur Gruppe, Freunde, sondern die Shechina. Die Verbindung mit ihnen, die ich erlange, ist die Verbindung mit der Shechina, der Malchut der Welt von Azilut, der Gesamtseele von Adam.

Der Zusammenhalt von Freunden zur Annullierung des eigenen Egoismus und Erreichung der Eigenschaft des Gebens ruft die Reaktion der Shechina und das Erhalten des korrigierenden Lichts O“M von ihr hervor.

Auf diese Weise tritt der Mensch in Kontakt mit dem umgebenden Licht O“M, welches ihn zur Enthüllung der Eigenschaft des Gebens (des Glaubens) in sich und dort des inneren Lichtes O“P vorantreibt.

Die ganze Arbeit besteht darin, das Verlangen nach der Eigenschaft des Gebens, seine Wichtigkeit mit Hilfe der richtigen Umgebung wachsen zu lassen. Das kann man nicht lernen, über diese Arbeit steht geschrieben „Wir werden tun und wir werden sehen“.

Der Mensch unternimmt Anstrengungen in Richtung Verbindung mit der Gruppe, selbst wenn er keine Notwendigkeit darin sieht, und bekommt daraufhin die Unterstützung und den allgemeinen Mangel, das Verlangen, welches die Freunde untereinander akkumulieren, – den Mangel nach dem Glauben, dem Geben.

Aus dem Unterricht nach einem Artikel von Rabash vom 21.09.2010

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Alle Welten sind – zwischen dir und mir

Manchmal scheint uns die Sohar Erzählung sehr seltsam zu sein, aber im Grunde genommen ist die ganze Geschichte sehr einfach.Es gibt nur mich und meinen Nächsten. Zwischen uns gibt es die Entfernung, die sich in fünf Teile aufteilen lässt. Im äußerst entfernten Zustand empfinde ich „Diese Welt“. Wenn ich mich aber mit meinem Nächsten vollständig verbinden werde, dann werde ich die Verschmelzung mit ihm erreichen, und „die Welt der Unendlichkeit“ empfinden.

Meine Annäherung an den Nächsten geschieht entlang der fünf Stufen: ich steige in die WeltenAssija, Jezira, Brija, Azilut, Adam Kadmon hinauf. Es sind also fünf Welten, worin es jeweils fünfundzwanzig Stufen gibt, die125 Stufen unserer Annäherung ergeben.

Vor dem Anfang der Annäherung, wenn ich mich noch in „Dieser Welt“ befinde, muß ich den ganzen Bruch in der Beziehung mit meinem Nächsten (das Begreifen des Übels) offenbaren.

Meine Empfindung dieser Welt entsteht infolge meiner Verbindung mit dem Nächsten. Der Sohar spricht also nur über die Beziehungen zwischen uns: die unbelebte, pflanzliche, tierische und menschliche Natur, die darin beschrieben wird, sind meine Wünsche der unbelebten, pflanzlichen, tierischen und menschlichen Stufen, welche ich in der Beziehung zu meinem Nächsten, d.h. den anderern Seelen offenbare.

Die Tora spricht nur darüber, wie ich die Verbindung zwischen mir und meinem Nächsten aufbauen kann. Das ist die Methodik der Korrektur eben.

Denn die Tora stellt ein im Text verborgenes Licht dar, das ich im Maß meines Wunsches der Annäherung, aus der Quelle heranziehen kann.

Wenn ich die Verbindung mit meinem Nächsten erreiche, dann wird mir in diesem Zusammenhang die höhere Welt offenbart, wonach ich mich im Maß meiner Verbindung in der Geisteswelt befinden kann.

Aus dem Unterricht nach dem Buch Sohar, 17.09.2010

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