Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Augen'

Immer bei mir


Frage: In einer Ihrer Lektionen sagten Sie, dass in der vollständigen Korrektur nur die Seelen und nicht die Körper in Betracht gezogen werden und es sein könnte, dass von den sieben Milliarden Menschen, die in unserer Welt leben, nur sieben die vollständige Korrektur erreichen werden! Was kann es also heißen, dass der Schöpfer gut ist und Gutes tut, wenn er Menschen die vollständige Korrektur zum Preis von völliger Vernichtung erreichen lässt! Und ich soll mich gut fühlen und den Tod derer, die mir nahe stehen rechtfertigen!? Ist es das, was Sie „gut und Gutes tuend“ nennen!? Und gleichzeitig drücken Sie Ihr Bedauern darüber aus, dass Ihr Lehrer Rabash verstarb. Ich sehe, wie sie über Rabash mit geschlossenen Augen sprechen und ich bin beeindruckt davon, wie sehr Sie Ihn lieben.

Meine Antwort: Es gibt ein Gesetz, nach welchem das Programm der Korrektur der Schöpfung ausgeführt wird (die Reshimot vom Fall der zertrennten spirituellen Seelen, vom Abstieg der Welten). Wenn wir uns freiwillig in dieses Gesetz eingliedern, dann fühlt sich das absolut komfortabel an, doch in dem Ausmaße, wie wir die Ausführung des Plans der Korrektur der Schöpfung nicht befolgen, fühlen wir Leid bis zu dem Punkt der Zerstörung der Körper. Es ist unmöglich, die Seelen zu zerstören, doch durch die Verminderung der Anzahl der Körper, verbinden sich die Seelen (viele kleine Seelen verbinden sich innerhalb weniger großer Seelen), nicht durch Anstrengungen, sondern durch Leiden (die Zerstörung der Körper). Der Schöpfer ersehnt Gutherzigkeit, d.h. uns zur Gleichheit mit Ihm zu bringen. Lesen Sie den Artikel von Baal HaSulam Das Wesen der Religion und ihr Ziel“, der erklärt, dass unsere Entwicklung zielgerichtet ist und der Schöpfer nicht mittelfristige Zustände in Betracht zieht, sondern nur den endgültigen Zustand! Und ich trauere nicht um Rabash – ich bin immer bei ihm! Das ist nicht etwas, das in der Vergangenheit geschah, sondern jetzt und ich bin dem Schöpfer für solch einen Lehrer und Mittelsmann zwischen mir und dem Schöpfer dankbar.

Kabbala Akademie Grundkurs

Freude der Sehenden und Wehmut der Blinden

Frage: Ich glaube, dass ich jedes Ihrer Worte verstehe. Warum bringt mir das keine Freude?

Meine Antwort: Wegen der mangelnden Erkenntnis der Wichtigkeit.

„Ja, ich verstehe, doch was habe ich davon?“

„Du erlangst mehr, als die ganze Welt hat“.

„Na und? Was geht mich das an, was die anderen haben? Ich hab’s doch nicht“.

„Und was willst du?“

„…“

Der Mensch muss zusammen mit der Gruppe an der Steigerung der Wichtigkeit des Ziels arbeiten. Wenn er sie nicht spürt und nicht schätzt, dann geschieht das nicht wegen seines großen Verstandes, sondern wegen der Dummheit und der Verhüllung.

Seine Verlangen sehen nicht das, was sich vor ihm befindet. Er ist blind. Für ihn ist die Welt finster und leer.

„Mach die Augen auf!“

„Ich will nicht“.

Nur wenn der Mensch die Wichtigkeit des Ziels erkennt und sich von dem Feuer der Gruppe durchdringen lässt, wird er die Kraft für das richtige Vorankommen erhalten. Ohne jedoch die Freude zu spüren, kommt er nicht voran.

Wenn der Mensch von der Wehmut übermannt wird, dann kann er machen, was er will, das wird nicht zum Ziel führen. Denn in seinem Inneren grenzt er sich ein und wendet sich einer anderen Richtung zu.

Ohne Freude ist es unmöglich, den richtigen Kurs zu halten. Das ist soviel wie unter den Schlägen des Schöpfers zu weinen und sich unterwürfig darüber auszulassen, wie gut es mir dabei geht. Eine solche Lüge zeugt von einer falschen Verbindung.

Lass es in der Gruppe Turbulenzen, Anspannung und selbst kleine Uneinigkeiten geben – denn das sind Anzeichen von Energie und Verlangen. Und gleichzeitig soll es Freude geben, die von der Wichtigkeit des Ziels hervorgerufen wird, das uns vorne leuchtet.

Für Verzweiflung ist hier kein Platz. Im Grunde genommen bedeutet Verzweiflung Hochmut: „Ich bin nicht mit dem, was ich habe, zufrieden. Der Schöpfer nimmt mich nicht ernst, dabei habe ich etwas Besseres verdient. Ich kann mich mit wenig zufriedengeben, doch mit einer Null bin ich nicht einverstanden“.

Mir wird das Fehlen der Erfüllung gezeigt, damit ich nicht um der Belohnung willen arbeite, und dazu bin ich nicht bereit. Ich muss eine Belohnung sehen, dann werde ich mich freuen und hinter ihr herlaufen.

Der Mensch versteht nicht, dass ihm verschiedene Möglichkeiten gegeben werden, um einen Schritt nach vorne zu tun. Wie ein dummes Kleinkind stellt er Bedingungen und ist trotzig.

Was eben der Verstand nicht schafft, schafft die Zeit. Der Trotz und der Verzicht auf den Einschluss in die Gruppe können sehr viele Jahre kosten, bis der Mensch aus der Verzweiflung herauskommt und nach vorne schreitet.

Aus dem Unterricht nach einem Artikel von Rabash vom 12.10.2010

 

 interessiert an der „Wissenschaft der Kabbala“  >    Kabbala Akademie

 

Ändere dich selbst und du wirst eine glänzende Welt voll von Licht sehen


Frage: Sie sagten, dass die Menschen nicht die Welt, sondern sich selbst korrigieren müssten. Aber was soll ich tun, wenn ich sehe, dass die Hälfte der Menschen, die ich kenne, sich nicht korrigieren wollen, sondern sich nur wünschen, das Leben eines Tieres zu führen? Wie kann ich mich selbst richtig korrigieren?

Antwort: Sie müssen sich selbst korrigieren, bis Sie sehen, dass die Menschen damit aufhören, dass Leben eines Tieres zu führen. Statt Mitleid für diese Leute zu empfinden, bemitleiden Sie sich selbst dafür, wie Sie die anderen sehen. In dem Moment in dem Sie Ihre Sicht korrigieren, werden Sie diese Leute glücklich und erfolgreich sehen. Wenn Sie sich selbst ändern, werden Sie sie auf völlig andere Art und Weise betrachten. Jemand der unglücklich erschienen ist, wird sich als fröhlich und glücklich entpuppen. Sie werden einen reichen Mann anstatt eines Bettlers sehen. Sie werden jemanden, dessen einziges Interesse es zuvor war, Fußball zu sehen und Bier zu trinken, als weisen Schüler erkennen, der alle Welten erreicht hat.

Sie können trauern und klagen über das Bild wie Sie diese sehen, da dies nichts anderes als ein Ergebnis Ihrer eigenen Verdorbenheit ist, die Sie mit Ihren unkorrigierten Augen erblicken. Die ganze Welt ist ein Spiegelbild Ihres Inneren. In sich tragen Sie all die Laster dieser Welt. Wenn Sie Arme, Kranke oder Verdorbene sehen, dann zeugt dies nur von Ihrer eigenen Verdorbenheit. Sonst würden Sie eine Welt voller Güte sehen.

Wenn der Schöpfer „gut und Gutes tuend“ ist, wie kann es dann in der Welt etwas Böses geben? Das kommt daher, da es nichts Gutes in Ihnen gibt, sonst würden Sie eine leuchtende Welt erkennen. Man muss nicht die Welt korrigieren, sondern nur die Sicht auf diese. Niemand außer man selbst muss korrigiert werden. Sobald Sie dies tun, werden Sie feststellen, dass die Welt voll von Licht ist. Es ist die Welt der Unendlichkeit, perfekt und vollendet. Wir können dies jedoch nicht sehen, weil wir verdorben sind. Dies ist hinter 125 Vorhängen verhüllt, die wir entfernen müssen.

Zur Kabbala Akademie—>

 

Wir befinden uns in der Schlussrunde unserer Entwicklung

Frage: Wie kommt es, dass, wenn der Punkt im Herzen im Menschen erwacht, dieser noch einen schwierigen und langen Pfad vor sich hat, bevor er die Spiritualität erreicht?

Antwort: Warum halten Sie den Pfad für schwierig? Ich sehe mir die Welt an und sehe so viele Menschen, wie sie um Geld, Macht, Ruhm und Wissen kämpfen, damit sie irgendwann einmal ein kleines bisschen Genuss erfahren. Jahre werden mit unnützen Sorgen und falschen Werten verschwendet.

Wenn man sich mit spiritueller Entwicklung befasst, nicht so schnell vorwärts kommt wie man möchte, man aber trotzdem das Ziel erreichen will, dann macht man Fortschritte. Ist das nicht besser, als so zu leben wie die gesamte Welt?

Heutzutage gibt es immer mehr Menschen, die zur Spiritualität aufwachen. Es fällt schwer, die Anzahl der Studenten, die vor einigen Jahren anfingen, Kabbala zu studieren, mit der heutigen zu vergleichen.

Als Rabash mir erzählte, dass das allgemeine Erwachen 1995 stattfinden würde, hatte ich Schwierigkeiten, ihm zu glauben. Wer hätte gedacht, dass sich die Welt so schnell ändern würde? Auf ein Mal sehen wir, dass die Menschen sich leer fühlen und eine globale Krise erleben, zusammen mit Naturkatastrophen, Krisen in der Ausbildung, Wissenschaft, Politik und Wirtschaft.

Es ist unwichtig, dass die Medien uns belügen und versuchen, die Krise zu vertuschen, indem sie uns versichern, dass alles in Ordnung sei. Ich spreche davon, was uns die Natur vorhält.

Außerdem ist es verständlich, dass die Menschen versuchen, die Lage aufzupolieren. Jeder versucht automatisch seine Leiden und seinen Schmerz zu lindern. Darum schließen sie ihre Augen und sagen sich, dass alles in Ordnung ist und es keine Krise gibt.

In der Zwischenzeit zerfällt alles und die Leute werden weiterhin entlassen. Doch der Mensch ist eben so gemacht, dass er nicht die Wahrheit sehen will.

Tatsache ist, dass der Schöpfer (die Natur) uns enthüllt, dass wir bereits in einem sehr fortgeschrittenen Zustand sind. Und es geschieht bereits 20 Jahre nach dem allgemeinen Erwachen. Doch wie ein kleines Kind will man heute alles jetzt bekommen. Man versteht einfach nicht, mit welchem riesigen, in der Tat unendlichen Verlangen wir es heute zu tun haben und wie schnell es sich verändert.

Die Entwicklung unseres Verlangens hat sich Jahrtausende schrittweise hingezogen, doch heute ändert es sich täglich. Wir brauchen nur ein bisschen Geduld.

(Aus dem täglichen Kabbala Unterricht)

 

Kabbala Akademie

 

Öffnet die Leitung mit dem höheren Licht!

Es ist unwichtig, welchen Punkt und welchen Teil wir im Buch Sohar studieren. Rabash machte folgendes: er öffnete mit geschlossenen Augen das Buch auf irgendwelcher Seite und begann in der Mitte der Zeile zu lesen. Er las einige Zeilen, was ausreichend war und setzte dann fort nachzudenken.

Es verbindet den Menschen mit der Quelle, welche ihm den zukünftigen guten und richtigen Zustand erklärt. Denn wir selbst wissen nicht, was die Quelle an sich darstellt. Wir wissen nur, dass wir die Leitung mit der gewissen Kraft öffnen und diese Kraft auf uns einwirken soll.

Solche Einstellung sollen wir zum Buch Sohar ausarbeiten. Diese „Kraft“ (Leitungswasser) wirkt auf uns nur unter der Bedingung ein, dass wir „unter der Leitung stehen“. „Unter der Leitung zu stehen“ bedeutet, zusammen zu sein und inwiefern es möglich ist, nach der Einheit zu streben. Dieses „Leitungswasser“ ist die Natur des höheren Lichtes, das innerhalb eines einheitlichen Gefäßes offenbart wird. Wenn wir also vereinigt werden und uns wünschen, uns zu verbinden, um wie ein Mensch mit einem Herzen zu werden, dann wird zu uns das Licht der Tora geleitet. Dann werden wir mit der Gabe der Tora, mit dem höheren Licht ausgezeichnet.

Auszug aus dem Unterricht nach dem Buch Sohar, 31.10.2011

Die Schwäche der Starken

Frage: Gestern wurden die Ergebnisse einer Untersuchung veröffentlicht, wonach ein Kern aus 147 führenden Weltkonzernen ermittelt wurde. Sie sind eng miteinander verbunden, unterstützen sich gegenseitig und sind für viele zu einem Sinnbild der Globalisierung in ihrem negativen Sinne geworden – als diejenigen, die die Weltherrschaft an sich reißen. Soll sich hier etwas infolge unserer Vereinigung ändern?

Meine Antwort: Ich glaube nicht, dass die Führungskräfte dieser Konzerne so klug waren, um einen solchen Plan zustande zu bringen. Die Natur war es, die an den Fäden gezogen hat, sie hat sie zur aktuellen Situation geführt. Der Mensch trifft hier keine Wahl, er wird einfach von seinem egoistischen Verlangen gesteuert, welches sich zu globalen Ausmaßen entwickelt hat.

In Wirklichkeit beschränkt sich die Sache nicht auf 147 Konzerne. Wenn wir eine wirklich tiefe und genaue Untersuchung anstellen, werden wir höchstwahrscheinlich nichts außerhalb dieses Netzes finden können. Aber sein an der Oberfläche schwimmender, alles verbindender Teil lässt sich auch auf diese Weise vorstellen.

Andererseits verbirgt sich darin ein wesentliches Problem, das die großen Spieler heutzutage auch vorfinden. Die Größe, die gegenseitige Verbindung mit den anderen gibt ihnen die Kraft, zugleich aber auch eine große Schwäche. Denn sie sind „gebunden“ und können nichts unternehmen. Keiner von ihnen hat die Kraft, sich auch nur um einen Millimeter zu bewegen. Die Fäden zwischen ihnen sind zu Fesseln geworden, aus denen es keinen Ausweg gibt.

Und so kommt es, dass das globale Netz, anstatt Macht zu bringen, selbst die Macht zu hundert Prozent ausübt. Für die Welt ist es bereits unmöglich, diese Verbindung zu zerreißen und als Folge sie zu ändern, um ihre Lage etwas zu verbessern. Keine Gipfeltreffen werden die Situation mit Hilfe von Mitteln korrigieren können, die ihnen zur Verfügung stehen. Denn diese Mittel zeigen keine Wirkung mehr, was wir mit eigenen Augen in den letzten Jahren beobachten konnten.

Die Welteliten sind machtlos. In der jetzigen Situation zwingt sie das globale Netz eher zur Untätigkeit, weil die üblichen Methoden, sowohl die wirtschaftlichen als auch die gewaltsamen, keinen Nutzen mehr bringen. Lasse das Geld in die Banken fließen, tausche die Diktatoren aus – nichts wird dir dabei helfen. Die Welt wird von diesem Netz gesteuert, und ihre Bewegung lässt sich nicht aufhalten.

Das Einzige, was wir tun können, ist, uns um die Erziehung der Menschen, um ihre inneren Fortschritte zu kümmern. Die Qualität des „Materials“, das durch die Fäden dieses Netzes verbunden ist, muss verändert werden. Das Netz selbst lässt sich nicht ändern, aber die Qualität seiner Teile lässt sich steigern – und dann verbessert sich ihre Verbindung. Nur so lässt sich das ganze System zu der Stufe des Zusammenwirkens und der Prosperität erheben.

Es wird etwas Neues sein, etwas vollkommen anders, als es die Machthabenden geplant haben. Aber das wird uns das Leben sichern, denn ansonsten wird das Netz diejenigen vernichten, die sich in ihm befinden. Die Welt soll verstehen, dass es nur eine Möglichkeit, eine Herangehensweise an die Probleme der Gegenwart gibt, und zwar, für die Weltanschauung der Menschen zu sorgen, ihr Bewusstsein und ihre Moral zu heben. Dann wird ihre Verbindung, das sie umhüllende Netz vom Negativen, vom Egoismus und Protektionismus zu der Einigung, dem Zusammenhalt und der gegenseitigen Bürgschaft aufsteigen.

Alle sonstigen Vorhaben werden nicht helfen. Mehr noch, an die neue Erziehung müssen die Menschen mit dem Punkt im Herzen herangezogen werden, die das Licht, das zur Quelle zurückführt, anziehen, – anderenfalls wird nichts daraus werden. Unter heutigen Bedingungen wird nur eine genaue und engdefinierte Ausrichtung der Handlungen wirken.

Aus dem Unterricht nach dem Artikel „Frieden in der Welt“, 24.10.2011

Zusammenfassung der Prinzipien und Ratschläge aus dem Morgenunterricht vom 11.10.11

Gruppe

*Erfolg auf dem Weg hat der, der weitermacht. Im Endeffekt ist hier die Kontinuität ausschlaggebend.

*Die Verzweiflung über den Mangel an umgebenden Lichtern und nicht vorhandener Zukunft ist wie ein Virus, der die Welt durchdringt, da es bereits ein Mangel in der menschlichen Stufe ist. Wir müssen der gesamten Menschheit die Augen öffnen, weil die Entwicklungskraft nur darüber zu ihnen kommen kann. Und wir müssen uns so schnell wie möglich darum kümmern.

Vorbereitung auf den Morgenunterricht

*Die gesamte Korrektur der Kelim liegt in ihrer Verbindung zueinander.

*Im Gesamten spricht der Sohar über die korrigierte Verbindung, über das korrigierte menschliche System. Und deshalb wird die Zeit kommen, an dem ein großer Teil der Menschheit den ,Sohar für alle‘verwenden und lesen wird, denn das ist die Quelle, um alle Stufen und das Licht, das zum Guten führt, anzuziehen.

*Die Erweckung von Seiten des Höheren, bringt uns zu nichts. Wir müssen unsere Erweckung hinzufügen, und gerade mit dem Wunsch, sich mit dem Niederen zu verbinden, beginnt man in Malchut der Welt Azilut einzutreten und sie zu erwecken.

* Je mehr sich ein Mensch zur Spiritualität hin entwickelt und bei jedem Mal, wo er vor einem neuen Eingang steht, beginnt er seine Arbeit aus einer größeren Entfernung, aus einem noch mehr vernebelten Platz. Deshalb muss man sich daran gewöhnen und nicht verzweifeln – „siebzigmal fällt ein Gerechter und steht auf“.

*Weil Malchut der Welt Azilut im Nachhinein Schuld am Zerbrechen Adam Ha Rishons hat, kehrt sie nach dem Zerbrechen in den Zustand Katnut zurück, und wird niemals mehr in den Zustand Gadlut eintreten, sondern erst, wenn die Seelen MaN an sie erheben.

*Im Gegensatz zum Sohar, dessen Studium nicht im Geschriebenen liegt, ist die Lehre der zehn Sefirot eine zu studierende Wissenschaft. Das Studium über die Verbindungssysteme in einer für uns klar verständlichen Form, und deshalb können wir über unser Gefühl das gelernte Material verstehen.

Frieden auf der Welt

*Bis zum heutigen Tag, war der Einsatz anderer Eigenschaften – Gerechtigkeit, Barmherzigkeit und Frieden, als Lösung für die Probleme in der Welt möglich, weil es keine Möglichkeit gegeben hat, das Wahrheitsprinzip zu erreichen. Aber heutzutage kann man diese nicht mehr verwenden, da die von der Menschheit geforderte Korrektur heute von der Erreichung der Wahrheit abhängt, das heißt nach der Verbindung, nach einer Gemeinschaft. Und deshalb ist das Experiment, die jetzige Krise mittels der Verwendung anderer Attribute und Prinzipien zu lösen, zum Scheitern verurteilt und wird eine noch größere Zerstörung nach sich ziehen.

*Ich möchte morgens früh aufstehen, und gemeinsam mit den Menschen ein generelles Verständnis darüber besitzen, in was für einer Welt wir leben. Ich möchte in einer Welt leben, in der Menschen sich zum Thema äußern und nicht überall Problempunkte im System suchen – Wirtschaftler erwecken im Bewusstsein des Publikums Angst vor Hunger, Ärzte erschrecken die Massen mit dem Aufzeigen einer wachsenden Todesrate, zu der wir ohne Behandlung gelangen werden usw. Lasst uns doch sehen, in was für einer Welt wir leben und wie wir uns in ihr verhalten. Was heute passiert, hat keine Nebenwirkung die vorübergehen wird oder nur die Erscheinung von einer Nation ist – diese Erscheinung tritt in der gesamten Zivilisation auf, welche in einen neuen Zustand eintritt. Also warum klären wir diesen Zustand nicht auf logische und erwachsene Weise? Kommt, klären wir, in welchem Zustand wir uns befinden und hören wir für einen Moment auf, individuelle Lösungen zu suchen.

*Das Wirtschaftsystem von heute ist darauf aufgebaut, wieviel jeder auf Kosten des Anderen Erfolg hat, und als Ergebnis davon wächst die Wirtschaftsbombe, welche kurz vor ihrer Explosion steht. Was mit der Wirtschaft passiert, ist keine Wirtschaft mehr, sondern einfach eine große Lüge. Und jetzt, wenn diese explodiert, müssen wir die Richtung ändern, in welcher uns die wirtschaftlichen Verbindungen dabei helfen können, die Verbindung zwischen uns, auszugleichen. Sprich: die wahre Wirtschaftkraft, welche in der Welt existiert, dem Ausgleich in der Welt auf optimale Weise gegenüberzustellen.

*Die Korrektur der Wirtschaft ist die Korrektur der Verbindung zwischen uns – vom amerikanischen Traum zum wahrhaftigen Traum. Die gute Zukunft der neuen Menschheit liegt in der Verbindung zwischen allen.

*Zuerst einmal müssen wir uns alle über das Existenzminimum erheben, und danach müssen wir ein Programm erstellen, wie wir einen stufenweisen Übergang schaffen, von allen Wirtschaftsystemen in ein integrales System.

*Verständnis über das Geben in der Menschheit, muss als Resultat des Studiums und den Einfluss der organisierten Gesellschaft stattfinden, so dass jeder sich am Aufbau beteiligt.

Die flüchtigen Gedanken quer durch „Shamati“ – Was ist die Größe des Schöpfers

Wir begreifen den Schöpfer im Maße seiner Wichtigkeit und der Größe die wir Ihm in unseren Augen verleihen.

Was bedeutet „Ihm“? – Die allumfassende Eigenschaft des Gebens.

Auszug aus der 6. Lektion des Kongresses in Toronto, 18.09.2011

Die Europa-Idee verliert ihre Kraft in den Augen von Politikern

Meinung (K.Bangel, Die Zeit): „Kaum ein Politiker mag noch die europäische Idee verteidigen. Nirgends, auch nicht in der Opposition, sind mehr beherzte Worte für die Idee des geeinten Europa zu hören, erst recht nicht die Ideen zur Zukunft der EU. Sie werden damit umgehen müssen, dass Europa bald nur noch einen Bruchteil der Weltbevölkerung ausmacht und dass sich Klimawandel und Weltwirtschaft nur supranational steuern lassen.

Unabhängig von der schwierigen Frage, wie sie gestaltet sein wird, eine funktionierende EU ist die einzige Möglichkeit, den Europäern Handlungsmacht zu sichern und nicht Rating-Agenturen, multinationalen Konzernen oder fremden Regierungen. Es wird wohl die nächste Generation sein, die den Europäern klarmachen muss, dass sie sich stärker von Brüssel aus regieren lassen müssen – dafür aber ihr Personal auch dort wählen dürfen. Umfragen stimmen zuversichtlich: Die jungen Menschen haben die Rolle Europas vielleicht besser begriffen als alle anderen.“

Kommentar: Die neue Generation wird mit neuer Weltempfindung geboren. Sie scheint die integralen Zusammenhänge und die gegenseitige Abhängigkeit besser zu erkennen. Sie ist mehr fähiger die Kraft der Bündnisse der Länder und der Völker zu verstehen.

Wenn die Politiker neben der Bildung noch die Integralerziehung der Europäer angestrebt hätten, so hätten sie heute eine neue Generation, die nur in den Kategorien wie Einheit und Gemeinsamkeit denken würde.
Der Zerfall der EU wird ein Ende Europas bedeuten. Die ganze Natur führt uns zur Vereinigung. Jegliche Bewegung dagegen ist fatal, und in erster Linie für diejenigen, die sie herbeirufen.

Sprich, wenn du etwas zu sagen hast

Frage: Wie können wir uns mit einer Botschaft über die Bürgschaft an die Welt wenden? Womit können wir das Interesse, die Begeisterung eines Menschen erwecken?

Meine Antwort: Wir können den Menschen nicht zur Bürgschaft aufrufen. Denn wir müssen ihm den Nutzen zeigen, ihm vor Augen führen, was er davon haben wird.

Werbespots versprechen mir ein Menge Vergnügen: „Kaufe es, du begreifst einfach nicht, was für ein Glück an dir vorbei zieht“. Können wir auf die gleiche Art und Weise die Bürgschaft bewerben? Wenn nicht, dann sollten wir lieber darüber schweigen.

Aus diesem Grund sollten wir die richtige Erklärung vorbereiten, eine solche, nach der der Mensch nicht mehr zu Hause sitzen bleiben kann und sofort zu der angegebenen Adresse eilt. Wenn man etwas zu sagen hat, sollte man das Gespräch suchen. Doch noch sind wir dazu nicht in der Lage – und darum lernen wir.

Heute haben wir noch nichts, womit wir die Bürgschaft für die Welt anziehend machen könnten. Die Welt spürt von Anfang an keine Notwendigkeit darin. Denn die Bürgschaft ist kein Essen, kein Sex, keine Familie, kein Geld, keine Macht und auch kein Wissen. Wie können wir sie also in gewohnte Kleidung hüllen und etwas Vertrautes, Verständliches versprechen? An die Menschen sollte man entsprechend ihrer Verlangen herantreten, oder aber sich ernsthaft vorbereiten und dennoch auf das Bedürfnis ihrerseits warten.

Noch ein wenig Krisenerscheinungen, noch ein wenig Probleme – und wir werden dementsprechend, vor dem Hintergrund der entstehenden Bedürfnisse, mit den Menschen sprechen können. Und umgekehrt ist es unmöglich, bis zu dem Menschen durchzudringen, solange unser Angebot seinen Verlangen nicht entspricht.

Die Werbung spricht jene Verlangen an, die in uns von Anfang an enthalten sind, sie passt sich unseren Verlangen künstlich an, nimmt die Form an, die dem jeweiligen Genuss entspricht. Doch worin kann der Genuss von der Bürgschaft und der Einheit eingehüllt werden?

Denn die „Kleidung“ muss dem Menschen einen Vorteil bieten: „Ich werde mehr Essen, mehr Sex, mehr Familienwärme, mehr Unterstützung, mehr Ruhm haben, ich werde Kraft, Bildung, Geld erlangen…“ Und wenn nicht, dann bleibt lediglich eine abstrakte Idee: „Freunde, lasst uns friedlich miteinander leben“.

Wir müssen danach suchen, wie wir an den Menschen herangehen können, wir müssen lernen, so an ihn heranzutreten, dass er merkt, dass es sich für ihn lohnt.

Welchen Nutzen haben für mich die Bürgschaft und die Vereinigung? Heute können wir darüber sprechen, dass sie uns das Gleichgewicht mit der Natur herstellen, Umweltprobleme, Qualeninvasionen, Sonnenaktivität und Arbeitslosigkeit bewältigen lassen.

Wir sollten aber unsere Botschaft in einer klaren, kurzen und einfachen Form präsentieren, ohne philosophische Parallelen zwischen der Bürgschaft und den Preisen für den Quark zu ziehen. In den Augen des Menschen sollten sie deutlich miteinander verbunden sein: „Wenn du die Bürgschaft eingehst, wirst du zehn Packungen Quark pro Tag haben. Wenn du sie nicht eingehst, wirst du keine einzige kaufen können“.

So klar und einleuchtend sollten unsere Erklärungen sein.

Auszug aus dem Unterricht nach dem Artikel „Matan Tora“, 12.07.2011