Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

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Kabbalisten über die Sprache der Kabbala, Teil 8

Liebe Freunde! Ich bitte euch, Fragen zu diesen Zitaten von großen Kabbalisten zu stellen.

Anmerkungen in Klammern sind von mir [M. Laitman].

Das Gesetz von Wurzel und Zweig

Die Weisen der Kabbala haben festgestellt, dass die vier Welten, die von oben nach unten als Azilut, Brija, Yezira und Assija bezeichnet werden, beginnend mit der höchsten von ihnen, der Welt Azilut, bis hin zu unserer greifbaren körperlichen Welt Assija, in ihrer Form einander in allen Details und Geschehnissen gleichen.

Das heißt, dass die ganze Wirklichkeit und alle ihre Erscheinungsformen, die in der ersten (höheren) Welt existieren, auch in der zweiten, der darunter befindlichen, niedrigeren Welt, vorkommen, ohne irgendwelche Abweichungen. Und so ist es in allen folgenden Welten, bis hin zur unserer, der von uns empfundenen Welt.

Und es gibt keine Unterschiede zwischen den Welten – außer in der Qualität des Materials (des Verlangens) der Erscheinungen der Realität, was eben auch die Höhe jeder der Welten bestimmt.

Baal HaSulam „Das Wesen der Wissenschaft der Kabbala“

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Alle Welten sind – zwischen dir und mir

Manchmal scheint uns die Sohar Erzählung sehr seltsam zu sein, aber im Grunde genommen ist die ganze Geschichte sehr einfach.Es gibt nur mich und meinen Nächsten. Zwischen uns gibt es die Entfernung, die sich in fünf Teile aufteilen lässt. Im äußerst entfernten Zustand empfinde ich „Diese Welt“. Wenn ich mich aber mit meinem Nächsten vollständig verbinden werde, dann werde ich die Verschmelzung mit ihm erreichen, und „die Welt der Unendlichkeit“ empfinden.

Meine Annäherung an den Nächsten geschieht entlang der fünf Stufen: ich steige in die WeltenAssija, Jezira, Brija, Azilut, Adam Kadmon hinauf. Es sind also fünf Welten, worin es jeweils fünfundzwanzig Stufen gibt, die125 Stufen unserer Annäherung ergeben.

Vor dem Anfang der Annäherung, wenn ich mich noch in „Dieser Welt“ befinde, muß ich den ganzen Bruch in der Beziehung mit meinem Nächsten (das Begreifen des Übels) offenbaren.

Meine Empfindung dieser Welt entsteht infolge meiner Verbindung mit dem Nächsten. Der Sohar spricht also nur über die Beziehungen zwischen uns: die unbelebte, pflanzliche, tierische und menschliche Natur, die darin beschrieben wird, sind meine Wünsche der unbelebten, pflanzlichen, tierischen und menschlichen Stufen, welche ich in der Beziehung zu meinem Nächsten, d.h. den anderern Seelen offenbare.

Die Tora spricht nur darüber, wie ich die Verbindung zwischen mir und meinem Nächsten aufbauen kann. Das ist die Methodik der Korrektur eben.

Denn die Tora stellt ein im Text verborgenes Licht dar, das ich im Maß meines Wunsches der Annäherung, aus der Quelle heranziehen kann.

Wenn ich die Verbindung mit meinem Nächsten erreiche, dann wird mir in diesem Zusammenhang die höhere Welt offenbart, wonach ich mich im Maß meiner Verbindung in der Geisteswelt befinden kann.

Aus dem Unterricht nach dem Buch Sohar, 17.09.2010

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Zwischen uns befinden sich fünf Welten

Eine Frage, die ich erhielt: Was bedeutet, den Sohar in unserer gemeinsamen Wahrnehmung zu enthüllen?

Meine Antwort: Nichts enthüllt sich in einem einzelnen Menschen, nur in seiner richtigen Verbindung mit den Freunden in der Gruppe.

Meine ersten zehn Sefirot, das erste spirituelle Gefäß (Kli) bedeutet mein Bestreben, aus mir selbst herauszubrechen und mich mit den anderen, mit der Gruppe, zu verbinden.

Mein spiritueller Zustand wird dadurch bestimmt, wie sehr ich mich bemühe, diese Verbindung aufzubauen.

Es gibt mich und dich. Zwischen uns befinden sich fünf Welten – Assija, Yezira, Brija, Azilut, Adam Kadmon. Wenn ich mich dir so annähere, dass der Abstand zwischen uns gleich Null ist, dann nennt sich mein Zustand Welt der Unendlichkeit. Meiner, aber nicht deiner. Die Welt der Unendlichkeit bedeutet, dass ich und du, von meiner Seite, zu einem Ganzen werden.

Deshalb bestimmt meine Fähigkeit, mich dir anzunähern, auch die spirituelle Stufe, auf der ich mich befinde, denn alle 125 Stufen sind zwischen uns.

Man kann aber den Abstand zwischen uns auch gemeinsam überwinden. Das ist viel effektiver, denn weder ich noch du sind uns wichtig, sondern die Verbindung zwischen uns!

Ich muss dich nicht akzeptieren, nicht durch dich genießen, mich nicht mit dir verbinden. Wir müssen uns gemeinsam verbinden. Genau diese Verbindung ist auch der Schöpfer, die dritte Komponente, wie geschrieben steht: „Israel, die Tora und der Schöpfer sind eins“.

Aus dem Sohar-Unterricht vom 01.09.2010

Die Treppe in die Unendlichkeit

Das Buch Sohar erzählt über die Höhere Welt. Wir können sie auch in uns entdecken, alles, was darin beschrieben wird, geschieht in unserem Inneren. Ebenso empfinden wir auch unsere Welt. Der Unterschied zwischen den Welten und Empfindungen besteht darin, dass diese Welt individuell, aus vollem Egoismus empfunden wird, wohingegen die Höhere Welt kollektiv und in der gegenseitigen Verbindung und Vereinigung gespürt wird .

Diese Vereinigung im gegenseitigen Geben und in der Liebe bezeichnet man als die Seele, und die Empfindungen darin als die Geisteswelt. Infolge der Korrektur der ursprünglich zerbrochenen Verbindung (Kli), enthüllen wir verschiedene Eigenschaften der Verbindung, über welche der Sohar erzählt. Die allgemeine Verbindung aller Teile der Seele, der Schöpfung, heißt der Schöpfer. Die gesamte Höhere Welt sind Arten der Verbindung. Abraham, Isaak, Jakob, Engel, unbelebte, pflanzliche, tierische, geistige Objekte, sie alle werden in der Verbindung offenbart.

Momentan empfinden wir unsere Welt und denken, dass sie getrennt existiert. Aber es ist nur eine Illusion, mit welcher wir die Art der Verbindung zwischen uns nennen. Das letzte, niedrigste Niveau der Verbindung der Teile einer Seele (die einzelnen Seelen) gibt uns die Empfindung solcher (zerbrochenen) Verbindung, die als „diese Welt“ bezeichnet wird. Und wenn wir die absolute Verbindung aller Teile des Universums erreichen – dann heißt sie „die Welt der Unendlichkeit“, weil diese Verbindung „unendlich“, ohne Beschränkungen, über Raum und Zeit hinaus ist.

Von der vollen Verbindung in der Welt der Unendlichkeit – bis zur vollen Abwesenheit der Verbindung in dieser Welt, existieren fünf Niveaus der Verbindung – fünf Welten AK, Azilut, Brija, Jezira, Assija. Wir existieren nur in einer Realität, in der Welt der Unendlichkeit, aber empfinden sie je nach eigener Beziehung zur Verbindung als

1. Egoistisches Erhalten oder

2. Das Geben und die Liebe. Unser Leben ist die Empfindung der Qualität der Verbindung aller Teile der Realität.

Wenn wir die wahrhafte Welt enthüllen, verstehen, begreifen und genießen wollen, dann sollen wir uns beim Sohar Lesen darin bemühen, uns mehr verbunden vorzustellen. Folglich werden wir beginnen, die größere Verbindung und die höhere Welt zu enthüllen. Solche Methode der Offenbarung der Höheren Welt heißt „wir werden tun und wir werden hören“ (na‘ase we nischma).

Aus dem Unterricht nach dem Buch Sohar, 18.08.2010

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Wegweiser durch das Buch Sohar. Das System der höheren Welten

Auszüge aus meinem zukünftigen Buch „Wegweiser durch das Buch Sohar

Um uns die Möglichkeit zu geben, den ganzen Prozess der spirituellen Entwicklung umzusetzen, hat der Schöpfer ein System der Verbindung zwischen Ihm und uns erschaffen. Durch dieses System lenkt Er uns von oben, und wir können Ihn von unten um Hilfe bitten und diese von Ihm erhalten.

Dieses System wird in mehrere Teile unterteilt:

1. Die Welt der Unendlichkeit, in der sich der Schöpfer in all Seiner Kraft offenbart.

2. Die Ebene unter der Welt der Unendlichkeit, genannt „die Welt von Adam Kadmon„, wo der Schöpfer seine Einwirkung in fünf Arten, entsprechend den fünf Ebenen unseres Egos, über welches wir uns erheben können, aufteilt.

3. Unter der Welt von Adam Kadmon befindet sich ein Lenk- und Kontrollsystem, genannt „die Welt von Azilut„. Die Welt von Azilut wird in fünf Teile unterteilt – Keter, Chochma, Bina, Seir Anpin und Malchut, genannt Atik, Arich Anpin, Aba we Ima, Seir Anpin und Malchut (Nukwa).

· Atik und Arich Anpin werden im Sohar als „unerkennbarer Kopf“ der Welt von Azilut bezeichnet

· Aba we Ima sind Chochma und Bina, aus denen alle Lichter Chochma und Chassadim zu uns kommen

· Nachdem sie durch Seir Anpin hindurchgegangen sind, kommen diese Lichter zu Nukwa, zu Malchut der Welt von Azilut, genannt „Shechina“, weil das ganze Licht, das für die Seelen bestimmt ist, zu ihr aus der Unendlichkeit kommt. Diese Malchut heißt ebenfalls „Versammlung der Seelen Israel“, weil sie in sich alle Seelen einschließt, die „Isra-El“ („direkt zum Schöpfer“) werden, d.h. zur Welt der Unendlichkeit aufsteigen, wollen.

4. Unter der Welt von Azilut befinden sich die Welten von Brija, Yezira, Assija (die Welten von BYA), in denen sich unsere Seelen aufhalten.

5. Unter den Welten von BYA befindet sich diese Welt.

In der Sprache des Sohar heißt Malchut „Erde“ und Bina (Ima) „Himmel“. Seir Anpin und Malchut tragen im Sohar solche Namen wie Shochen und Shechina, Schöpfer (Kadosh Baruch Hu) und Versammlung der Seelen Israels, Bräutigam und Braut, Männlicher und Weiblicher Teil (Sachar und Nukwa).

Jede dieser Realitätskomponenten erhält im Sohar vielerlei Bezeichnungen in der Sprache der Umschreibungen (Midrash). Aus diesem Grund, um uns zu helfen, uns mit ihrem inneren Wesen zu verbinden, ergänzt Baal haSulam akribisch die Worte des Sohar durch kabbalistische Begriffe.

Lasst euch auf einen Dialog mit dem Schöpfer ein!

Die Hauptforderung an den Menschen ist seine richtige Reaktion auf die Botschaft des Schöpfers an ihn.

Der Schöpfer ist primär, Er beginnt immer, und der Mensch ist ein Resultat, eine Reaktion auf die Einwirkung des Schöpfers auf das Verlangen. Ich bin eine Reaktion des Verlangens auf die Einwirkung des Lichtes darauf.

Das höhere Licht kommt zu uns von oben, durch vier Stufen 1-2-3-4, HaWaYaH (Yud-Hej-Waw-Hej). Die Schöpfung hat keine andere Verbindung mit dem Schöpfer.

Deshalb müssen wir versuchen, auf die Botschaft des Schöpfers an uns, sprich auf die Wahrnehmung unserer selbst und der Welt in jedem Augenblick, richtig zu reagieren.

Wir müssen in unserer Existenz einen ständigen Dialog mit dem Schöpfer erkennen. Er hat eine Verbindung zwischen dem Ausgangspunkt der Botschaft an uns, dem Anfang von Yud (Kuzo shel Yud) und dem letzten Buchstaben von HaWaYaH, Hej, erschaffen, in dem wir, unsere Welt, sich befindet.

Die Verbindung zwischen dem Anfangspunkt von Yud und dem letzten Hej kann alle fünf Welten, 125 Stufen, enthalten – dann nehmen wir die Verbindung mit dem Schöpfer nicht wahr.

Die Verbindung enthüllt sich sofort nach dem Aufstieg zur ersten Stufe, Nummer 125 – Malchut der Welt von Assija. Weiter folgen die Stufen 124, 123 usw. bis zum Aufstieg zur Welt der Unendlichkeit, zur höchsten Stufe.

Und all dies befindet sich in dem HaWaYaH, zwischen dem Anfang von Yud und dem unteren Hej. Dieses HaWaYaH, meine Verbindung mit dem Schöpfer, beginnt sich in mir wie aus dem Nebel, aus der Verhüllung, immer mehr aufzuklären, wird immer klarer.

Ich erlange die Enthüllung der Verbindung, indem ich mich ununterbrochen auf den Schöpfer ausrichte, als Antwort auf Seine Einwirkung auf mich, und versuche, alles mit Ihm zu verbinden, nach dem Prinzip „Es gibt niemanden außer Ihm“.

Wie soll man möglichst richtig und effektiv reagieren? – Die effektivste Reaktion, die in jedem Fall genau auf den Schöpfer gerichtet ist, ist der Versuch, zusammen mit den Freunden gemeinsame Handlungen, die „Botschaft an den Schöpfer“, zu vollziehen.

Doch die Botschaft ist dann effektiv, wenn sie rückwärts durch HaWaYaH gerichtet ist. Das wird durch das Lesen von authentischen kabbalistischen Quellen erreicht.

Indem du über die Geschehnisse im HaWaYaH liest, richtest du Malchut auf Keter, eure Vereinigung auf die Quelle, aus.

Wenn wir uns vereinigen, befinden wir uns in dem Maße der Vereinigung in Malchut – aber nur wenn wir uns verbinden.

Und alle gemeinsam wollen wir durch das Lesen des Buches Sohar das HaWaYaH mit Hilfe des reflektierten Lichtes zu seinem Anfang, dem Buchstaben Yud, zurückschicken.

Denn die kabbalistischen Bücher sprechen nur über die Verbindung von Keter, Yud und Malchut, dem unteren Hej.

Deshalb (Baal HaSulam „Einführung zu TES“, Punkt 155) wenn wir ohne Enthüllung und Verständnis von den Verbindungen im HaWaYaH lesen, erwecken wir die Einwirkung dieser Verbindung auf uns und bringen dieses System zum Enthüllen.

Aus dem Sohar-Unterricht vom 28.07.2010

Wann werden Deine Gebete erhört?


Jedes Konzept dieser Welt ist gemäß der Stufen des direkten Lichts in die vier Stufen des HaVaYaH unterteilt – in jeder Qualität, Einfluss, Definition und Unterteilung. Diese Unterscheidung kann auf die gesamte Wirklichkeit übertragen werden.

• Die Stufen 0-1-2-3-4 „Shoresh-Aleph-Bet-Gimel-Dalet,“

HaVaYaH „Die Spitze der Buchstaben Yod-Yod-Hey-Vav-Hey,“

Sefirot „Keter-Chochma-Bina-Seir Anpin-Malchut,“

• Die Sinne „Sehen-Hören-Riechen-Schmecken-Tasten“

ParzufimGalgalta-AB-SAG-MA-BON,“

• Die Welten „Adam Kadmon-Atzilut-Briah-Yetzira-Assiya,“

• Die Lichter „Yechida-Haya-Neshama-Ruach-Nefesh,“

• Die vier Elemente „Feuer-Luft-Wasser-Erde“…

Unser Gebet soll immer allgemein gehalten werden: Ein Gebet der Gesellschaft, für die Gesellschaft, ein Gebet von Vielen. Es soll alle Stufen und Abteilungen enthalten, das gesamte HaVaYaH. Wenn jemand nur um etwas fleht ist es kein Gebet. Seine Bitte muss sein Verstehen und sein Empfinden enthalten, die Vergangenheit, die Gegenwart und die Zukunft. Falls er seine Bitte genauso ausrichtet ist das Gebet erwachsen und gereift und er wird eine Antwort erhalten.

Baal HaSulam´s Buch Beit Shaar HaKavanot repräsentiert diese genaue, allgemeine Herangehensweise, eine globale Sicht der Schöpfung und der gesamten Realität. Anstatt kleine, individuelle Elemente zu unterscheiden erklärt er wie man sie vereinigt. Talmud Eser Sefirot ist eine Analyse in welcher das gemeinsame Ganze in Teile aufgebrochen wird, während Beit Shaar HaKavanot die Synthese darstellt, in der die Teile wieder zusammengefügt werden.

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Unsere Welt ist ein Schatten der spirituellen Welt

Eine Frage, die ich erhielt: Es steht geschrieben, dass „unsere Welt“ die niedrigste Stufe der spirituellen Welt, der Welt von Assija, ist. Was ist folglich unsere Welt, in der wir leben?

Meine Antwort: Unsere Welt existiert nicht in der Spiritualität. Sie ist eine eingebildete „Wirklichkeit“. Zuerst müssen wir die erste, niedrigste Stufe der spirituellen Welt erreichen, und von da aus werden wir bereits anfangen, aufzusteigen, wie ein dünner Lichtstrahl, nach oben in Richtung unserer Wurzel.

Im Moment sieht es so aus, als ob wir in einer riesengroßen Welt und einem Universum lebten. Doch ist all dies bis auf einen Punkt nur ein Abdruck oder Schatten der niedrigsten spirituellen Welt. Und so wie ein Schatten, existiert dies nicht von selbst.

Und dennoch „leben“ wir innerhalb dieses Schattens, ähnlich wie ein am Leben gehaltener Traum, bis wir den Schatten durch das Original ersetzen – der ersten spirituellen Stufe, die „diese Welt“ genannt wird und der Anfang der spirituellen Leiter ist. Der schwierigste Teil dieses Vorganges ist der Aufstieg zur ersten Stufe, da diese völlig im Gegensatz zu uns steht und deshalb verhüllt ist.

Wenn uns jemand erzählen würde, dass dir die Gelegenheit gegeben wird, anderen alles zu geben, was du besitzt, einschließlich deines Lebens, würdest du das für erstrebenswert erachten? Ganz sicher nicht! Darum verstecken die „unreinen Krãfte“ dies vor dir, und täuschen dich nach dem Prinzip „die Schale (Klipa) schützt die Frucht“. Die Klipa (unreine Kraft) sagt dir: „Es lohnt sich, Spiritualität zu enthüllen, weil es dort viel Genuss gibt“. Und du glaubst das! So hilft sie dir, zum Schöpfer zu kommen.

Der Mensch schwankt hin und her: Manchmal strebt er leidenschaftlich nach Spiritualität und dann zweifelt er, ob wirklich etwas Gutes daran ist. Doch in der Zwischenzeit kommt er vorwärts. Das Wichtigste ist, das Licht an dir arbeiten zu lassen. Tu genau das, was der Arzt verschrieben hat und erlaube ihm, dich zu operieren. Doch die meisten von uns versuchen Besserwisser zu sein und lassen das Licht nicht an sich arbeiten.

Die Geschichte vom Gast und Gastgeber lehrt uns über die spirituellen Welten

Eine Frage, die ich erhielt: Was verändert sich zwischen den spirituellen Welten?

Meine Antwort: Die Veränderung findet im Verlangen oder der kontrollierenden Kraft statt, dem Wertesystem relativ zum Geber und wie wichtig Er ist. Dies bestimmt alles.

Das Einzige, was im ganzen Universum existiert, ist das Verlangen nach Freude, das zwei Prinzipien folgen kann: Dem persönlichen Nutzen oder dem Nutzen des Gebenden. Es gleicht dem Beispiel vom Gast und dem Gastgeber, wo der Zustand des Gastes als Azilut, Brija, Jezira oder Assija bezeichnet wird, abhängig von der Reaktion des Gastes gegenüber dem Gastgeber. Zum Beispiel:

* Wenn er sich in der Welt Assija befindet, dann verzehrt er das ganze Mahl.
* Wenn er sich in der Welt Jezira befindet, dann hat er Zweifel, ob er essen soll und wie viel er zu sich nehmen soll?
* Wenn er sich in der Welt Brija befindet, dann macht er eine Berechnung und weiß, dass er keinen Fehler begehen wird; er wird in der Lage sein, dem Gastgeber zu zeigen, dass er Ihm Freude bereitet.
* Wenn er sich in der Welt Azilut befindet, dann verzehrt er alles wie in der Welt Assija, jedoch ist er sich sicher, dass er dies alles für den Gastgeber tut! Letzten Endes haben sie sich miteinander vereinigt, da es keine Unterschiede mehr zwischen ihnen gibt.

Und dies alles beschreibt den inneren Zustand eines Menschen.

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Wie man zur nächsten Stufe aufsteigt


Eine Frage, die ich erhielt: Wie ist es möglich, alle die Dinge, die in der Welt geschehen, zu rechtfertigen?

Meine Antwort: Nehmen wir an, wir befinden uns in Malchut der Welt Assiya und es gibt eine höhere Stufe – Yesod der Welt Assiya. (Siehe Baal HaSulams Artikel „Vorwort zum Buch Sohar“). Alles, was also in dieser Welt geschieht kommt zu uns von dieser Höheren Stufe.
Zu dieser Stufe aufzusteigen bedeutet, ihr gleich zu werden, sich mit ihr zu vereinen, sich selbst vor ihr zu annullieren, sie zu lieben uns wie sie zu werden. Doch wie kannst du dich mit etwas vereinen, was du hasst? Du kannst es nicht! Mit anderen Worten ist die Bedingung, zu einer höheren angrenzenden Stufe aufzusteigen, dass du alles, was auf deiner Stufe geschieht (in deiner Welt), akzeptierst, da du alles von der Höheren Stufe empfängst.

Unsere Aufgabe ist es, unser Ego zu annullieren und uns dem Einen Höheren vollständig anzuhaften. Du solltest nur einen inneren Mißton oder eine Schmerzquelle haben – dass dir immer noch unkorrigierte Verlangen (Klipot) im Wege stehen, die dich daran hindern, die vollständige Korrektur der Welt zu erreichen. Diese sollten dein einziges Ziel deines Hasses sein und für alles andere Liebe verspüren.

Außerdem sollte der Hass auf die Klipot präzise ausgerichtet sein und sich auf das Verständnis gründen, dass dies die linke Linie ist, die vom Schöpfer zu dir kommt. Du musst dir wünschen, die Klipot zu korrigieren, jedoch nicht, sie auszulöschen.

Zusammenfassend ist die Vorbedingung zur Verschmelzung (Aufstieg, Vereinigung) mit Ihm, völlig mit dem Einen Höheren übereinzustimmen.

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