Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Angst'

Wie die Pandemie religiösen Glauben gestärkt hat

Wenn man sich nicht mit einer düsteren Realität abfinden kann, ist der Blick zum Himmel eine instinktive Reaktion. In den USA hat die COVID-19-Pandemie seit dem Ausbruch des Virus innerhalb eines Jahres eine halbe Million Menschenleben gefordert. Eine aktuelle Umfrage des Pew Forschungszentrum zeigt, dass Menschen aus wirtschaftlich entwickelten Ländern meinen, der Ausbruch von COVID-19 habe ihren religiösen Glauben gestärkt – insbesondere in den USA, wo fast drei von zehn amerikanischen Erwachsenen sagen, die Coronavirus-Plage habe ihren Glauben gestärkt.

Die Weiterentwicklung der Gesellschaft hat uns von der Natur distanziert; daher sind wir uns ihrer Führung nicht bewusst und fühlen uns ihr gegenüber umso wehrloser. So stehen wir trotz unserer enormen technologischen Fähigkeiten hilflos vor globalen Epidemien, dem Klimawandel und anderen Krisen. Wir wissen nicht, wohin wir fliehen, wie wir damit fertig werden sollen und sehen sicherlich keine rosige Zukunft am Horizont.

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COVID- 19 und die Angst-Epidemie

Von all den Ängsten, die COVID-19 verursacht, ist die Angst vor der Zukunft wahrscheinlich die Größte. Während des Lockdowns nimmt die Angstexponential zu. In den USA berichtete am 4. Mai William Wan von der Washington Post, daß „das Land am Rande einer weiteren Gesundheitskrise steht, mit täglichen Todesfällen, Isolation und Angst, die ein weit verbreitetes psychologisches Trauma hervorrufen“. Einen Monat später, als Lockdowns wieder zurückgenommen wurden, nahm das Phänomen, Medizin-Express, um etwa 40% ab, bei den derzeit steigenden Zahlen und den erneut strengeren Regeln, wird die Angst zwangsläufig wieder ansteigen.

Bei allem, was in den letzten Monaten in Amerika passiert ist, ist Unsicherheit über die Zukunft das Letzte, was das Land braucht. Da diese Angst aus einer echten Ehrfurcht davor herrührt, daß die Menschen keine Arbeit und keine Möglichkeit haben werden, ihren Lebensunterhalt zu verdienen, gibt es nur einen Weg, um damit umzugehen: Die amerikanischen Behörden auf allen Ebenen müssen einen klaren Plan ansetzen, der den Lebensunterhalt eines jeden Menschen sichert und die sozialen Bindungen der Einzelnen zu den Gemeinschaften stärkt.

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EIN LICHTFUNKE, WENN DAS LEBEN KEINEN SINN MEHR MACHT

Stress, Angst, Einsamkeit und wirtschaftliche Not werden durch Covid-19 noch verschlimmert. Wie diese Gefühle das Risiko für höhere Selbstmordraten erhöhen werden, ist noch Gegenstand von Studien.  Organisationen für psychische Gesundheit sehen bereits Anzeichen für eine mögliche Zunahme der sogenannten Todesfälle aus Verzweiflung. Die Gesellschaft kann den Kopf nicht länger in den Sand stecken. Sie muss sich auf das vorbereiten, was vor ihr liegt, und Bedingungen organisieren, um die Bedürftigen durch Pflege, Wärme und gegenseitige Verantwortung zu unterstützen. 

Nach sechs Monaten Pandemie dachten wir, das Verhalten und die Auswirkungen des Virus seien bereits geklärt. Die globale Seuche überrascht die wissenschaftliche Gemeinschaft jedoch immer wieder mit neuen Mutationen und neuen Symptomen und Nebenwirkungen. Bis zur Entdeckung eines Heilmittels wird weiterhin Unsicherheit herrschen, und es ist mit schwierigeren Zeiten zu rechnen. 

Bis zu 75.000 weitere Amerikaner könnten zu den Todesopfern der Pandemie hinzukommen, aber nicht aufgrund natürlicher Ursachen, sondern weil sie beschlossen haben, ihr eigenes Leben zu beenden. Offiziellen Angaben zufolge sind die Selbstmordraten in den Vereinigten Staaten seit dem Jahr 2000 insgesamt um 35 Prozent gestiegen. Historisch gesehen haben wirtschaftliche Notlagen, die Zahl der Menschen, die ihr Leben aus Hoffnungslosigkeit verkürzen, fast verdoppelt. Wir sind in eine neue Phase der Menschheit eingetreten, eine neue Ära, in der wir durch gegenseitige Fürsorge miteinander verbunden sein müssen, in der sich jeder in der Gesellschaft gegenüber anderen wie eine liebevolle Mutter verhält, die ihr geliebtes Kind umarmt. 

Selbstmord ist die schlimmste Entscheidung, die ein Mensch treffen kann. In den Köpfen derer, die solche extremen Taten begehen, wird das Leben zu einer Last. Dabei vergessen sie den Schmerz, den sie ihrer Familie und ihren Freunden zufügen. Sie scheinen keine Kraft mehr zu haben, das einzufordern, was ihnen ihrer Meinung nach im Leben zusteht, was immer es auch sein mag. Anstatt andere mit einzubeziehen, um gemeinsam an Lösungen zu arbeiten, zieht sich der suizidgefährdete Mensch in seine eigenen selbstverliebten Gedanken zurück.

Obwohl Selbstmord die persönlichste aller Entscheidungen zu sein scheint, tragen wir als Gesellschaft eine kollektive Verantwortung dafür, dass es uns nicht gelungen ist, die notwendigen Voraussetzungen für ein gesundes und glückliches Leben der Menschen zu schaffen. Wir müssen Mechanismen gegenseitiger Verantwortungen schaffen, um die Befriedigung der Grundbedürfnisse eines jeden Menschen zu gewährleisten.

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Was bedeutet der Tod? Wie kann man den Tod nicht fürchten?


Frage: Was ist der Tod und wie kann man aufhören, davor Angst zu haben?

Antwort: Wenn sich jemand mit der tierischen Stufe (dem Körper) identifiziert, fürchtet er den Tod, da er dies als Ende der Existenz seines „Ich“ ansieht. Sollte er allerdings bereits begonnen haben, sich mit der Seele zu identifizieren, d.h., dass er im Allgemeinen beginnt, sich selbst in seinem inneren Leben wahrzunehmen, er sein ‚Ich‘ als jenseits seiner tierischen Stufe (dem Körper) empfindet, er sich selbst durch den Punkt im Herzen wahrnimmt, sich mit den Punkten anderer verbindet und beginnt in anderen zu leben, dann erlangt er einen Zustand der Zuversicht (selbstverständlich unter dem Einfluss von Or Makif). Er weiß, wenn sein physischer Körper stirbt, hat er bereits einen neuen, spirituellen Körper erworben! Und im Augenblick des Todes nimmt er seinen physischen Körper so wahr, als würde er ihn „ausziehen“ wie ein Hemd und trennt sich von ihm. Allgemein ist dies ein psychologisches Problem. Das kommt daher, weil man das Gefühl hat, in seinem Körper zu leben – in seinen Wünschen. Die Hauptlösung liegt in der Interaktion mit der Gruppe. Denn wenn Sie beginnen, die Verlangen anderer (seiner Nächsten) anstelle der eigenen zu empfinden, erlangen Sie einen ewigen Körper oder Verlangen, die sich außerhalb von Ihnen befinden.

 

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Die Lösung für unser mangelhaftes Bildungssystem liegt im Studium der Höheren Lenkung

Frage: Ein 12 Jahre altes Kind wurde gestern von einem anderen Kind erstochen. Können Sie erklären, warum so junge Kinder bereits den Wunsch haben, jemandem weh zu tun?

Antwort: Die Grausamkeit in den Beziehungen der Kinder stammt aus unserer gemeinsamen Natur – dem Verlangen zu empfangen. Dieser Wunsch wächst stetig, und man kann nichts dagegen tun. Früher waren Kinder disziplinierter und naiver, daher war es möglich, sie zu lenken. Heute geht das nicht mehr und daher versuchen die Leute es auch gar nicht erst.

Früher konnten die Lehrer sie durch Anschreien und Kommandieren unter Kontrolle halten, heute haben sie Angst, das Klassenzimmer zu betreten, da sie nicht wissen, was dort auf sie zukommt. Die Lehrer oder die Schulen sind nicht daran Schuld, sondern der Mangel an der richtigen Methode. Sie versuchen, ein Schulsystem zu schaffen, aber das egoistische Verlangen des Menschen kann sie nicht mit der richtigen Lösung versorgen, da sie genauso schlecht wie die Kinder sind.

Erziehung geschieht nur durch Beispiele, aber uns selbst fehlt das korrekte Vorbild für die Existenz, und so können wir ihnen kein Beispiel vorzeigen. Was zeigen wir ihnen im Fernsehen, im Internet und in allen Medien, wo sie ihre Informationen herbekommen? Ich denke, dass die Welt langsam anfängt zu verstehen, dass sie keine Macht über die nächste Generation hat. Alles ist bereits außer Kontrolle geraten und es ist unmöglich, etwas dagegen zu tun. Es ist jedoch gut, dass das Übel nun enthüllt wird und die Menschen nun die richtige Erklärung hören können. Wenn die Erziehungskrise ihren Höhepunkt erreicht, werden die Menschen bereit sein zu hören.

Wir müssen erklären, dass die junge Generation nicht mehr innerhalb des alten Erziehungssystems existieren kann. Ebenso gelingt es uns nicht mehr, die Wirtschaft, Familienbeziehungen, Kultur und Erziehung innerhalb der Grenzen des alten Systems richtig zu stellen. Die Menschen müssen hören, dass das Ganze nur eine einzige Lösung hat. Wie sieht nun diese Lösung aus?

Die Menschen müssen die Höhere Lenkung studieren, welche einerseits absolute Güte ist, aber andererseits auch unser Verhalten streng festlegt. Dies ist Erziehung: Sie lehrt diejenigen, die gerade ihr Leben über die Verbindung mit dem Schöpfer oder die Höhere Kraft beginnen, weil nur die Höhere Kraft uns beeinflussen kann. Dies ist, was wir brauchen und unseren Kindern geben müssen: einen Plan, ein Programm, eine Wissenschaft, ein Verstehen. Wir müssen ihnen beibringen, wie man erfolgreich in dieser Wirklichkeit leben kann.

Den Menschen muss das Wichtigste beigebracht werden: wie man gut leben kann! Und sie werden gut leben unter der Bedingung, dass sie die Absolute Güte enthüllen. Und dies ist das Wesen der Weisheit der Kabbala: die Menschen in dieser Welt zur schnelleren Enthüllung des Schöpfers zu befähigen.

(Ausschnitt aus der Lektion von Baal HaSulams Artikel „Das Wesen der Religion und ihr Ziel“ )

 

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In das Wissen fallen und zum Glauben aufsteigen

Frage: Warum kehrt von Zeit zu Zeit die tierische Angst zurück, obwohl ich bereits überzeugt bin und fühle, dass vom Schöpfer nichts Böses kommt?

Antwort: Es spielt keine Rolle. Ich kann verstehen, dass alles vom Schöpfer kommt, Er ist es, der mit mir spielt. Und dann – auf einmal! Das war es, ich zittere wieder wie ein Kaninchen unter einem Busch.

Frage: Gibt es einen Ausweg?

Antwort: Indem man mit dem Glauben über den Verstand aufsteigt, muss man sich vorwärts bewegen, nur so. Man muss dem Schöpfer danken, dass Er uns mithilfe solcher tierischen Ängste führt. Auf diese Weise werden wir uns ständig fortbewegen.

Alles hängt von der Gruppe ab, davon, inwieweit man im Glauben über den Verstand aufsteigt.

Frage: Hat auch ein Kabbalist Angst?

Antwort: Der Kabbalist hat noch tiefere Ängste, besonders bei den Abstiegen. Er kann sich schließlich nicht immer im Glauben über dem Verstand befinden. Er muss in das Wissen fallen und danach zum Glauben aufsteigen. Er ist mit allem einverstanden.

Er durchläuft Zustände, die viel akuter und widersprüchlicher sind als bei einfachen Menschen. Seine Zustände von Angst und Hingabe an das Ziel werfen ihn buchstäblich vom Abgrund an die Spitze.

Zwischenbemerkung: Ich habe gehört, dass ein Kabbalist keine  Angst um sich hat, sondern sich davor fürchtet, dem Schöpfer zu schaden.

Antwort: Wie kann er keine Angst um sich selbst haben? Wenn er keine solchen Zustände hat, woran wird er sich dann messen? Wie es heißt: „Du hast dein Antlitz vor mir verborgen und ich erschauderte“. Der Schöpfer gibt ihm solche Zustände.

Aus dem russischsprachigen Unterricht von 14.10.2018

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Neues Leben # 86 – Überwindung der Angst, Teil 1

Neues Leben # 86 – Überwindung der Angst 
Dr. Michael Laitman im Gespräch mit Oren Levi und Nitzah Mazoz
                                                     

Zusammenfassung 

Angst und Besorgnis sind für unsere Existenz und Verwirklichung unerlässlich. Da die Grundlage des Lebens das Verlangen zu genießen ist, sind wir ständig um unsere Füllung besorgt. Die einzige Möglichkeit, die Richtung zu ändern und diese egozentrische Angst zu beseitigen, besteht in der Aufklärung über die Bedeutung der richtigen Umgebung. Der positive Einfluss der eigenen Umgebung kann unsere selbstsüchtigen Sorgen in die Fürsorge um das Wohlergehen anderer Menschen umwandeln. Durch positive menschliche Beziehungen können wir ein schützendes, ausgeglichenes und ruhiges System um uns herum aufbauen. 

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Aus KabTVs „New Life # 86 – Überwindung der Angst, Teil 1“ vom 21.10.12

Die einzige Angst des Kabbalisten.

Frage: Hat ein Kabbalist im Leben vor etwas Angst? 

Antwort: Er hat Angst, dass er nicht mehr zum Schöpfer strebt, den Schöpfer nicht mehr schätzt, sich nicht mehr bemüht, Ihm ähnlich zu werden.

Frage: Hat er keine Angst um seinen Körper, um seine Gesundheit usw.? 

Antwort: Wenn der Mensch sich vollständig dem Schöpfer hingibt, dieser höheren Kraft, die ihn immer und vollständig kontrolliert und er mit dieser Führung einverstanden ist, dann lässt er alles andere los. In dem Maß, in dem er damit nicht einverstanden ist, leidet er. Daher sind alle Krankheiten ein Maß der Differenz zu der Lenkung des Schöpfers. 

Frage: In Extremsituationen wird beim Menschen Adrenalin freigesetzt- er hat Angst um sein Leben. Wie ist das bei einem Kabbalisten?

Antwort: Es hängt davon ab, auf welcher Stufe er sich befindet. Wenn er sich bereits auf einer ernsthaften Stufe den Schöpfer zu erreichen befindet, heißt seine einzige Angst Ehrfurcht –  er möchte alles in ganzem Ausmaß mit dem Schöpfer, der absolut gut ist und alle Zustände bestimmt, in Verbindung bringen.  Diese Ehrfurcht blockiert die tierische Angst, wir empfinden sie dann nicht mehr. Das bedeutet jedoch nicht, dass die tierische Angst vernichtet wird. Sie kann nicht verschwinden, nur überwunden werden.

(235297)

 

Wovor hat die Seele Angst?

Der Sohar, Abschnitt „WaJechi“, Punkt 152: Inmitten von all dem sah Rabbi Elasar, dass der Engel des Todes sich entfernte und sagte, „Kein Urteil hält sich, wo Rabbi Shimon ist“.

Rabbi Shimon sagte zu Rabbi Elasar, „Komm her und halte Rabbi Izchak, denn ich sehe, dass er sich fürchtet“.

Frage: Warum fürchtet die Seele, zu ihrer nächsten Stufe aufzusteigen? Wenn sie ihren korrigierten Zustand sieht, warum hat sie Angst, ihre jetzige Stufe zu verlassen?

Antwort: Ich bin dazu nicht bereit, darum fürchte ich mich. In der Wissenschaft der Kabbala wird viel über die Ehrfurcht vor dem Schöpfer erzählt. Die Ehrfurcht vor dem Schöpfer ist das spirituelle Gefäß (Kli, Verlangen). Und hier geschieht das Gleiche.

Ich befürchte, dass ich nicht bereit bin, in dem Zustand, in dem ich mich im Moment befinde, auf der Stufe des Gebens zusammen mit meinen Freunden und dem Lehrer – Rabbi Shimon – zu sein. Denn Rabbi Shimon enthüllt sich uns als Lehrer, als Wegbegleiter.

Nehmen wir an, der Lehrer sagt jetzt plötzlich zu mir, ich soll z.B. aus dem Flugzeug springen. Ich habe aber Angst, fühle mich dazu nicht in der Lage. Das ist ein irdisches Beispiel, in den egoistischen Eigenschaften.

In der Spiritualität geht es aber um die Eigenschaft des Gebens – da ist die Angst noch größer. Denn in meinem jetzigen Zustand stelle ich fest, dass ich diese Eigenschaft nicht besitze und keine eigenen Kräfte dazu habe.

Ich kann mich nicht wie in der materiellen Welt zusammennehmen und Mut zum nächsten Schritt fassen. In der Spiritualität gibt es so etwas nicht, es kommt immer wieder die Frage auf, ob ich diese Kräfte erhalte bzw. nach diesen verlangen kann. Das ist die Angst, die Ehrfurcht, ein sehr problematischer Zustand.

Die Ehrfurcht ist das erste Gebot. Auf deren Grundlage baue ich alles andere auf. Denn ich hänge vom Schöpfer, dem höheren Licht, dem umgebenden Licht, welches ich empfange, ab.

Von der Kraft des Gebens, die es mir bringt, hängt die Stufe, auf der ich mich befinde, ab. Und wenn es mir diese Kraft nicht schenkt, besitze ich sie auch nicht.

Wie kann ich daran teilnehmen? In welchem Maße kann ich mich an die anderen annähern? Inwieweit bin ich dazu bereits in der Lage? Dieser „Tod“ (für meinen Egoismus) muss zu mir schrittweise kommen.

Er muss von mir wahrgenommen werden und in mir zum Leben umgewandelt werden, wie geschrieben steht: „Der Todesengel verwandelt sich in den Engel des Lebens“.

Die spirituellen Handlungen (des Gebens), die der Mensch noch nicht vollbracht hat, scheinen für ihn ein großer Stein des Anstoßes zu sein.

Wenn man über die Erfüllung denkt, ist sie erwünscht (in unserem Egoismus), wenn man aber über das korrigierte Verlangen (Kli) denkt, in dem sie sich enthüllt, entstehen Abstoßung und Angst, ob man dazu in der Lage ist.

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Was passiert mit dem Menschen beim Überqueren des Machsom? 

Frage: Was passiert mit dem Menschen beim Überqueren des Machsom?

Meine Antwort: Der Mensch löst sich in den anderen auf. Dabei verlässt er nicht den physischen Körper, sondern den inneren egoistischen Kern und beginnt im spirituellen Kern zu wachsen. 

Frage: Verliert er die Angst um sich selber?

Meine Antwort: Die Angst kommt beim Abstieg, und beim Aufstieg verschwindet sie, weil der Mensch wieder mit dem Schöpfer verschmilzt. Und so geschieht es die ganze Zeit. Der Zustand des Abschaltens vom Schöpfer heißt Abstieg. Der Zustand der Verschmelzung mit dem Schöpfer heißt Aufstieg.

 

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