Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Anforderungen'

Ich und die Welt

Diese Welt ist einem Abdruck oder dem Schatten ähnlich: Sie zeigt (zeichnet, demonstriert) uns, inwiefern wir uns von jener Stufe der höheren Welt unterscheiden, der wir eigentlich entsprechen sollen (ähnlich werden sollen).Angenommen, ich bin 10 Jahre alt, und entsprechend dem Alter und der Entwicklung, die ich von der Natur und von den Eltern bekam, soll ich ein bestimmtes Wissen und Verhalten haben. Ich entspreche diesem aber nicht und sehe deshalb eine unkorrigierte Welt.

Wenn ich allen Anforderungen meines Alters entsprechen würde, dann würde ich die Welt als vollkommen sehen, denn mein Wunsch, die Eigenschaften, die Welt und meine Beziehung wären zu ihr mit zunehmendem Alter vereinbart. Dann würde ich mich in der Welt der Unendlichkeit wie ein zehnjähriges Kind empfinden. Und so auch in jedem beliebigen Alter.

Alle Welten, die Verhüllungen, d.h. die Erscheinungsformen des Übels sind durch meine Nichtübereinstimmung mit dem System hervorgerufen. Ich sollte die Stufen hinaufsteigen, aber entspreche ihnen nicht, da ich ihre Gesetze nicht kenne. Deshalb verhält sich die Welt zu mir entsprechend meiner Verdorbenheit und Nichtübereinstimmung.

Ich habe die Welt aufgrund meiner eigenen schlechter Einstellung verdorben und sehe jetzt, wie sich die darin existierenden Systeme der Strafe und der Erziehung mir gegenüber verhalten. Sie alle werden mir als fehlerhaft vorgestellt. Warum?

Weil „jeder aufgrund der eigenen Unkorrigiertheit tadelt“. Die Welt zeigt mir mich selbst, sie ist mein Schatten. Deshalb ist niemand daran schuld, und außer der inneren Korrektur gibt es nichts zu tun.

Ich prüfe mich bezüglich der richtigen Umgebung, bezüglich der Gruppe, ich prüfe, ob ich mit ihr die Vereinigung und die Bürgschaft erreiche. Wenn ich den Schöpfer zur Hilfe anrufe, dann trage ich zur Korrektur des allgemeinen Systems bei.

Aus dem Unterricht nach dem Artikel „Bürgschaft“ „, 15.10.2010

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Du denkst also, du wärst ein „guter Mensch“? – Denk nochmal darüber nach!

Eine Frage, die ich erhielt: Ich bin ein normaler Mensch wie viele anderen. Ich zahle Steuern, arbeite in einer Fabrik und beteilige mich am Dienst für die Gemeinde. Ich nehme Rücksicht auf andere. Ich tue alles, um die Natur zu schützen und diene meinem Land. Was muss ich laut Kabbala sonst noch tun?

Meine Antwort: Was Sie als ein „guter Mensch“ beschreiben, ist in Wirklichkeit ein gutes, korrigiertes Tier. Jedoch jetzt wird von Ihnen erwartet, ein Mensch zu werden. Ein Mensch (Adam) bedeutet der Höheren Kraft, dem Schöpfer „angeglichen“ zu sein. Der Schöpfer ist die Natur: Sie ist integral, allumfassend und all ihre Teile sind verbunden. Daher müssen Sie sich jetzt mit jedermann verbinden, um Ihr gleich zu werden, einschließlich der unbelebten, pflanzlichen, tierischen und menschlichen Stufen der Natur.

Sie werden das durch Ihr Leiden verstehen. Sie können jeden Tag darüber klagen, wie sie unbescholten und rechtens Steuern zahlen und wie Sie Gemeindedienst verrichten. Das wird Ihnen nicht helfen – Sie werden noch immer schmerzvolle Schläge von der Natur bekommen. Nur weil Sie alle von den Menschen eingeführten Gesetze befolgen, bedeutet das nicht, dass Sie die Naturgesetze befolgen.

Die Menschheit hat eine egoistische Gesellschaft aufgebaut, um mit jedermanns Verlangen nach Selbsterfüllung übereinzustimmen, und jeder folgt den festgesetzten Regeln, um sich in dieser Gesellschaft wohl zu fühlen. Das macht Sie jedoch nicht zu einem guten, korrigierten Menschen. Sie haben Ihr Leben einfach bequemer gemacht, als wenn Sie in einem wilden Dschungel leben würden, indem Sie verschiedene Gesetze und Regeln für Ihr Verhalten festgelegt haben, die jedem ein sorgenfreies Leben bieten. Und außerdem sind Sie darauf stolz.Wenn ein Außerirdischer von einem anderen Planeten hierher kommen und all das sehen würde, würde er sagen: „Freunde, ihr verbindet euch nicht – ihr missbraucht einander! Ihr seht nicht aus wie gute und freundliche Bürger, sondern eher wie vollständige Kriminelle. Ihr könnt nicht so weiter machen. Genug!“

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„Gott wird helfen“ ist nicht unsere Lösung


Eine Frage, die ich erhielt: Gordon Brown sagte beinahe dasselbe, was wir sagen: dass die Menschen die Liebe zu ihren Nächsten erreichen müssen. Also was ist der Unterschied?

Meine Antwort: Aber ist er in der Lage, dies auszuführen? Nein, „Gott wird helfen“ ist nicht unsere Lösung. Wir „glauben“ nicht an irgendetwas, sondern eher im Gegenteil, wir wissen, dass wir es erfüllen müssen. Alles wurde uns absichtlich gegeben: Die Himmel sind für den Schöpfer und die Erde (das Verlangen) ist dem Menschen gegeben.

Wir müssen unsere Verlangen verändern und um dies zu tun, müssen wir studieren.
Wir müssen jeden zu seinem Arbeitsplatz zurückbringen und Fernsehschirme an allen Arbeitsstätten aufstellen. Und jeder sollte ein Viertel, Drittel oder sogar die Hälfte seines Arbeitstages dafür aufbringen zu studieren, abhängig von den Anforderungen seines Jobs. Menschen haben heute zu viel Zeit. Wir brauchen nicht noch mehr von allem produzieren, da die Menschheit nicht mehr benötigt. Wir wissen einfach nicht, wie wir mit dem, was wir gegenwärtig produzieren, umgehen und es verteilen sollen. Deshalb sollte jeder bei der Arbeit sitzen und studieren. Und dieser Plan sollte für die ganze Welt in Kraft treten!

Eine Familie sollte keine Unterstützung für ihre Lebenserhaltungskosten bekommen und eine Mutter keine öffentliche Hilfe, wenn sie nicht studieren. Sie müssen studieren! Sie müssen lernen! Im Augenblick müssen wir alle Menschen wie kleine Kinder behandeln, die in den Kindergarten gehen, dann zur Schule und danach zur Hochschule, um ein Diplom für die neue Welt zu erhalten.

Das ist genau das, was Baal HaSulam sagt. Er sagt: „Leute, dies ist eine neue Welt, wo wir mit jedem verbunden sein müssen.

(Aus dem Unterricht über Baal HaSulam´s Artikel „Ein Gebot“ am 05.03.2009)

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