Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

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Sich an den Schöpfer wenden

Frage: Gibt es einen Unterschied in der inneren Arbeit, die wir am kalendarischen Neujahr verrichten, im Vergleich zu jedem anderen Tag?

Antwort: In den höheren Welten existieren Wurzeln, zu denen wir uns wenden können, um ihre Wirkungskraft auf uns zu erwecken.

Der materielle Kalender hat praktisch keinen Einfluss auf die Qualität unserer Hinwendung. Wenn man es genau betrachtet, gibt es auf der Welt Tausende von verschiedenen Kalendern – nach Tagen, Wochen, Monaten, verschiedenen Feiertagen und Kräften, die angeblich auf die Menschheit einwirken.

Wir müssen nur eines verstehen: Wenn wir gute Ergebnisse erzielen wollen, dann sollten wir uns an jedem Tag, in jedem Monat und in jedem Jahr an den Schöpfer wenden – an Seine Kraft, an Seine Barmherzigkeit.

So werden wir die Stufe spüren, an die wir uns wenden, und uns mit ihrer Kraft vorwärts bewegen.

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Aus dem Unterricht zum Thema „Rosh HaShana“.

 

Spirituelle Übung

Bemüht euch, euch mit Freude an den Schöpfer zu wenden. Denn wir leben in einer von Ihm geschaffenen Welt, und wir haben tatsächlich jemanden, an den wir uns wenden können. Dazu ist es notwendig, sich ein wenig über das eigene Ego zu erheben, das unaufhörlich fordert und verlangt. Gerade das ist es, was uns in einen Zustand von Traurigkeit und Unzufriedenheit versetzt.

Hört auf, euch beim Schöpfer zu beklagen, dass Er euch keine Erfüllung gibt. Im Gegenteil, allein die Möglichkeit, sich an Ihn wenden zu können, ist bereits ein Grund zur Freude. Und wenn wir lernen, uns über diese Verbindung zu freuen, dann beginnen wir gerade in dieser Freude vom Schöpfer zu empfangen – denn die Freude wird zum Kli (Gefäß), das Er füllen kann. Das ist nicht bloße Psychologie, sondern eine tiefe spirituelle Praxis, die ständiger Arbeit bedarf.

Der Schöpfer gibt uns diese Übung, damit wir unsere innere Ausrichtung von uns selbst weg – hin zu Ihm – verändern. Anstatt in uns selbst zu versinken und traurig darüber zu sein, dass unser Ego nicht erfüllt wird, sollten wir uns in Freude an den Schöpfer wenden. Genau das wird dann zu unserem spirituellen Kli.

Es braucht oft viele Jahre, bis der Mensch dieses Prinzip wirklich versteht. Doch sobald er es hört und beginnt, es umzusetzen, wird er sich sofort weiterentwickeln. Versucht, euch den ganzen Tag über mit Freude an den Schöpfer zu wenden.

Jeder erlebt Zustände der Traurigkeit und Zweifel, die sich über mehrere Jahre hinziehen können. Doch in dem Moment, in dem der Mensch erkennt, dass er sich an den Schöpfer wendet, und dass er allein schon deshalb in Freude sein soll, weil er vor der höchsten Kraft steht, beginnt eine neue Etappe in seinem Leben. Er tritt in Kontakt mit dem Schöpfer.

Der Mensch spürt diesen Kontakt vielleicht noch nicht, so wie ein Embryo im Mutterleib sich selbst nicht wahrnimmt. Dennoch befindet man sich bereits im Zustand eines spirituellen Embryos. Und wenn er sich in Freude halten kann, ungeachtet dessen, was mit ihm geschieht, bedeutet das, dass er sich über sein Ego erhebt und die Grenze der Einschränkung überschreitet.

Sich mit dem Wunsch an den Schöpfer zu wenden, Ihn zu erfreuen – und nicht darüber nachzudenken, was in einem selbst geschieht, sondern an den Schöpfer zu denken, der außerhalb von einem ist – das ist die entscheidende innere Umkehr, die wir vollziehen müssen. Das ist der Eintritt, die Schwelle zur spirituellen Welt.

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Aus einem Gespräch während einer Mahlzeit



Verbindung zum Schöpfer herstellen

Frage: Was bedeutet es, sich der Gruppe anzuschließen? Wie kann ein Mensch überprüfen, ob er dabei erfolgreich ist?

Antwort: Erstens hängt es von seinem Kontakt zu der Gruppe ab, wie er alle miteinander verbindet und in dieser Verbindung den Schöpfer offenbart.

Zweitens, ob er sich, auf sich selbst bezogen, mit all seinen Problemen an den Schöpfer wendet, oder ob er sich an die Gruppe und über die Gruppe an den Schöpfer richtet. Das sind zwei verschiedene Dinge.

Wir sprechen erst persönlich den Schöpfer an, da es viel einfacher ist. Solche Übungen sollten ständig gemacht werden.

Diese Gepflogenheiten werden mehr oder weniger zur Gewohnheit. Man erinnert sich ständig daran, sich automatisch mit dem Schöpfer zu verbinden und jede Sekunde in einer Start-Stopp-Bewegung zu sein: „ja – nein, nein – ja“. Wenn man immer in solch einem Impulsmodus arbeitet, verbindet man sich schließlich über die Gruppe mit dem Schöpfer. 

Man verbindet sich mit der Gruppe und schreitet mit ihr gezielt voran. Man hilft den Freunden, indem man sie aus dem „Fluss“ (in Bezug auf das Licht von Chassadim) oder aus dem „Gefängnis“ (in Bezug auf das Licht von Chochma) befreit.

Aus dem russischsprachigen Unterricht, 11.02.2019

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