Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'altruistische Eigenschaft'

Kreisläufe des Lebens sind Kreisläufe der Seele

Der Mensch durchläuft Kreisläufe des Lebens, bis er die Kabbala erlernt hat. Hat man das nicht, wird sich die Seele nicht entwickeln. (Baal HaSulam, „Finde in dir den Schöpfer“)

Der Mensch ist in unserer Welt ständig in Bewegung. Sein spirituelles Gen kleidet sich immer wieder in andere Körper.

Stellen wir uns vor, ein Mensch lebt dieses Leben, sein Körper stirbt, ohne sein spirituelles Gen verwirklicht zu haben. Es kehrt in einen neuen materiellen Körper zurück, begleitet ihn einige Jahrzehnte und stirbt erneut.

Das wiederholt sich, bis er im Laufe eines Lebenszyklus den Entwicklungszustand der Seele erreicht.

Die Seele entwickelt sich und wächst mit dem Erwerb neuer altruistischer Qualitäten, die sich aus der Kenntnis der spirituellen Natur ergeben. Nicht dieses Wissen führt zum Wachstum der Seele, sondern ihre innere Natur.

Das Wissen gibt im Allgemeinen der Seele nichts. Es gibt dem Menschen lediglich die Möglichkeit, mit der Seele richtig umzugehen, ihr durch sein richtiges Handeln zu helfen – und insofern wird sich die Seele entwickeln.

Dann werden seine Handlungen gut und richtig sein, und seine Seele wird sich so weit entwickeln, dass er nicht mehr in einem materiellen Körper in unsere Welt zurückkehren muss.

Aus dem Unterricht, 16.06.2019

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Der Traum vom Glauben über dem Verstand

Eine Frage, die ich erhielt: Was soll ich tun, wenn ich mir jedes Mal, wenn ich „Glaube über dem Verstand“ höre, sofort automatisch einen egoistischen Nutzen vorstelle?

Meine Antwort: Es ist alles richtig. Wir sind nicht in der Lage, anders zu denken. Jede altruistische Eigenschaft, die irgendwann einmal in uns entsteht, entsteht „von oben“, d.h. unter der Einwirkung des Höheren Lichtes, das zur Quelle, zur Ähnlichkeit mit dem Schöpfer, zurückführt.

Und wenn wir noch nicht das Verlangen, ohne Eigennutz zu geben, verspüren, dann müssen wir alles tun, was die Einwirkung des Höheren Lichtes auf uns hervorruft, damit das Licht kommt und uns diese Eigenschaften verleiht.

Wenn ich erkenne, dass ich nicht in der Lage bin, das uneigennützige Geben zu wollen, ist es bereits ein gutes Verständnis unserer Natur, über welches ein gewöhnlicher Mensch nicht verfügt. Es ist ebenfalls durch die Einwirkung des Lichtes auf uns hervorgerufen und bedeutet die Annäherung an die Spiritualität.

Das Höhere Licht zeichnet in meinem Egoismus seine Eigenschaften, deshalb kann ich verstehen, was das Geben „außerhalb von mir“ bedeutet, und das uneigennützige Geben ohne Gegenleistung wollen. Wenn der Mensch über ein solches Verständnis verfügt, dann befindet er sich bereits auf dem Weg zum Eingang (Machsom) in die spirituelle Welt.

Aus dem Unterricht nach einem Artikel von Rabash vom 26.07.2010

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