Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Ähnlichkeit'

Vor dem ersten Aufstieg

Von Kabbalisten, die die Grundlagen der Schöpfung erkannt haben, wissen wir dass der Schöpfer das Verlangen zu genießen geschaffen hat.

Dieses Verlangen muss sich dem Schöpfer angleichen, zum Gefäß, das mit dem Licht erfüllt ist, werden, in einer Übereinstimmung mit dem Gesetz der Ähnlichkeit der Eigenschaften.

So ist die einzige wahre Form, die der Schöpfer ursprünglich festgelegt und geschaffen hat. Alle andere Formen existieren nur in der Wahrnehmung der Empfänger.

Die einheitliche Schöpfung, das einheitliche Verlangen Genüsse zu empfangen, verbleibt in der Ähnlichkeit mit dem höheren Licht, ist vom Licht, von Vereinigung und Verschmelzung erfüllt.

Aber es scheint ihm, dass es abgetrennt, vom Schöpfer entfernt ist, sich in den Eigenschaften unterscheidet, in viele einzelne Teile geteilt ist usw.

Jetzt können wir von unserer Seite entscheiden, welche Handlungen dafür notwendig sind, um zu dem einzigen existierenden Zustand zurückzukehren, dort wo „Er und Seinen Namen eins sind“, wo das Licht und das Gefäß, der Schöpfer und die Schöpfung miteinander verschmolzen sind.

Die Wissenschaft der Kabbala schenkt unserem aktuellen Zustand eine besondere Aufmerksamkeit: dem Aufstieg auf die erste, niedrigste von den spirituellen Stufen. Denn wir wissen jetzt nicht, was auf dieser Treppe passiert.

Dort „lehrt die Seele des Menschen ihn,“ dort können wir immer Hilfe in Büchern aufsuchen, Beispiele erhalten, Erfahrungen sammeln, aus vorigen Zuständen lernen.

Das ganze Problem ist hier, vor der ersten Stufe. Hier brauchen wir eine große Vorbereitung, hier sind die Zustände unklar, und die Welt ist der spirituellen Realität entgegengesetzt.

Deshalb müssen wir hier besondere Mittel, die uns die Wissenschaft der Kabbala zur Verfügung stellt benutzen.

Aus einem Unterricht über den Artikel von Rabasch, 27.10.2010

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Viren, welche der Gesundheit schaden

Vor vielen Jahrhunderten verließ eine kleine Gruppe der Menschen das altertümliche Babylon, und wurde aufgrund ihrer Bestrebung „direkt zum Schöpfer“ Isra-El genannt.

Dann, vor ca. 2000 Jahren, zerbrach diese Gruppe und vermischte sich mit allen anderen Völkern, welche ursprünglich auch Babylonier waren.

Heute, infolge der gegenseitigen Vermischung der Völker, die 2000 Jahre lang dauerte, wurden die spirituellen Daten so vermischt, dass aus dem modernen Babylon die neue Gruppe Isra-El entstand (Israel, Jaschar-Kel, Menschen, die zum Schöpfer streben).

Diese Gruppe muß die Bedingung der gegenseitigen Bürgschaft (Arwut) verwirklichen. Und wenn es innerhalb dieser Gruppe einige Teile gibt, welche die Bürgschaft vernachlässigen, dann fügen sie der Verbindung zwischen allen Freunden großen Schaden hinzu.

Aufgrund solcher unverantwortlichen Gruppenmitglieder kann die Gruppe, die Israel genannt wird (weil sie den Schöpfer, die Ähnlichkeit mit Ihm, Seine Enthüllung anstrebt), das erwünschte Ziel nicht erreichen.

Innerhalb dieser Gruppe sind wir verpflichtet, dafür zu sorgen, dass in uns solche „Viren“ nicht vorhanden sind.

Aus dem Unterricht nach dem Artikel „Die Liebe zum Schöpfer und zu den Geschöpfen“, 12.10.2010

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Realität oder Chaos der Wünsche?

Der Sohar. Kapitel „Wajechi“, 808) Als Jakob versammelt war, leuchtete der Mond, und die Sehnsucht der höheren Sonne, SA erwachte zu ihm.
Wenn die Sonne aufgeht, Jakob, geht auch die andere Sonne, Seir Anpin hinauf, und Seir Anpin wird mit Nukwa verschmelzen. Und der Mond, Nukwa, leuchtet von Seir Anpin
.

Das alles betrifft nur den Menschen, der das Spirituelle begreift. Und im Menschen geschehen allerlei Veränderungen, da sein Wunsch zu genießen ständig erneuert wird.

Dieser Wunsch zeigt dem Menschen verschiedene Formen im allgemeinen, unveränderlichen, spirituellen Zustand. Alles was sich außerhalb des Menschen befindet ist konstant, und in mir ändert sich alles.

Baal HaSulam erklärt im Artikel „Das Vorwort zum Buch Sohar“, dass wir die Welt mit der Hilfe der Ähnlichkeiten, mittels „der Fotokamera“ wahrnehmen, die uns das Bild der Realität am „Bildschirm“ im hinteren Teil des Gehirns projiziert. Und deshalb scheint es mir so zu sein, dass alles was in meinem Inneren geschieht auch draußen existiert.

Es erweist sich aber, dass ich die umgebende Wirklichkeit in Form der Projektion des inneren Chaos meiner Wünsche, Gedanken und Beziehungen sehe.

In Wirklichkeit ist es nicht das Chaos, sondern ich weiß nur nicht, in welcher Reihenfolge meine inneren Reschimot erwachen.

Aber wenn sie in einer bestimmten Reihenfolge erwachen, sehe ich im konstanten, höheren Licht, die Veränderungen.

Aufgrund dieser verborgenen Reschimot bekommt das Licht die verschiedenen Erscheinungsformen, malt uns die verschiedenen Farben aus, gibt uns allerlei Bilder wieder.

Und ich glaube, dass das alles außen geschieht, obwohl diese Reschimot in meinem Inneren erwachen. Somit beschreibt der Sohar die Prozesse, die innerhalb von uns geschehen.

Aus dem Unterricht nach dem Buch Sohar, 17.10.2010

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Wo verbirgt sich das wahre Übel

Eine Frage, die ich erhielt: Was versteht man unter der Verschmelzung mit dem Schöpfer?

Meine Antwort: Verschmelzung bedeutet eine große Korrektur, Verbindung durch die Ähnlichkeit der Eigenschaften, der „Form“.

Das Material des Verlangens zu genießen selbst müssen wir nicht korrigieren. Doch dieses Material hat eine egoistische Form (Absicht), die als dem Schöpfer entgegengesetztes „Übel“ bezeichnet wird.

Das Verlangen zu genießen selbst gilt nicht als schlecht oder dem Schöpfer entgegengesetzt – wie die ganze unbelebte, pflanzliche und tierische Natur.

Und solange der Mensch noch nicht erkannt hat, dass er dem Schöpfer entgegengesetzt ist, heißt es ebenfalls nicht, dass in ihm der „böse Trieb“ existiert.

Als erstes muss enthüllt werden, dass deine Absicht, die „Form“ des Verlangens, dem Schöpfer entgegengesetzt ist. Anderenfalls gibt es kein Übel im Menschen – er handelt einfach entsprechend seiner Natur.

Als Übel gilt in der Kabbala die dem Schöpfer, dem Guten, dem Licht entgegengesetzte Eigenschaft. Das Übel kann nur erkannt werden, wenn einem die Eigenschaft der Güte, der Verbindung, der Liebe enthüllt wird – dann sieht sich der Mensch als dieser entgegengesetzt.

Er wird zu einem „Menschen“, wenn auch erst zu einem schlechten. Und das kommt erst mit dem Studium der Wissenschaft der Kabbala.  Bis dahin gibt es in dem Menschen – in jedem Egoisten der Welt – nichts, was er korrigieren müsste. Das ist nicht die Form, die einer Korrektur bedarf.

Korrigiert werden muss nur der Bruch zwischen mir und dem Schöpfer. Genau jene, dem Schöpfer entgegengesetzte Form muss ich in eine gute, Ihm ähnliche verwandeln.

Und wenn wir, wie es heißt, im gegenseitigen Geben Ihm ähnlich werden, erreichen wir die Verbindung, die als „Verschmelzung“ (Dwekut) bezeichnet wird.

Diese innere Arbeit (die Enthüllung des Bösen/des Zerbrechens und dessen Korrektur) geschieht nur mit Hilfe des Lichts, welches während des Kabbala-Studiums in der Gruppe angezogen wird.

Der Mensch spürt in einem seiner Lebenszyklen plötzlich einen „Stich im Herzen“, einen „Funken“, der ihn zu einem neuen, nicht materiellen Leben hinzieht.

Er will sich über das alltägliche, irdische Dasein erheben und kommt zum Studium, in die Gruppe, und im Laufe der Zeit fängt er an, zu spüren, wie sehr er dem Geben nicht entspricht.

Von diesem Moment an begreift er, dass seine Natur dem Schöpfer entgegengesetzt ist. Dann kann auch gesagt werden, dass in ihm die „Erkenntnis seines Übels“ entstanden ist.

Die Menschen glauben aber für gewöhnlich, dass das „Böse“ bedeutet, sich einfach schlecht in der Gesellschaft zu benehmen und nicht gegen die Verbindung von allen mit dem Schöpfer zu sein.

Das irdische Böse – einer Oma nicht über die Straße zu helfen oder kein Almosen zu geben – wird von der Kabbala nicht korrigiert, …weil es überhaupt nicht korrigiert werden kann, es wird nur wachsen, bis wir das spirituelle Übel ausgerottet haben.

Aus dem Unterricht nach dem Artikel „Die Liebe zum Schöpfer und die Liebe zu den Geschöpfen“ vom 07.10.2010

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Die Unabhängigkeit und die Ähnlichkeit

Eine Frage, die ich erhielt: Was ist „die Trennung der Nukwa“ von Seir Anpin? Warum hat S“A zwei Nukwas?

Meine Antwort: Die Trennung fängt damit an, dass in der Nukwa die zusätzlichen Wünsche geöffnet werden, wodurch sie versteht, was ihr fehlt, um die Stufe des Schöpfers zu erreichen.

Ich befand mich also innerhalb der Bina zusammen mit S“A und Er erfüllte mich vollkommen. Aber plötzlich entschied ich mich, genauso unabhängig, wie Er zu werden, sich an die Bina anzuheften.

Dann enthüllte ich, dass ich es alleine nicht schaffen kann. Es heißt die Offenbarung der Beschränkung (DIN). Wenn ich also jetzt diese Beschränkungen übernehme und sie korrigiere, dann werde ich dadurch der Bina angeglichen.

Folglich müssen wir dasselbe machen: Мalchut steigt in Bina hinauf, und Bina fällt in Malchut herab, und sie arbeiten zusammen an der Korrektur.

Маlchut kann zur Bina alle ihre Bitten erheben, und Bina gibt Malchut ihre Kräfte über, damit Malchut alle notwendigen Eigenschaften des Gebens bekommt.

Jetzt wird uns klar, warum es in S“A zwei Nukwas gibt – denn Bina teilt sich auch in 2 Teile auf. Alles stammt aus Bina und sie bestimmt alles, was mit Malchut geschehen wird.

Bina ist die Kraft des Gebens, die oben geöffnet wird. Der Schöpfer hat das Verlangen, alles zu geben – es heißt „das Licht Chochma“. Aber Er will auch, dass die Schöpfung vollkommen wird, dass sie dieses Licht bekommt und als die unabhängige Persönlichkeit, bzw. als der Gast gegenüber dem Gastgeber auftritt, und nicht wie das von der Natur verwaltete Tier.
So ist der Wunsch von Bina, und deshalb gibt es darin zwei Teile: der obere und der untere, GAR und SAT. GAR ist Bina selbst, und SAТ – ist ihr Wunsch, anderen zu geben.

Und genau aus solchen Teilen soll auch Malchut bestehen. Es soll darin ihren eigenen korrigierten Teil geben, der keinen Mangel aufweist und vom Gastgeber ganz unabhängig ist, der keinen Genuss wünscht, weil er vollständig und vollkommen ist.

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Aus der Illusion hinauszugehen

Eine Frage, die ich erhielt: Woher weiß ich, dass ich den Sohar mit der richtigen Absicht lese?

Meine Antwort: Man muss an die Bedingungen für die Offenbarung des Schöpfers denken. Die grundlegende Bedingung ist eine Ähnlichkeit der Eigenschaften.

Ferner bedeutet die Ähnlichkeit der Eigenschaften, dass innerhalb meines Wunsches „zu genießen“ das Verlangen zum Geben offenbart wird, die Absicht des Gebens, die Bestrebung zu geben.

Ich warte ab, bis mein inneres Programm – vom Erhalten auf das Geben umgeschaltet wird, wonach ich die verschiedenen Formen des Gebens wahrnehmen kann. Und ich will gerade das.

Ich befinde mich jetzt im Ozean der geistigen Informationen, nehme aber nichts wahr. Denn mir fehlt das Programm für ihre Wahrnehmung. Aber wenn ich danach strebe, wenn ich mir wünsche, das Programm zu finden, dann komme ich dem Verständnis näher.
Alles, worüber ich im Buch Sohar lese, sind die Handlungen des Gebens, die in der Realität geschehen. Somit ist das die einzige Realität, die tatsächlich existiert.

Und unsere materielle Wirklichkeit existiert nur in unserem Unterbewusstsein, sie ist die Illusion, in der wir uns jetzt aufhalten.

Die wahrhafte Realität befindet sich über diesem unterbewussten Niveau, oberhalb dieser erdachten Wirklichkeit, sie existiert im Geben. Und das Erhalten in den Wunsch existiert gar nicht – nur in unserem „Traum“.

Deshalb wünsche ich so sehr, in meinen Empfindungen zur wahrhaften Realität hinaufzusteigen.

Aus dem Unterricht nach dem Buch Sohar, 03.10.2010

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Das Wichtigste ist, keinen Widerstand zu leisten

Am Anfang erschuf das Licht das Verlangen, entwickelte es und entfernte es von sich, um ihm die Selbständigkeit zu geben und die Möglichkeit zu bieten, sich selbst zu kontrollieren – dem Licht ähnlich zu werden. In diesem Prozess war das Licht primär, die Ursache, und das Verlangen sekundär, die Folge.

Eine jegliche Handlung geschieht unter Einwirkung des Lichts auf das Verlangen. Das Verlangen selbst ist zu keiner Handlung fähig, und nur das Vorhandensein von Eigenschaften des Lichts in ihm gibt ihm die Möglichkeit, das Licht wenigstens um die eine oder andere Einwirkung zu bitten.

Nachdem das Verlangen auf die selbständige Korrektur zum Ähnlichwerden mit dem Licht vorbereitet wurde, ist das Licht in den Handlungen nicht mehr primär, sondern nur erzwingend. Es erweckt das Verlangen zur Handlung, indem es Umstände erschafft, die für die Korrektur, für die Erreichung der Ähnlichkeit, geeignet sind.

Die Erschaffung aller Bedingungen für die Erreichung der Ähnlichkeit des Verlangens mit dem Licht wird als Herabsteigen von Licht und Verlangen von oben nach unten, und die schrittweise Angleichung des Verlangens an das Licht als Hinaufsteigen von unten nach oben bezeichnet.

Während des Herabsteigens von oben nach unten hat das Licht alle Stufen des Hinaufsteigens von unten nach oben bestimmt, wobei es dem Verlangen die Freiheit des Willens (der Wahl, der Handlung) bei der Bildung des Bestrebens nach der Ähnlichkeit (Annäherung) mit dem Licht – bei der Anrufung des Lichts – gelassen hat.

In dem Licht, in den Stufen, ist ein Programm enthalten, welches das Verlangen über die Formen leitet, die es in seiner schrittweisen Korrektur annehmen soll.

Wir müssen lediglich auf jeder Stufe eine Übereinstimmung mit der Form der Stufe erreichen und das Licht bitten, uns zu korrigieren, uns ihm ähnlich zu machen.

Um das Licht, dessen Handlungen an uns, das Programm unserer Korrektur zu verstehen, dessen Ausführung an uns zu wollen, versammeln wir uns zu einer Gruppe, studieren, begeistern einander für die Wichtigkeit der Ähnlichkeit mit dem Licht und dafür, dem Licht keinen Widerstand zu leisten.

Als erstes muss ich mich selbst annullieren, eine „Einschränkung“ machen, als ob ich nicht existieren würde – soll das Licht doch kommen und handeln. Diese passive Teilnahme ermöglicht mir, „den Weg für das Licht zu öffnen“ .

Anschließend muss ich aktiv die Einwirkung des Lichts wollen, dadurch verstärke ich den Druck , indem ich diesem „unser“ Einverständnis, das ich von der Gruppe bekommen habe, anschließe.

Indem ich mich mit der Einwirkung des Lichts „wennschon, dennschon“ einverstanden erkläre, erlange ich die Eigenschaft des Gebens – die Ähnlichkeit mit dem Schöpfer. Ich bringe mein kleines Verlangen (Einverständnis) ein, doch durch den gewaltigen Lichtstrom bekomme ich am Ausgang die große Eigenschaft des Gebens (die Absicht zu geben) – mein neues Ich.

Das Licht geht quasi in meinen ursprünglichen „Punkt im Herzen“ (Nezoz, Funken) hinein und „bläst“ ihn auf. Indem ich mich mit dessen Handlungen einverstanden erkläre, „wachse“ ich immer mehr an, bis ich die 125. Stufe, den Schöpfer, erreiche, indem ich die gleiche Stärke erlange.

Genau das symbolisiert das Sukkot-Fest. Denn die Feste in unserer Welt sind Symbole dessen, was mit uns in der Spiritualität geschieht.

Aus dem Unterricht nach einem Shamati-Artikel vom 24.09.2010

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Die Wahl als Mensch geboren zu werden

Liebe deinen Nächsten wie dich selbst„ – dieser Satz bestimmt das ganze Prinzip der Verbindung zwischen dem Willen und dem Licht, die Korrektur der gemeinsamen Seele.
Damit die Schöpfung dem Schöpfer gleich werden kann, muss Er die Schöpfung erstmal zerbrechen und zum Zustand des Hasses bringen, zu einem dem Schöpfer entgegengesetzten Zustand. Diesen entgegengesetzen Zustand kann man nur erreichen, wenn die Schöpfung Ihm gleich erschaffen wird, um dann diesen Zustand umzukehren, damit aus einer vollkommenen Form eine unvollkommene entsteht.
Dadurch bekommt die Schöpfung die Möglichkeit selbstständig aus ihrem unvollkommenen Zustand, die Gleichheit mit dem Schöpfer zu erreichen, indem sie (die Schöpfung) Seine und ihre eigenen Eigenschaften, die Frage was es heisst vollkommen zu sein und wie man diese Vollkommenheit erreicht, klären kann.
Die Schöpfung ist auf der Suche nach der Lösung – so erreicht sie den Zustand des Schöpfers. Während des Prozesses erlangt sie die Freiheit der Wahl, indem sie die Ähnlichkeit als den einzig vollkommenen Zustand wählt.
Es ist unmöglich zu verstehen wie man von seiner Natur befreit werden kann, aber unter dem Einfluss des Lichtes, das unserer Natur entgegengesetzt ist, entsteht in unserem Willen eine neutrale Region, die es sogar im Schöpfer selbst nicht gibt!
Und genau das, was sich darin entwickeln wird, wird sich Schöpfung nennen. Wir selber bauen die Schöpfung, den Menschen – „Adam“, was dem Schöpfer „gleich“ bedeutet.

Wozu brauche ich die Gruppe?

Eine Frage, die ich erhielt: Wozu brauche ich die Gruppe, die Vereinigung?

Meine Antwort: Den Schöpfer kann man nicht spüren. Wir spüren Ihn nur in dem von Ihm geschaffenen Verlangen, das, seiner Eigenschaft entgegen, Ihm ähnlich wird. Denn wir nennen den Schöpfer nicht Ihn selbst (Azmuto), sondern unser Gefühl von Ihm, unsere Ähnlichkeit mit Ihm.

Eine Frage, die ich erhielt: Woher weiss ich, dass mein Gefühl von Ihm und Er wirklich dasselbe ist?

Meine Antwort: Wir können nur 1. Materie und 2. vor der Materie empfinden; aber nicht 3. die Form ausserhalb der Materie und nicht 4. Das Wesen.[s. Einführung zum Buch Sohar]. Deshalb können wir nur über dem Erkannten [wörtl. Gekleideten] und dem von uns Gespürten sprechen, nach dem Prinzip: „Aus deinen Handlungen (mir gegenüber) erkenne ich Dich“.

Aus einem Unterricht nach „Die Lehre der Zehn Sfirot“, 20.09.2010

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Absicht ist der Faden zur Zukunft

Eine Frage, die ich erhielt: Was ist Absicht? Ein Gedanke oder eine Empfindung?

Meine Antwort: Absicht ist meine Verbindung zum Ende der Handlung. Ich muss einen Verbindungsfaden zwischen mir und dem Ende der Handlung spannen: ich habe jetzt vor, einen Ort zu enthüllen, in dem ich durch die Erlangung der Ähnlichkeit der Eigenschaften den Schöpfer enthülle.

Das heißt, ich habe jetzt vor, in dem Maße, in dem ich dazu fähig bin, die Kraft des Gebens in mir zu enthüllen, und in dieser von mir erlangten Kraft des Gebens werde ich den Schöpfer enthüllen.

Dann wird die Kraft des Gebens von mir ausgehen, auch der Schöpfer wird sich als die Kraft des Gebens offenbaren, und zwischen uns wird eine Verbindung entstehen, die sich „Vereinigung“ (Siwug), Verschmelzung nennt.

Ich stelle mir diesen erwünschten Zustand vor, und das wird als meine Absicht bezeichnet: was genau ich zu erreichen beabsichtige, welchen zukünftigen Zustand ich mir ausmale, d.h. wünsche, dass er eintritt.
Aus dem Sohar-Unterricht