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“Lass mich gehen, denn der Tag bricht an”

Sohar, Kapitel VaYishalach Punkt 90:

„Lass mich gehen, denn der Tag bricht an“

Wenn der Schöpfer die Söhne Israels belebt und sie vom Exil erlöst, öffnet sich für sie eine schmale, kleine Tür zum Licht hin. Und danach öffnet sich ein anderes Tor für sie, breiter und größer als das Erste. Dies setzt sich solange fort, bis der Schöpfer die höheren Tore aufreißt, welche allen vier Winkeln der Erde gegenüber liegen.

Daher wird die Befreiung nicht auf einmal zu allen kommen, sondern wie eine Morgendämmerung, die nach und nach erblüht, bis der Tag anbricht.

Uns ist diese Erlösung garantiert – der Erwerb der Eigenschaft der Liebe und des Gebens, welche im Schöpfer existieren, was uns zur Anheftung an Ihn führen wird.

Und dies ist, was der Schöpfer an den Söhnen Israels tut… Israel steht für jeden, der sich dem Schöpfer annähern möchte, weil „IsraEl“ für „direkt zum Schöpfer“ steht, unabhängig von seiner physischen Abstammung. Schließlich spricht der Sohar zu allen „Babyloniern“ – zu uns allen… und den Gerechten unter ihnen. Dies bezieht sich auf jene, welche die Höhere Stufe enthüllen wollen, um den Schöpfer zu rechtfertigen, anstatt Ihn anzuklagen.

Er erlöst sie stufenweise, aber nicht auf einmal. Es ist wie bei einem Mann, der sein ganzes Leben in Dunkelheit verbracht hat. Wenn man ihm Licht bringen will, muss man zuerst einen kleinen dünnen Strahl, wie durch ein Schlüsselloch enthüllen, und dann ein bisschen mehr, bis er schrittweise zur vollkommenen Erleuchtung des ganzen Lichtes kommt.

Hier wird über das Licht der Liebe und das Geben an andere gesprochen, was sich nur enthüllen kann, wenn wir gemeinsam diesem Verlangen zustimmen, es fordern und erbitten. Daher wird es uns stufenweise enthüllt, in dem Maße, in welchem wir unsere Natur verstehen und wie gegensätzlich diese zur gebenden Natur des Schöpfers ist.

So enthüllen wir unsere Seele, vom dünnsten Lichtstrahl bis zur Enthüllung des vollständigen spirituellen Parzuf, dem gesamten HaWaYah und den drei Linien, welche man als die „12 Stämme Israels“ bezeichnet – die 12 Eigenschaften der Seele.

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Religion ist eine menschliche Erfindung, die Trennung verursacht

Zwei Fragen, die ich bezüglich gemischter jüdischer Ehen und jüdische Abstammung erhielt:

Frage: Wenn irgendwelche Schwierigkeiten in gemischten (jüdisch und nicht-jüdischen) Familien auftreten, dann sagen religiöse Repräsentanten, dass diese Ehen von Gott verboten wären. Warum hat der Allmächtige dann so viele gemischte Familien geschaffen?

Meine Antwort: Ich sehe keine Probleme in gemischten Familien. Heutzutage sind die meisten Ehen in Russland und Amerika gemischt. Wenn ein Ehepartner nicht religiös wird, dann gibt es keine Konflikte. Kabbala steht über den Religionen und spricht über die Vereinigung aller mit dem Schöpfer. Religionen wurden von Menschen erfunden und trennten diese demzufolge.

Frage: Kürzlich fand ich heraus, dass ich von der Seite meines Vaters jüdisch bin, dessen Vorfahren im Mittelalter in Portugal lebten und durch die Inquisition gezwungen wurden, entweder zum Christentum zu konvertieren oder das Land zu verlassen. Sie wurden „Marans“ genannt. Wie soll ich mich dazu beziehen?

Meine Antwort: Verändern Sie nichts; leben Sie ihr Leben wie davor. Es gibt Millionen von Leuten wie Sie in der Welt. Alle werden Anbindung und Angleichung der Form mit dem Schöpfer und untereinander erreichen.

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Jeder ist jüdisch


In den Nachrichten (aus The Guardian): „Gene offenbaren die erzwungenen Bekehrungen Spaniens“. Forschungen haben ergeben, dass heute 20 Prozent der Männer in Spanien und Portugal eine noch unverwechselbare sephardisch-jüdische Abstammung haben. Die Forscher verglichen Y-Chromosomen mit mehr als tausend Männern, die derzeit in Spanien und Portugal leben. Die Verwendung des Y-Chromosoms, das das männliche Geschlecht verleiht, war entscheidend, da es unverändert bleibt, während es vom Vater an den Sohn weitergegeben wird. Auf diesem Weg waren die Forscher in der Lage zu bestimmen, ob das Y-Chromosom eines Mannes von einem jüdischen oder maurischen Vorgänger abstammt oder einen anderen Ursprung hat.

In den Nachrichten (aus Israel National News): „Anschuldigung: Ahmadinejad ereifert sich, um seine jüdischen Wurzeln zu verbergen“. Etliche iranische Medienquellen zitieren Mahdi Khazali – der Sohn eines führenden Befürworters des iranischen Präsidenten Ahmadinejad – weil er in einem Blog geschrieben hatte, dass der Präsident jüdische Wurzeln hat. Khazali, der Sohn, sagt, dass der Präsident seine jüdischen Wurzeln verbirgt, indem er Israel und die Juden angreift und starke muslimische Überzeugungen äußert. Die Anschuldigungen erschienen in einem Artikel, den Khazali geschrieben hatte, mit dem Titel „Die Juden im Iran“. Er sagt, die Zeit sei gekommen, „die Wahrheit“ über die jüdische Rolle im Iran „zu enthüllen“.

Mein Kommentar: Jeder ist jüdisch; nur ist es so, dass es sich noch nicht jeder eingestanden hat.

Eine Frage, die ich erhielt: Ich finde das, was Sie über die Kabbala sagen, wirklich sehr interessant, aber ich habe ein Problem damit. Das Buch Sohar hat eine große Verbindung zur Tora. Und obwohl ich die Tora nicht gelesen habe, weiß ich, dass sie eine Anweisung gibt, Menschen, die nicht jüdisch sind und versuchen, die Tora zu lernen, zu vernichten. Oder mit anderen Worten, sie erklärt, die besten der Heiden zu vernichten. Das hält mich davon ab, der Kabbala völlig zu vertrauen. Können Sie mir sagen, ob das wahr ist, was ich über das Tora Studium durch Nicht-Juden gehört habe?

Meine Antwort: Es ist ein Wunder, wie sicher Sie über das sind, was in der Tora geschrieben steht, obwohl Sie sie nie gelesen haben! Aber Sie haben recht – sie sagt, dass ein Heide getäuscht und vernichtet werden soll. Was bedeutet das? Ein Heide (oder Nicht-Jude) ist der Egoismus jedes Menschen, den er korrigieren muss, um das Ziel unserer Schöpfung zu erreichen – Gleichheit mit dem Schöpfer. Ein Heide kann die Tora nicht studieren, da sie von dem Empfangen des Lichtes spricht und das Licht kann nicht in den Egoismus empfangen werden. Das ist die Bedeutung dieser Verse.

Vorerst können Sie nicht als Heide oder Jude angesehen werden, weil die Tora (Kabbala) einen Menschen als Tier betrachtet, bis er sich seines Egoismus bewusst wird. Dann, wenn ein Mensch dieses Bewusstsein erlangt, wird er als Heide angesehen. Und später, wenn er seinen Egoismus korrigiert, wird er als Israel angesehen, was „auf den Schöpfer ausgerichtet“ bedeutet. Aber nichts davon hat irgendetwas mit Ihrer physischen Herkunft zu tun!

Sie haben also einen langen Weg zu gehen, bevor Sie als „Heide“ angesehen werden können. Außerdem bedeutet „Heide“ (Goi) im Hebräischen „ein Volk“. Wenn die Tora „Goi“ sagt, spricht sie von den egoistischen Eigenschaften eines Menschen. Und wenn sie „Goi Kadosh“ (Heiliges Volk) sagt, spricht sie von der Eigenschaft der Liebe für deinen Nächsten.

 

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