Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Abdruck'

Was bedeutet die gegenseitige Durchdringung?

Im Grunde genommen, ist die gegenseitige Durchdringung (hebr. Itkalelut) die wichtigste Handlung, und es gibt nichts, was sich damit in der Bedeutsamkeit vergleichen könnte. Das geht aus dem Schöpfungsgedanken hervor.

Der Schöpfer, das Höhere Licht, erschafft das Verlangen zu genießen, welches nur darauf gerichtet ist, sich selbst mit dem, was das Licht in sich trägt, zu erfüllen. Es ist förmlich ein Sklave des Lichts, nimmt es als Genuss, als Leben wahr.

In einer solchen Form darf dieses Verlangen noch nicht einmal als Schöpfung bezeichnet werden, denn es verfügt über keine Selbständigkeit, es ist völlig vom Licht abhängig. Darum existiert es als Schöpfung noch nicht, wie auch ein Schatten, der getrennt von einem Menschen bzw. einem Gegenstand, der ihn wirft, nicht existieren kann.

Der Schöpfer wünscht aber, dass diese Schöpfung selbständig wird, wie Er selbst. Dafür muss die Schöpfung einen sehr langen Weg zurücklegen, einen viel längeren, als der, den ein Samentropfen durchlaufen muss, um sich zu einem lebenden Organismus zu entwickeln.

Denn die Schöpfung ist als ein Schatten des Lichts, als sein Abdruck, sein Gegensatz erschaffen. Doch allmählich, unter der Einwirkung des Lichts, beginnt sie sich zu entwickeln.

Und ihre ganze Weiterentwicklung in den vier Phasen der Ausdehnung des direkten Lichts, die Entstehung der Welten – AK, Azilut, Brija, Yezira, Assija, dieser Welt -, das Herabsteigen der Seelen in unsere Welt und deren Hinaufsteigen zurück geschieht nur aufgrund der gegenseitigen Durchdringung von Verlangen und Licht.

Dabei nimmt die Schöpfung die gesamten Eigenschaften des Schöpfers an und wird genauso wie Er. Und mehr noch: da sie dabei eine kompliziertere innere Struktur erlangt, bekommt sie die Möglichkeit, alle Schöpfungsdetails in ihrer ganzen Tiefe zu erkennen.

Somit enthüllt die Schöpfung das, was der Schöpfer in ihr vollbracht hat. Indem die Schöpfung sich selbst als eine Ableitung des Höheren Lichts erkennt, erkennt sie auch den Schöpfer. Das bedeutet: „Aus Deinen Handlungen erkenne ich Dich“.

Und all das geschieht aufgrund dessen, was sich gegenseitige Durchdringung nennt.

Aus dem Programm „Kabbala für Anfänger“ vom 27.10.2010

Der treue Gesandte des Schöpfers

Der Sohar, Kapitel „BeShalach“, Punkt 28-29: „Und Pharao stand auf in der Nacht, er und all seine Diener und alle Mizraim (Ägypter), und es war ein großes Heulen in Mizraim, denn kein Haus, worin nicht ein Toter war.“ (Gen. 12, 30)
„Und er rief zu Moshe (Moses) und Aarons  in der Nacht“, da alles durch dich geschah, “ Und segnet mich auch“ was bedeutet, tötet mich nicht.
Später begleitete er sie selbst aus dem Land, wie geschrieben steht:
„Und es geschah als Pharao das Volk ziehen (hebr. beshalach) ließ.“ (Gen. 13, 17)

Wir verstehen nicht, in wie fern diese böse, furchtbare Kraft, der Pharao groß und dem Schöpfer entgegengesetzt ist. Denn sie ist der Abdruck des Schöpfers, und handelt wie sein treuer  Gesandter. Der Pharao öffnet sich immer mehr und durch diese Enthüllung des Übels, stößt er den Menschen an, aus dem Ego hinauszuziehen.

Wir beobachten es jetzt in der Welt: Einerseits werden wir zu  immer größeren Egoisten, beachten niemandem und handeln nur zugunsten des eigenen Wohls.
Andererseits führt uns die wachsende Selbstsucht immer mehr zur Erkenntnis, dass wir verpflichtet sind, sich von ihr zu trennen, weil solche Form der Existenz unmöglich ist, und wir dadurch zur allgemeinen Zerstörung kommen.

Darüber ist gesagt worden, dass „der Pharao die Söhne Israels näher an den Schöpfer brachte“. Diese negative Kraft erfüllt also ihre Arbeit, um uns in Richtung der Spiritualität anzustoßen.

Aus dem Unterricht nach dem Buch Sohar, 19.10.2010
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Der Abdruck des Lichtes

Eine Frage, die ich erhielt: Auf welche Weise wird der Schöpfer in unserer richtigen Verbindung geöffnet?

Meine Antwort: Es gibt das Gefäß, und es gibt das Licht. Der Schöpfer wird nur im Gefäß, im Geschöpf offenbart.

Das Geschöpf ist ein Wunsch, der entweder mit einem guten oder aber schlechten Empfinden, d.h. das Vorhandensein von etwas oder den Mangel an etwas.

Der Schöpfer dagegen ist eine Beziehung. Den Schöpfer zu öffnen bedeutet somit, Seine Beziehung zu uns zu enthüllen. Nicht Ihn selbst, sondern Seine Beziehung, d.h. die Form, die ins Material eingekleidet ist, oder das Licht, das ins Gefäß eingekleidet ist.

Das Licht kleidet sich ins Gefäß ein, wenn es seine Eigenschaft annimmt. Was das Licht als solches ist, weiß ich nicht. Und das Gewand des Lichtes bedeutet, dass es sich im Gefäß abdruckt.

Deshalb soll das Kli „weich/empfänglich“ sein, d.h. unter Lichtmangel leiden, das Licht wünschen. Denn das Licht hinterlässt im Gefäß den ihm entgegengesetzten Abdruck, und das Gefäß soll dieses Gegenteil in entgegengesetzter Richtung entziffern, vom Negativen zum Positiven zurückkehren, um das Licht zu verstehen.

Deshalb müssen wir unseren Wunsch zu genießen einschränken (durch den Schirm) und ihn mit der Absicht (mit dem widergespiegelten Licht) versorgen. Wir können das Licht nur dann empfinden, und richtig interpretieren, wenn es in uns den Schirm und das widergespiegelte Licht bildet.

Im Endeffekt empfinden wir die eigene Form, welche das Licht in uns geschaffen hat, und deshalb nennen wir diese Form mit seinem Namen, mit dem Namen des Lichtes.

Genauso ist HaWaJaH eine Form der Schöpfung, die nach dem Schöpfer benannt ist. Nur auf diese Weise erkennen wir Ihn, Seine Form, denn das Wesen des Schöpfers begreifen wir niemals.

Aus dem Unterricht nach einem Artikel von Rabasch, 17.10.2010

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Der Abdruck der Endkorrektur

Eine Frage, die ich erhielt: Sollen wir dem Egoismus widerstehen können oder damit arbeiten?

Meine Antwort: Wenn ich die Selbstsucht betrachte und mich mit dem Punkt des Schöpfers gleich setze, dann wiederstehe ich dadurch der Selbstsucht. Ich erkenne, dass sie meine Natur ist. Wenn ich sie jedoch korrigieren würde, dann würde sie zur Natur des Schöpfers, da der Egoismus dessen Abdruck darstellt.
Deshalb heißt die Selbstsucht „die Hilfe gegen dich“. Ihre Form ist zwar dem Schöpfer entgegengesetzt, aber sie hilft mir dennoch, da ich kein anderes Material zur Verfügung habe.

Deshalb fehlt es mir jetzt am Licht, das mir helfen wird die egoistischen „Tiefen“ im Abdruck mit der richtigen Eigenschaft auszufüllen, um dadurch die Angleichung an die Form des Schöpfers zu erreichen.

Somit gibt es in unserer Selbstsucht alle (gegenseitigen) Formen, welche sich aus der Entfernung von der Vollkommenheit bis hin zu unserer Welt gebildet haben.
Diese Formen sind quasi in einander eingekleidet, entsprechen dem Prinzip der Maruschka – Figuren. Wir sollen mit Hilfe des Lichtes, in der umgekehrten Reihenfolge die richtige Form erreichen.

Deshalb stehen wir dem Egoismus durch das Begreifen gegenüber, dass wir außer dem Höheren Licht nichts besitzen. Somit muss ich den Einfluss des Höheren Lichtes auf meinen Wunsch des zukünftigen Zustandes der Vereinigung, auf den Wunsch der korrigierten Form (Reshimo) hervorrufen.

In diesem Zusammenhang sagen wir von vornherein „wir werden tun und wir werden hören“, d.h. wir sind zur Vereinigung bereit, da wir diesen Wunsch von der Gruppe bekommen haben.

Aus dem Unterricht nach dem Artikel „Bürgschaft“ „, 15.10.2010

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Ich und die Welt

Diese Welt ist einem Abdruck oder dem Schatten ähnlich: Sie zeigt (zeichnet, demonstriert) uns, inwiefern wir uns von jener Stufe der höheren Welt unterscheiden, der wir eigentlich entsprechen sollen (ähnlich werden sollen).Angenommen, ich bin 10 Jahre alt, und entsprechend dem Alter und der Entwicklung, die ich von der Natur und von den Eltern bekam, soll ich ein bestimmtes Wissen und Verhalten haben. Ich entspreche diesem aber nicht und sehe deshalb eine unkorrigierte Welt.

Wenn ich allen Anforderungen meines Alters entsprechen würde, dann würde ich die Welt als vollkommen sehen, denn mein Wunsch, die Eigenschaften, die Welt und meine Beziehung wären zu ihr mit zunehmendem Alter vereinbart. Dann würde ich mich in der Welt der Unendlichkeit wie ein zehnjähriges Kind empfinden. Und so auch in jedem beliebigen Alter.

Alle Welten, die Verhüllungen, d.h. die Erscheinungsformen des Übels sind durch meine Nichtübereinstimmung mit dem System hervorgerufen. Ich sollte die Stufen hinaufsteigen, aber entspreche ihnen nicht, da ich ihre Gesetze nicht kenne. Deshalb verhält sich die Welt zu mir entsprechend meiner Verdorbenheit und Nichtübereinstimmung.

Ich habe die Welt aufgrund meiner eigenen schlechter Einstellung verdorben und sehe jetzt, wie sich die darin existierenden Systeme der Strafe und der Erziehung mir gegenüber verhalten. Sie alle werden mir als fehlerhaft vorgestellt. Warum?

Weil „jeder aufgrund der eigenen Unkorrigiertheit tadelt“. Die Welt zeigt mir mich selbst, sie ist mein Schatten. Deshalb ist niemand daran schuld, und außer der inneren Korrektur gibt es nichts zu tun.

Ich prüfe mich bezüglich der richtigen Umgebung, bezüglich der Gruppe, ich prüfe, ob ich mit ihr die Vereinigung und die Bürgschaft erreiche. Wenn ich den Schöpfer zur Hilfe anrufe, dann trage ich zur Korrektur des allgemeinen Systems bei.

Aus dem Unterricht nach dem Artikel „Bürgschaft“ „, 15.10.2010

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Die Familiensaga aus den Zehn Sfirot

Eine Frage, die ich erhielt: Können sie mit irgendwelchen allgemeinen Wörtern erklären: was wir jetzt im 15. Teil des TES studieren? Denn ich verstehe nichts.

Meine Antwort: Der 15. Teil des Buches „Die Lehre der Zehn Sfirot“ heißt „Der Aufbau der Nukwa“.

Anfangs geschah ihre Bildung, dann das Zerbrechen, und jetzt studieren wir, wie man sie wieder aufbaut, das heißt in welcher Reinfolge ihre Bruchstücke und mit Hilfe welcher Kräfte erhoben werden, sowie in die korrigierte Konstruktion zusammengelegt werden.

Deshalb heißt dieses Kapitel: „Der Aufbau der Nukwa“. Der Autor sagt: „Wenn du sie aufbauen willst, dann sollst du bitte lernen, mit ihrem Material zu arbeiten, denn es wird Widerstand leisten, weil ihre Teile voneinander abhängig sind und den eigenen Charakter haben.

Und wie kann man das Notwendige für „den Aufbau der Nukwa“, meiner Seele bekommen? Denn ich habe eigentlich nichts!

Wenn ich mir die Frage stelle, dann sehe ich die Erklärung. Es ergibt sich, dass an ihrem Aufbau die höheren Teilnehmer – der Vater und die Mutter (Aba we Ima) beteiligt sind, von denen das ganze Licht der Weisheit und der Kraft kommt.

Aber du kannst nicht von ihnen, sondern von zwei unteren Stufen bekommen, die zu dir näher stehen. Von ihnen wird zu dir das Licht Chassadim/Kraft und das Licht Chochma/Wissen kommen.

Du sollt sie kennen, um mit ihnen solche Beziehung aufzubauen, die dir zulassen wird, genauso wie sie zu sein. Denn bis jetzt stellst du das formlose Rohmaterial dar!

Wenn du aber beginnen wirst, mit ihnen die Beziehungen aufzubauen, dann wirst du nach jedem Kontakt mit ihnen die Formen erwerben. Wie der Abdruck eines Stempels. Diese Formen, die du einkleiden wirst, heißen „der Aufbau der Nukwa“.

Baal HaSulam beschreibt es mit der Sprache des Gefühls, er erklärt, wie sich das geistige System zu dir verhält. Er führt dich in den Kontakt mit der Geisteswelt ein, die du allmählich entdeckst.

Man muss nur wollen, dass sie geöffnet wird! Und wenn du sie enthüllst, dann wirst du sehen, dass sie sich einer Familie gleicht, die du in unserer Welt kennen lernst: Vater, Mutter, Großmutter, Großvater, Geschwister.

Du gehst in die Familie ein, wo jedes Mitglied den eigenen Charakter und den Status, die Verbindung und die Probleme hat. Und du sollst in diese Familie eingehen und dich darin einordnen, wonach du die bestimmte Form bekommen wirst.

Es ist das sehr lebendige und menschliche Bild, das dir allmählich klar wird, als ob du über das Leben und seine Gesetze in der Psychologie liest.

Schwierig ist der erste Kontakt, bis du „die Tür geöffnet hast, und ins Haus eingegangen bist“ kannst du nur vermuten, was es dort gibt. Und wenn du dann hineingetreten bist, dann musst du dich anpassen.

Aus dem Unterricht nach dem „TES“ „, 10.10.2010

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Kabbalisten über die Sprache der Kabbala, Teil 11

Liebe Freunde! Ich bitte euch, Fragen zu diesen Zitaten von großen Kabbalisten zu stellen.

Anmerkungen in Klammern sind von mir.

Das Gesetz von Wurzel und Zweig

Jede niedere Welt ist ein Abdruck der verhältnismäßig höheren Welt. Und alle Formen, die in der höheren Welt existieren, werden sowohl qualitativ als auch quantitativ in der unteren Welt abgedruckt.

Also gibt es in der unteren Welt kein einziges Detail der Wirklichkeit oder deren Erscheinung, für welches es nicht ein Muster in der höheren Welt gäbe und welche sich nicht wie zwei Wassertropfen vollkommen gleichen würden.

Das heißt „Wurzel und Zweig“ und bedeutet, dass die in der unteren Welt befindliche Ausprägung als „Zweig“ des in der oberen Welt befindlichen Musters bezeichnet wird, das gleichsam die Wurzel der unteren Ausprägung ist, weil diese Ausprägung der höheren Welt entspringt und in der unteren abgedruckt wird.

Das meinten die Weisen, wenn sie schrieben, dass „es keinen einzigen Grashalm unten gibt, welcher kein Schicksal und keinen Aufseher oben hätte, der ihn schlagen und dabei sagen würde: Wachse!“

Das heißt, dass die Wurzel, die „Schicksal“ genannt wird, ihn dazu zwingt, qualitativ sowie quantitativ zu wachsen, indem der Grashalm sich die Eigenschaften aneignet, die für den Abdruck des Stempels charakteristisch sind. Das ist das Gesetz von Wurzel und Zweig, welches in jeder Welt gültig ist, in allen Erscheinungsformen der Realität in Bezug auf die jeweils höhere Welt.

Baal HaSulam „Das Wesen der Wissenschaft der Kabbala“

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Kabbalisten über die Sprache der Kabbala, Teil 12

Liebe Freunde! Ich bitte euch, Fragen zu diesen Zitaten von großen Kabbalisten zu stellen.
Anmerkungen in Klammern sind von mir.

Das Gesetz von Wurzel und Zweig

Denn es gibt nichts in der niederen Welt, das nicht seinen Anfang in der jeweils höheren Welt nehmen und nicht daraus resultieren würde, ähnlich wie ein Abdruck die Form des Stempels wiederholt.

Die Wurzel, die sich in der höheren Welt befindet, zwingt den entsprechenden Zweig in der niederen Welt dazu, ihre Form und ihre Eigenschaften anzunehmen.

So schrieben die Weisen: „Das Schicksal aus der höheren Welt, welches für den Grashalm in der niederen Welt bestimmt ist, schlägt diesen Grashalm und zwingt ihn dabei, entsprechend seiner Bestimmung zu wachsen“. Und dementsprechend spiegelt jeder Zweig in dieser Welt genau das Muster wieder, welches sich in der höheren Welt befindet.

Baal HaSulam „Das Wesen der Wissenschaft der Kabbala“

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Kabbalisten über die Sprache der Kabbala, Teil 10

Liebe Freunde! Ich bitte euch, Fragen zu diesen Zitaten von großen Kabbalisten zu stellen.

Anmerkungen in Klammern sind von mir [M. Laitman].

Das Gesetz von Wurzel und Zweig

Das Material der ersten, höchsten Welt, ist am „feinsten“, im Vergleich zu allen unteren Welten. Und das Material (der folgenden) zweiten Welt, ist grober als das Material der ersten Welt, und gleichzeitig feiner, als in allen unteren Welten in Bezug auf die zweite Welt.

Und solche Reinfolge bleibt bis zu unserer Welt erhalten, deren Material grober und „dunkler“ ist, als in allen vorangehenden Welten.

Gleichzeitig sind die Formen in jeder Welt konstant und identisch in allen Einzelheiten, sowohl mengenmäßig, als auch qualitativ.

Man kann es mit dem Stempel und seinem Abdruck vergleichen, wenn auch die winzigen Details des Stempels (der höchsten Welt) vollständig auf den Abdruck (der niedrigsten Welt) übergehen.

Baal HaSulam. „Das Wesen der Wissenschaft der Kabbala“.

Die höchste spirituelle Welt – hier und jetzt!

Frage: Wenn der Zustand, in dem wir uns verbinden sollen, wie ein Mensch mit einem Herzen, uns nicht ganz klar ist, worauf sollen wir uns dann konzentrieren, oder was sollen wir uns vorstellen, wenn wir Sohar lesen?

Antwort: Es gibt nichts Größeres. Wir befinden uns in einer Welt, in der es alle Komponenten gibt, um uns alle in der Bestrebung zur Enthüllung des Schöpfers durch das Buch Sohar physisch (oder virtuell) zu treffen.

Unsere Welt ist in ihren Details der spirituellen Welt ähnlich, mit dem einen Unterschied, dass die spirituelle Welt die Welt der Kräfte, und unsere Welt die Welt der materiellen Objekte und der Folgerungen aus den spirituellen Kräften ist.

Jede Stufe ist ein Abdruck einer höheren Stufe, und so steigen sie herunter, von oben nach unten, 125 Stufen aus der Welt der Unendlichkeit bis zu unserer Welt. Der Unterschied zwischen ihnen besteht nur im Material, das mit dem Abstieg immer weniger spirituell wird. Aber jede Stufe besteht aus den gleichen Details.

Der Aufstieg bedeutet immer mehr Enthüllung in der Verbindung zwischen den Komponenten der Welt. Dazu zwingt uns alles, was heute in der Welt passiert.

Was fehlt dir? – Die Verbindung zwischen den Menschen. In dieser Verbindung enthüllst du die spirituelle Stufe „Ruach“ und in einer noch stärkeren Verbindung enthüllst du die Stufe „Neschama„.
Derzeit ist die Verbindung zwischen uns egoistisch. Du sollst anfangen, sie in die echte, geistige Verbindung umzuwandeln.

Wer sich wünscht, die höchste spirituelle Welt in diesem Leben zu enthüllen, soll vor allem verstehen, dass diese Enthüllung nach den Naturgesetzen geschieht.
Deswegen empfiehlt die Kabbala keine eigenen Methoden zu entwickeln, sondern dem Rat der Kabbalisten zu folgen.

Aus dem Sohar Unterricht vom 27.07.2010

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