Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Liebe'

Der Stolz trennt uns vom Licht

Es ist gesagt: „Ich kann nicht mit dem stolzen Menschen am gleichen Ort bleiben“ – dort wo der Stolz ist, gibt es kein Licht. Anfangs nimmt der Gast das Essen vom Tisch des Gastgebers, weil er nicht spürt, nicht sieht und nicht weiß, dass der Gastgeber existiert. Und plötzlich merkt er, dass es den Gastgeber gibt, und es sein Tisch ist – alles gehört dem Gastgeber. All die Gerichte stehen nicht zufällig auf dem Tisch, denn sie sind absichtlich für den Gast – mit Liebe vorbereitet.

Wenn der Mensch erkennt, dass der Gastgeber ihn mag, kann er nichts annehmen – weil er irgendwie verpflichtet ist, dem Gastgeber zu antworten. Er weiß nicht, was er machen soll! Dabei liegt das Problem nicht im Erhalten sondern in der Beziehung – wozu sie mich verpflichtet. Ich werde mich nicht an solchen Ort begeben, wo die Menschen mich zu sehr mögen, oder hassen. Die Liebe stört auch, denn was werde ich mit dieser übermäßigen Liebe machen, wenn ich auf sie nicht antworten kann?! Auf welche Art einer Beziehung kann ich für die Liebe bezahlen? Ich kann von Ihm die Genüsse annehmen – denn der Genuss bekommt mein Tier in mir, und Seine Liebe dagegen – ist auf den Menschen in mir gerichtet!

Was muss ich dann machen – Er erzwingt mich dadurch, sich genauso herzlich zu benehmen? Ich soll entweder aufhören, dahin zu kommen, oder zu überlegen, wie ich dafür bezahlen kann. Dann trenne ich mich mit der Barriere, mit dem Stolz ab. Ich steige über Seine Beziehung zu mir hinauf, höher als der Hass und die Liebe, als ob sie nicht existieren würden. So handelt in mir die Schutzkraft, die mir hilft, vor Scham oder Liebe nicht zu verbrennen.

Der Stolz kommt aus dem leeren Raum innerhalb der Schöpfung und stammt von der Schlange, Malchut der Welt der Unendlichkeit. Jede beliebige Eigenschaft kann man korrigieren – außer dem Stolz! Denn er trennt uns von dem Schöpfer ab, zerreißt unsere Verbindung. Wenn ich mich in der Gruppe befinde , sind darin alle beliebigen Konflikte zulässig – außer dem Stolz! Mit dem Stolz schneidet sich der Mensch vom Einfluss der Umgebung ab und hat folglich keine Chancen, voranzukommen.

Aus dem Unterricht nach dem Artikel „das Vorwort zu“ Panim Meirot „“, 14.07.2010

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Die Kraft der Liebe liegt im Widerstand gegen den Hass

Wir sind nicht in der Lage, das ganze für uns bestimmte Licht um des Gebens willen auf einmal zu empfangen, daher ist die Lösung ganz einfach: wir müssen es in kleinen Mengen, Generation für Generation, empfangen, und in jeder Generation arbeitet nicht nur ein Mensch, sondern Milliarden von Menschen.

Wenn wir auf diese Weise das gesamte Licht empfangen, dann bedeutet das, dass wir es in das gleiche vereinte Gefäß der Gesamtseele empfangen.

Das Ziel besteht jedoch genau darin, diese einzelnen, absichtlich von oben zerbrochenen Teile, die sich einander fern und durch den Hass getrennt wahrnehmen, zu verbinden. In diesem Hass ist die ganze Kraft der Verbindung enthalten, die beim Empfangen um des Gebens willen offenbart werden sollte, jedoch nicht zustande gekommen ist und zum Empfangen für sich selbst geführt hat.

Und nun wird diese ganze auseinanderbringende Kraft beim Zerbrechen in der umgekehrten Form der Schöpfung zur Verfügung gestellt. Und indem wir diesen Hass korrigieren – in allen früheren Generationen und in vielen Teilen jeder Generation – korrigieren wir nur die Verbindung zwischen den Seelen. Das heißt, das Ziel ist nicht das Empfangen des Lichts um des Gebens willen, sondern die Wiederherstellung der Verbindung zwischen den zerbrochenen Scherben. Wenn die Schöpfung die Verbindung erkennt, wird sie auch die Kraft des Gebens erkennen, und später auch das Empfangen um des Gebens willen.

Man muss verstehen, dass die Korrektur der Trennung und der Aufbau der Beziehungen des Gebens und der Liebe unser Gut ist. Der Schöpfer hat uns nicht einfach in mehrere Teile geteilt, das Wichtigste ist der Hass, der sie trennt. Und die Korrektur besteht genau darin, sie zu versammeln und zu verbinden.

Darauf müssen wir unsere Aufmerksamkeit richten und nicht auf das Licht, das sich in uns enthüllt. Als erstes muss das Licht, das die Verlangen korrigiert, kommen – das Licht der Liebe und des Gebens.

Aus dem Unterricht nach dem Artikel „Vorwort zu Panim Meirot“ vom 14.07.2010

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Kabbalisten über Kabbalisten, Teil 6

Liebe Freunde! Ich bitte euch, Fragen zu diesen Zitaten von großen Kabbalisten zu stellen. Ich verspreche euch, sie zu beantworten.

Anmerkungen in Klammern sind von mir. [M. Laitman]

Wer ist ein Kabbalist?

Es wird klar, über welchen Vorzug (besondere Eigenschaft und Wissen, Herz und Verstand) der Mensch verfügt, der dessen würdig wurde, wieder mit dem Schöpfer zu verschmelzen, was bedeutet, dass er der Ähnlichkeit mit den Eigenschaften des Schöpfers würdig wurde, dadurch, dass er kraft der Tora (des Lichtes der Korrektur) den (egoistischen) Willen zu empfangen, der in ihm eingeprägt war, ins Gegenteil verwandelte, weil dieser Wille eben das war, was ihn vom Wesen des Schöpfers (der vollkommenen Güte und des Gebens) trennte, und er ihn (eben von seinem Egoismus) in den Willen zu geben verwandelte.

Und alle seinen Handlungen sind nun nur auf das Geben ausgerichtet und darauf, den Nächsten Nutzen zu bringen (worin er dem Schöpfer ähnlich ist). Und dadurch, dass er sich den Eigenschaften des Schöpfers anglich, gleicht er jenem Organ, welches einst vom Körper abgeschnitten war, aber zurückkehrte und sich wieder mit dem Körper verband. Und wieder kennt es die Gedanken des Körpers, wie es sie kannte, bevor es sich vom Körper trennte.

So auch die Seele (der Punkt im Herzen eines jeden, das Streben nach dem Schöpfer, nachdem es im Menschen erwacht): Nachdem sie (durch die Korrektur ihrer selbst durch das Licht) eine Schöpferähnlichkeit (die Eigenschaft des Gebens anstelle der ursprünglichen Eigenschaft des Empfangens) erreicht, kehrt sie (zur Vereinigung zu einem Ganzen mit dem Schöpfer) zurück und kennt wieder Seine Gedanken (wie ihre eigenen, weil sie die Verschmelzung mit Ihm erreicht hat), wie sie diese vor der Trennung von Ihm aufgrund der (von ihr festgestellten) Unterscheidung der Eigenschaften des Willens zu genießen (von den Eigenschaften des Lichts, des Schöpfers) kannte.

Und dann erfüllt sich das damit Gesagte: „Erkenne den Schöpfer, deinen Vater“, weil sie dann des vollkommenen Wissens gewürdigt wird; sie erkennt die Vernunft des Schöpfers und wird der Offenbarung aller Geheimnisse der Tora gewürdigt, da die Gedanken des Schöpfers die Geheimnisse der Tora sind.

(Als Geheimnisse werden Verlangen und Gedanken des Schöpfers bezeichnet, weil sie vor dem Menschen aufgrund der Unterscheidung der Eigenschaften verborgen sind und ihm im Maße der Eigenschaftsähnlichkeit zwischen ihm und dem Schöpfer zugänglich werden).

Baal haSulam „Artikel zum Abschluss des Buches Sohar“

Wegweiser durch das Buch Sohar. Aus der Finsternis zum Licht

Auszüge aus meinem zukünftigen Buch „Wegweiser durch das Buch Sohar“

Die Finsternis, welche im Verlangen zu genießen empfunden wird, kann nur dann in Licht umgewandelt werden, wenn ich die Ausrichtung des Verlangens vom „Empfangen für mich“ zum „Geben an den Nächsten“ verändere, d.h., wenn ich mein „Verlangen zu genießen“ benutze, um an den Nächsten zu geben, und das Geben an ihn genieße.

Dann werde ich in meinen Handlungen nicht mehr eingeschränkt, denn geben kann man absolut unbegrenzt.

Wenn ich wie der Schöpfer das Geben genieße, werde ich Ihm ähnlich und empfinde das Leben, erfüllt von Liebe und Geben, als ewig und vollkommen.

Was fehlt mir, um diese neue Erfüllung umzusetzen? – Ich muss nur die Liebe zum Nächsten erlangen und eine Erfüllung finden, mit der ich ihn erfüllen kann.

Die Nächstenliebe kann ich vom Schöpfer mit Hilfe des Lichtes, das zur Quelle zurückführt, erhalten. Das Licht der Fülle, um den Nächsten zu erfüllen, kann ich ebenfalls vom Schöpfer erhalten.

Dann werde ich zum Partner des Schöpfers in allem, was erschaffen wird, – ich werde genauso wie Er.

Das ist der Prozess der Korrektur der Absicht, mit der das Verlangen zu genießen agiert.

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Der Sohar – ist unsere Verbindung mit der höheren Kraft

Wir haben keine andere Möglichkeit, um in Verbindung mit der höheren Kraft zu sein, welche uns korrigiert – als die, beim Lesen des Buches Sohar.
Natürlich unterstützen auch alle übrigen Bücher, jedoch der Sohar verfügt über die größte Kraft, um uns zu verbinden.
Wenn wir eine Möglichkeit hätten, um länger in der richtigen Absichten zu bleiben, würden wir öftzers den Sohar lesen.
Es passiert deshalb, weil wir noch nicht in der Lage sind, länger als eine ¾ Stunde in der richtigen Absichten zu bleiben, um den Sohar zu lesen.
Aber zumindestens während dieses 45 Minuten sind wir verpflichtet, uns auf das zu konzentrieren, was wir uns gerade wünschen und wie wir uns unseren zukünftigen Zustand vorstellen, von dem der Sohar spricht.
Dies ist sehr wichtig. So verhält sich das Kind in Bezug auf den Erwachsenen, es will, in allem, was es macht, dem Erwachsenen gleich werden.
Alles andere spielt dabei keine Rolle. Es will dem Erwachsenen ähneln – und das ist alles. Es hat kein Verständnis, kein Begreifen – es ahmt dem Erwachsenen alles nach.
Auch wir müssen uns wünschen, dasselbe Bild der Realität, über welches der Sohar erzählt, zu empfinden und uns vorzustellen.
Der Sohar beschreibt die Verbindung zwischen uns – Seir Anpin, Malchut, drei Linien, die Beschränkungen. Wir enthüllen das alles zwischen uns, wir können es nur in den allgemeinen Wünschen enthüllen.
Deshalb brauchen wir nichts, außer dem sehr starken allgemeinen Wunsch, der das Licht zu uns kommen lässt, und die Verbindung zwischen uns offenbart, denn darin befinden sich – alle diese Erscheinungen, über welche wir im Sohar lesen.
Die Handlung an sich ist sehr einfach, aber sie zu verwirklichen, ist eine Herausforderung. Es nimmt viel Zeit in Anspruch, denn man muss den Zustand erreichen, wo man vor dem Buch sitzt und sich die Verbindung zwischen uns vorstellt, in der man diese Wörter und Handlungen öffnet. Alles liegt in der Verbindung zwischen uns, dort wird der Schöpfer offenbart.
Das alles zusammen zu vereinen – ist sehr schwer. Aber wenn man diesen Zustand erreicht, dann gibt es keinen anderen Kontakt mit der höheren Kraft, als nur im Wunsch, diese Kraft zwischen uns allen zu öffnen.
Man hat also kein anderes Mittel, außer dem heiligen Buch Sohar, das über jene Zustände spricht, die man enthüllen wird.
Dann bist du, wie das Kleinkind, das die Ähnlichkeit mit dem Erwachsenen anstrebt, und  sich mit allen Leibeskräften anstrengt.

Aus dem Unterricht nach dem Buch Sohar, 12.08.2010

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Wegweiser durch das Buch Sohar. Die Formel der Schöpfung

Auszüge aus meinem zukünftigen Buch „Wegweiser durch das Buch Sohar“

Das korrigierte Verlangen funktioniert nach der Formel: „Israel, der Schöpfer und die Tora sind eins“.

„Israel“ – das bin ich bzw. mein inneres Verlangen, den Schöpfer zu erreichen, Ihm ähnlich zu werden („Isra-el“ bedeutet auf Hebräisch „direkt zum Schöpfer“).

Der Schöpfer ist das Ziel, welches von mir angestrebt wird.

Die „Tora“ ist der korrigierte Mechanismus der Verbindungen zwischen den Seelen, in Liebe zwischen uns.

Um das zu veranschaulichen, betrachten wir den menschlichen Organismus als Beispiel. Alle seine Teile befinden sich in einer richtigen Wechselbeziehung miteinander, unterstützen einander in Verbindung, Bürgschaft und Einheit.

Genauso müssen sich die Seelen verhalten. Das System der Verbindungen (des völligen Zusammenwirkens) zwischen ihnen in Liebe nennt sich „Tora“.

Es enthält 613 (Tariag) richtige Verbindungen zwischen einer jeden Seele und den anderen Seelen sowie zwischen allen Seelen insgesamt (die letzte Verbindung, das letzte Gebot, verbindet sie alle durch die Liebe zu einem Ganzen).

Wenn es zwischen den Seelen keine Verbindung durch die Liebe gibt und sie im Gegenteil durch den Hass verbunden sind, bedeutet dies, dass die Tora verdorben und verborgen ist.

Seelen, die keine Verbindung zwischen ihnen wahrnehmen, werden als diejenigen bezeichnet, die sich im Exil von der Tora und dem Schöpfer, nicht in ihrer Eigenschaft, befinden, getrennt von der richtigen Verbindung (der Tora) zwischen ihnen und dem Licht (dem Schöpfer), welches ihre richtige Verbindung ausfüllt.

Das ist mit dem Unterschied zwischen einem gesunden und einem kranken Organismus, der sich zerstört und dessen Systeme nicht funktionieren, zu vergleichen.

Innere Korrekturen, die wir in unserem Verlangen vollziehen, um es aus einem verdorbenen in einen korrigierten Zustand zu bringen, werden als „Gebote“ bezeichnet.

Aus diesem Grund steht geschrieben, dass „Liebe deinen Nächsten wie dich selbst“ das Hauptgesetz der Tora ist, welches das gesamte System der richtigen Verbindungen zwischen den Seelen enthält.

„Sich für das Schlechte wie für das Gute bedanken“

Eine Frage, die ich erhielt: Was bringt den Menschen zur richtigen Bitte an den Schöpfer?

Meine Antwort: Die ganze Arbeit des Menschen besteht darin, die richtige Reaktion auf den Aufruf des Schöpfers, die Einwirkung des höheren Lichtes zu erreichen.

Ich bin vom Schöpfer durch fünf Stadien der Verbreitung des Lichtes (0-1-2-3-4) entfernt und beginne, von ihm den Eindruck im letzten, vierten Stadium zu bekommen, wo ich „wie und warum“ schon verstehe.

Aber wenn ich dieses vierte Stadium nicht erreicht habe, dann verstehe ich nicht, dass mein Erwachen vom Schöpfer stammt, ich richte an Ihn keine Bitte um Antwort.

Sogar dann, wenn in uns schon der Punkt im Herzen, der Wunsch zum Höheren aufwacht, verstehen wir immer noch nicht, wohin wir gehen, was man von uns verlangt und Wer uns ruft.

Ich beginne einfach zu suchen, was der Sinn meines Lebens ist, ich suche den Grund. Das heißt, es ist schon die Frage über den Schöpfer, welcher dem Menschen noch nicht bewusst ist.

Wenn er beginnt, die Wissenschaft der Kabbala zu studieren, wird ihm alles verständlicher sein, was er – bzw. über Wen er fragt. Er erkennt, dass es Jemanden gibt, der ihn aufweckt, weil Er möchte, dass der Mensch Ihm antwortet.

Es gibt hier zwei Kräfte: den Schöpfer und die Schöpfung. Und die ganze übrige Welt scheint nur zu existieren, um uns zu helfen, sich richtig, zurück zum Schöpfer auszurichten. Wie es gesagt ist: „Die ganze Welt wurde mir zur Hilfe geschaffen und ich  – um dem Schöpfer zu dienen“.

Dieses Theater des Lebens, das wir vor uns betrachten, ist nur dazu geschaffen, um die Sehkraft und die Reaktion zu fokussieren, und um jenen Regisseur zu finden, der diese Vorstellung leitet.

Und wenn wir aus dieser Verwirrung und aus dem Durcheinander unsere Sehkraft auf Ihn konzentrieren, dann werden sowohl die richtige Richtung als auch die richtige Einstellung gefunden: entsprechend seiner Kraft, Konzentration und dem Charakter – um Seiner Antwort gewürdigt zu werden.

Deshalb muss man die Welt nicht vernachlässigen und besonders die uns gegebene Umgebung, das Studium und die Freunde, um jeden Augenblick des Lebens richtig zu verwenden, um diesen wichtigen Punkt aufzuklären, aus dem die Antwort des Schöpfers zu mir kommt.

Wenn ich meine Bitte zum Schöpfer von unten nach oben organisiere, dann werde ich verstehen, dass eine beliebige Sache in der Welt ihre Vorausbestimmung hat, wobei ich ohne sie keinen Kontakt mit dem Schöpfer aufbauen kann.

Aus dem Unterricht nach dem Artikel von Rabasch, 28.07.2010

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Zeit für spirituelle Befreiung

Alles, was die Kabbalisten der vergangenen Tage zu ihrer Zeit geschafft haben, während jeder von ihnen entsprechend seinen Bedingungen gehandelt hat, war die Vorbereitung auf unseren jetzigen Zustand. Dadurch verfügen wir heute über alle notwendigen authentischen Quellen: Werke von ARI, das Buch Sohar mit dem Sulam-Kommentar, Werke von Baal HaSulam und Rabash, um mit ihrer Hilfe voranzukommen.

Sie hatten keine Möglichkeit, unter solchen Bedingungen wie wir zu arbeiten, wenn die weltweite Krise beginnt, eine ermahnende Krise, die im alten Babylon begonnen hat und das Zerbrechen der Gesamtseele in der höheren Welt widerspiegelt. Noch nie gab es ähnliche Zeiten wie jetzt! Baal HaSulam hat bereits im Voraus, vor 80-90 Jahren, geschrieben, dass wir in den Zeiten von Mashiach, in der Epoche der spirituellen Befreiung, leben.

Wenn das Volk Israel sein Land zurückbekommen und darauf seinen Staat errichtet hat, dann haben wir die Möglichkeit, alles hier gemäß den spirituellen Gesetzen aufzubauen und uns wie ein spirituelles Volk in Liebe zum Nächsten wie zu sich selbst zu vereinigen. Doch es ist unmöglich, dies ohne die Erkenntnis des Bösen zu erreichen – und dafür sind entweder große Leiden oder das Licht, welches unser Übel ausleuchtet, notwendig. Heute haben wir die Möglichkeit, dieses Licht anzuziehen, um darin zu sehen, wie sehr entgegengesetzt dem Geben und der Liebe wir sind, und die Korrektur durch die Vereinigung der Gesellschaft und des Volkes zu beginnen! Wollen wir hoffen, dass es in naher Zukunft liegt.

Aus dem Unterricht nach einem Brief von Baal HaSulam vom 15.07.2010 .

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Gemeinschaftliches Gebet

Ein gemeinschaftliches Gebet ist ein Gebet, bei dem der Mensch seine Bitte, sein Gebet, zusammen mit der Allgemeinheit, den Betenden, ausspricht. Diejenigen, die spirituell vorangekommen sind, meinen, dass ein gemeinschaftliches Gebet eine Bitte für die Gemeinschaft ist. Ein solches Gebet wird sofort vom Schöpfer erhört, hingegen ein egoistisches Gebet, wenn der Mensch für sich selbst bittet, wird nicht erhört.
Doch auch diese Bitte für die Gemeinschaft an den Schöpfer ist nicht vollkommen! Denn wenn „der Schöpfer gut ist und Gutes tut“, behaupte ich mit meiner Bitte für die Gemeinschaft, dass der Schöpfer der Gemeinschaft Böses tut? Also bin ich der Meinung, dass der Schöpfer die Gemeinschaft schlecht behandelt und sie daher eines Gebets bedarf? Wenn der Schöpfer zu allen gut ist, für wen bitte ich dann?

Also kann ich nicht darum bitten, dass der Schöpfer sich in Bezug auf mich (persönliches Gebet) oder auf die Gemeinschaft (gemeinschaftliches Gebet) ändert. Ich gehe davon aus, dass der Schöpfer immer absolut gut ist, und es bleibt mir nur, Ihn darum zu bitten, dass er mich und alle anderen so korrigiert, dass wir spüren, dass von Ihm nur Gutes ausgeht.

Wenn alle, die eine Verbindung mit dem Schöpfer, der Eigenschaft des Gebens und der Liebe, wünschen, bereit wären, sich durch die gleiche Eigenschaft miteinander zu verbinden, dann würden sie mit diesem Bestreben einen Raum schaffen in dem sich der Schöpfer, unsere gemeinsame Liebe, enthüllt. Doch zu einem solchen Zustand gelangt man nur durch die Korrektur von 613 Verlangen jedes Menschen, dies bedeutet „Erfüllen von 613 Geboten“. Im Ausmaß dieser Korrekturen nähern wir uns einander an, denn die Korrektur von Verlangen liegt in ihrer Verbindung.
Deshalb steht geschrieben, dass „die Nächstenliebe das große Gesetz der Tora ist“, und dass alle Gebote nur dazu da sind, um schließlich das letzte, allumfassende Gebot zu erfüllen – das Gebot der Liebe. Dann werden wir in den persönlichen und den allgemeinen Korrekturen die Kraft des Gebens und der Liebe, die uns erfüllt, spüren. Doch wenn wir nicht korrigiert, nicht vereint, sind und jeder für sich selbst empfangen will, sieht unser Gebet auch dementsprechend aus – nur um materielle Anschaffungen (materiell bedeutet das, was egoistisch empfangen wird, und spirituell – um des Gebens Willen).

Dann heißen wir nicht Israel, sondern „Völker der Welt“ – diese Begriffe beziehen sich nicht auf ein Volk oder eine Nationalität, sondern auf die Zustände, die vom Menschen durchlaufen werden. Demzufolge entsteht auch unser Gebet – entweder, um unseren persönlichen Zustand zu verbessern oder, um unsere Beziehung zum Nächsten und zum Schöpfer zu korrigieren.

Aus dem Unterricht nach einem Artikel von Rabash vom 12.07.2010

Was nützt uns die Nächstenliebe?

Als „Nächster“ wird nicht ein beliebiger Mensch bezeichnet, sondern ein Freuend, der sich mir gegenüber befindet, zu dem ich allmählich beginne, die Liebe zu empfinden, woraus später die Liebe zum Schöpfer entstehen wird.

Es ist eine exakte Formel: zuerst wende ich mich an den Schöpfer, und dann, um mich mit Ihm zu verbinden, vereinige ich mich mit den Freunden, dem „Nächsten“.weiter…

Ich arbeite an der Nächstenliebe, da sie die Bedingung zur Erreichung der Liebe zum Schöpfer ist!

Der Nächste und der Schöpfer sind miteinander verbunden, weil sie sich bezüglich meines Wunsches „zu genießen“ in der gleichen Lage befinden. Sie sind beide gleichermaßen von mir entfernt, und ich verhalte mich ihnen gegenüber identisch!

Der Schöpfer ist der Gebende, und meinen Nächsten hasse ich genauso, wie ich die Eigenschaft des Gebens hasse… Deshalb stoße ich sie beide zurück. Sollte ich eine solche Einstellung nicht erreichen, wenn ich mich zum Schöpfer und zum Nächsten identisch verhalte, dann kann ich nicht richtig arbeiten. Dies ähnelt dem Ziel – wenn man den Blick und das Ziel zu vereinen versucht. Wenn ich mich jedoch entweder mehr zur Seite des Schöpfers oder des Nächsten drehe, dann habe ich nicht mehr die richtige Ausrichtung.Ich muss mich gerade auf das Ziel richten, damit ich mich als zum Schöpfer (Isra-El) Strebender mit dem Licht der Korrektur und dem Schöpfer in einem Ganzen verbinden kann.

Der „Nächste“ (die kabbalistische Gruppe) – ist ein geistiges Gefäß, das System der Seelen, und der Schöpfer füllt dieses System aus. Aber später verstehe ich, dass sie identisch sind, weil sich das Gefäß dem Licht angleicht. Es gibt kein Licht ohne Gefäß, ohne Kli! Und in meinen Augen verbindet sich alles zusammen. Die Gruppe ist für mich wie ein Beispiel des Schöpfers. Aus der Beziehung zu ihr erkenne ich, wie ich mich Ihm gegenüber verhalten muss: entweder zu lieben oder zu hassen.

Denn nur das Geben gilt als Beziehung zum Schöpfer – also bitte schön, die Gruppe existiert doch dafür, um zu prüfen, inwiefern ich mich in der Absicht zu geben befinde. Was schafft dann die Distanz, den Unterschied zwischen dem Schöpfer und der Gruppe? Nur mein eigenee Egoismus! Wenn da nicht mein Ego wäre, gäbe es dazwischen keinen einzigen Unterschied. Warum fühle ich aber immer noch den Unterschied? Weil ich vom Schöpfer irgendeinen Genuss empfange, und keinen von der Gruppe. Genau darin liegt eben der gesamte Unterschied!

Aus dem Unterricht nach dem Artikel von Rabasch „Was uns Gebot der Nächstenliebe nützt“, 26.05.2010