Die Verbindung zweier Gegensätze

Frage: Einerseits heißt es, dass man für die spirituelle Arbeit ein großes Verlangen besitzen muss, andererseits aber auch Glauben. Um welche beiden Pole handelt es sich hier?
Antwort: Es handelt sich um zwei Gegensätze. Der Punkt im Herzen ist neutral. Er ist der Anfang der Mittellinie und bezieht sich auf das Licht, das stets in die Mittellinie einströmt. Die beiden Gegensätze, die beiden Extreme, sind die Eigenschaften des Schöpfers auf der rechten Seite und sozusagen die Eigenschaften der Schöpfung auf der linken Seite.
Diese beiden Kräfte, das Empfangen und das Geben, wurden dir gegeben, damit du beginnst, sie in einem richtigen Verhältnis in dir anzuwenden: So viel wie du aus der rechten Linie nehmen kannst, genauso viel kannst du auch aus der linken Linie nehmen, um sie richtig zu vermischen und weder von der einen noch von der anderen abhängig zu sein und dir dabei stets bewusst sein, dass diese Kräfte in dir notwendig sind, um das Ziel zu erreichen.
Nur in dieser Form müssen wir sie anwenden, sonst brauche ich sie nicht: weder die Eigenschaften des Empfangens noch die des Gebens. Wenn ich sie ohne Ziel verwende, befinde ich mich einfach in einer Sackgasse – entweder in der rechten oder in der linken. Die richtige Anwendung erfolgt jedoch dann, wenn ich mich zwischen ihnen befinde und die mittlere Linie erreichen möchte.
Die mittlere Linie bedeutet, dass sowohl ich als auch die Handlung, die ich gerade ausführe, um die rechte und die linke Linie zu verbinden, sowie der Schöpfer, den ich erreichen möchte – dass sich alles in einem Punkt befindet und miteinander verbunden ist. Auf diese Weise führe ich tatsächlich die richtige Handlung aus und baue die mittlere Linie auf.
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Aus dem Unterricht nach einem Artikel von Rabash, 13.08.2026
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