Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

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Der Tag, an dem dein Schicksal entschieden wird

Alles hängt vom Menschen ab und basiert auf der Erschaffung der Mittel für das spirituelle Vorankommen, sprich auf dem Aufbau der Umgebung. Durch diese Umgebung zieht er die Kraft an, die zur Quelle zurückführt. Denn indem er die Umgebung für sich aufbaut, baut er im Grunde genommen seine zukünftige, spirituelle Welt auf.

Während er sich in diese Umgebung einordnet, beginnt er zu fühlen, dass er sein Ego verlässt und in den Nächsten, den er wie sich selbst liebt, hineingeht. Auf diese Weise tritt er aus seiner inneren Welt, die er zuvor als „diese Welt“ wahrgenommen hat, hinaus und nimmt im Inneren der Gesellschaft, in der Verbindung zwischen allen, die höhere, spirituelle Welt wahr.

Und in dieser spirituellen Welt enthüllt er ihre Eigenschaft – die Eigenschaft des Gebens -, die sie ausfüllt, sprich den Schöpfer. Das alles beginnt mit der ersten Veränderung, die als „Jahresanfang“ (Rosch ha Schana) bezeichnet wird.

Der Mensch hat eine große Vorbereitungsarbeit bis dahin hinter sich gebracht: er hat versucht, eine Umgebung um sich herum zu formen und die Kräfte anzuziehen, die ihn verändern sollen, er hat alles ausgeführt, was in den Büchern steht, hat dieses Wissen an die anderen verbreitet, um die Anzahl der Menschen zu vergrößern, die das Schöpfungsziel anstreben. Dadurch hat er das allgemeine kollektive Verlangen nach der Erreichung des Ziels vergrößert, und es hat begonnen, stärker auf ihn einzuwirken.

Und dennoch sieht er keinen Erfolg. Die Kabbalisten schreiben viel über diesen Zustand, diesen Punkt, diesen Wegabschnitt. Es ist ein absolut besonderer kritischer Punkt, der nicht umsonst den Namen „Tag des Gerichts“ trägt: hier wird entschieden, ob du vorankommst oder absteigst – ob du dich selbst zum Leben oder zum Tode verurteilst.

Im Grunde genommen bestimmt der Mensch diese Entscheidung durch seine gesamte vorangegangene Arbeit – hat er es geschafft, die Unterstützung der Gruppe für sich aufzubauen und die Kraft der Bürgschaft von ihr zu bekommen, damit sie ihm bei allen harten Gerichten, sprich bei riesigen egoistischen Verlangen, die sich im Menschen enthüllen und denen er nicht aus eigener Kraft widerstehen kann, hilft.

Es ist klar, dass wir nicht in der Lage sind, gegen ein egoistisches Verlangen, das sich in uns enthüllt, anzukämpfen, mag es auch noch so klein sein. Und nur wenn wir uns mit der Kraft der Umgebung ausrüsten, werden wir die höhere Kraft erhalten. Denn es steht geschrieben, dass „der Schöpfer in seinem Volk wohnt“ – in der Verbindung zwischen den Seelen, zwischen den Freunden herrscht die Kraft ihrer Vereinigung, die sich Schöpfer nennt.

Der Schöpfer ist die allgemeine Eigenschaft des Gebens, die wir selbst Teil für Teil zusammenfügen. Darum wird der Schöpfer als „Bore“ bezeichnet – „komme und siehe“. Denn wir müssen uns diesem Zustand annähern und erkennen, dass dies eine Erscheinung innerhalb der eigenen Verlangen ist.

Auszug aus dem Unterricht nach einem Shamati-Artikel, 07.10.2011

Die flüchtigen Gedanken quer durch „Shamati“ – Drei Gründe, welche den Verstand des Menschen vergrößern

Es wurde von den Weisen gesagt, dass „drei Gründe den Verstand des Menschen vergrößern: eine schöne Frau, ein schönes Haus und die schönen Kelim/Gefäße“.

Es handelt sich um die Wünsche zu genießen, welche „das Haus“, „die Frau“ und „die Gefäße“ heißen: in dem Maß, in welchem ich mich um diese Wünsche sorge, damit sie die Form des Gebens annehmen, werden sie ausgedehnt.

Auszug aus der 6. Lektion des Kongresses in Toronto, 18.09.2011

Die flüchtigen Gedanken quer durch „Shamati“ – Was bedeutet der Satz „mein Freund hat sich verhüllt“ in der spirituellen Arbeit

Was ist mit dem Satz „Mein Freund hat sich verhüllt“ gemeint? Manchmal fühle ich, dass die angenehme, schöne Empfindung, das Verständnis der Erfüllung sich entfremden und verschwinden. Diese Stufen der Entfernung heißen „Nekudot“ / „Punkte“.

Es gibt „Taamim„, „die Geschmäcker“, die beim Eingang des Lichtes empfunden werden, und es gibt „Nekudot“ / „Punkte“, die Eindrücke vom Ausgang des Lichtes. Gerade aus „Nekudot“ entstehen die neuen Gefäße/Verlangen. Wir studieren es in „der Einführung in die Wissenschaft der Kabbala“ und im „Talmud der Zehn Sefirot“.

In diesem allmählichen Verschwinden des Lichtes muss man die Erschaffung der neuen Gefäße/Verlangen, einen Flirt, ein Spiel sehen. Solche Entfernung, die Empfindung, des dich verlassenen Lichtes ist eben eine Einladung, es zu verfolgen, es sich zu wünschen, um auch in der kommenden Finsternis mit dem Licht verschmolzen zu sein.

Auf diese spielerische Art baut der Schöpfer in uns die Beziehung zu Ihm, welche von unserem Verlangen zu genießen unabhängig ist. Er verhüllt sich, aber ich bin trotzdem bereit Ihm zu folgen. Er verblasst und ich will dennoch in dieser Finsternis bleiben. Das heißt diese Spiele sind nicht auf mich, sondern auf mein Verlangen zu genießen, auf mein Ego gerichtet. Und ich will mich über dem Ego mit dem Schöpfer verbinden, und das trotz der Finsternis, die in meinem Ego empfunden wird.

Es gibt also mein Ego, und mich über dem Ego. Mir gegenüber befindet sich das Licht. Und ich bin dazu bereit, dass mein Ego die Finsternis, die Leere empfindet.

Ich muss folgende Erkenntnis erlangen: trotz der negativen Empfindung, der Abwesenheit jeder Füllung in meinem Ego, will ich gerade in solchen Situationen mit dem Licht verbunden sein. Es bedeutet, dass ich mich „über dem Verstand“, im Geben befinde. Deshalb baut die Entfernung des Lichtes in mir das Verlangen zum Spirituellen.

Auszug aus der 6. Lekion des Kongresses in Toronto, 18.09.2011

Flüchtige Gedanken quer durch „Schamati“ – der Unterschied zwischen dem heiligen Schatten und dem Schatten der Klipot

Ein Schatten bedeutet, dass ich mich in der Finsternis befinde: ich empfinde Kraftlosigkeit, fühle keinen Geschmack in der spirituellen Arbeit, will nichts, bin satt und ermüdet, als ob mir die ganze Luft aus den Rädern gelassen wurde. Was ist zu machen?

Wenn ich verstehe, dass mir diese Zustände absichtlich gegeben werden, damit ich vorankomme, um meinen Bemühungen Platz zu schaffen, dann betrachte ich diesen Schatten in der Form eines Flirts, eines Spiels des Lichts mit mir. Es verbirgt sich absichtlich, damit ich seine Anwesenheit enthülle. Es wendet sich absichtlich von mir ab, damit ich ihm einen Schritt entgegen mache.

Infolge dieses Spiels beginne ich zu empfinden, dass ich mit dem Licht in einer Art Wechselbeziehung stehe. Dann werden seine Verhüllungen für mich zur Einladung. Kabbalisten vergleichen sie mit dem Verhalten einer Frau und eines Mannes: sie verhüllt sich absichtlich, damit er sie enthüllt. Darin liegt der ganze Sinn der Kleidung, des Aussehens, der Kosmetik usw.

Wenn ich in den Verhüllungen die Lichter, die Einladungen offenbare, um mich noch ein bisschen mehr anzustrengen, meine Einstellung, mein Streben, meinen Wunsch zu zeigen, dann heißt mein Verhalten der heilige Schatten. Wenn ich aber dazu nicht fähig bin und die Verhüllung mich nicht heranzieht, dann bleibt alles fade und geschmacklos: „Warum brauche ich das?. Was nutzt mir dieser Zustand?… Lasst mich in Ruhe, ich brauche nichts, dann ist das ein Schatten der Klippot, der mich abstößt.

Auf diese Weise kommen wir mit Hilfe des heiligen Schattens voran und werden vom Schatten der Klipot abgestoßen. Alles hängt von der Vorbereitung des Menschen ab. Noch lange bevor er den Schatten enthüllt, bereitet er sich auf den Abstieg, auf die Abwesenheit des Geschmacks vor, und begreift folglich, worum dieser Zustand eingetreten ist, um sein Verlangen nach dem Licht, nach dem Schöpfer, nach dem Geben zu offenbaren.

Gerade dort, wo ich kein persönliches, egoistisches Interesse habe, kann ich das Licht enthüllen. Nicht mein Ego zieht mich dorthin, so dass ich in diesem Zustand zeigen kann, dass ich das Licht nicht eigennützig brauche. Es ist eben die Arbeit über dem Verlangen.

Auszug aus der 6. Lektion des Kongresses in Toronto, 18.09.2011

Goldman Sachs regiert die Welt

Meinung (A.Rastani, Wertpapierhändler): „Goldman Sachs“ regiert die Welt und bereitet den Abgang der Eurowährung vor. Die Regierungen können nichts untereinander klären. Das Ersparte von Millionen Menschen wird weniger als in einem Jahr verschwinden. Diese Wirtschaftskrise wird sich wie ein Tumor ausbreiten. Die Angst von der Zerbrechlichkeit der europäischen Wirtschaft wurde in die letzten Wochen deutlicher.

Aber der Börsenkollaps wird eine gute Nachricht für die Trader sein. „Wir sind Trader, wir interessieren uns nicht wirklich dafür, wie sie die Wirtschaftslage verbessern und die Situation lösen. Unsere Aufgabe ist, daran Geld zu verdienen.“

Und außerdem: „Ich habe an diesen Moment drei Jahre lang geträumt. Ich gehe jede Nacht ins Bett und träume von einer Rezession. Mit dem richtigen Plan kann man eine Menge Geld verdienen.“- so Alessio Rastani im Interview mit BBC.

Die Beschleunigung erfolgt über dem Wissen

Von uns wird ständig die Beschleunigung gefordert, denn im Spirituellen zählen nur die Anstrengungen, die über das normale Maß hinausgehen und als Ergänzung zur gewöhnlichen Geschwindigkeit angerechnet werden. Daraus können wir Schlussfolgerung ziehen, wie wir vorzugehen haben.

Baal HaSulam erklärt, dass diese Ergänzung zu den gewöhnlichen Handlungen – „Emuna lemala mi daat“ (Glaube über dem Verstand) heißt. Diese Ergänzung ist unmöglich aus den eigenen, menschlichen Kräften zu erreichen. Aber wir bemühen uns dennoch, sie zu erreichen. Deshalb „schreien“ wir quasi nach oben, und dieser Schrei ruft das Licht hervor, das uns zur Quelle zurückführt.

Dieses Licht kommt nicht von alleine. Es kommt, wenn du dafür einen neuen, leeren Raum findest! Noch einen neuen leeren Raum und das Licht kommt wieder. Wenn alles jedoch unverändert bleibt, dann braucht das Licht auch nicht zu kommen. Denn das Licht hat schon davor seine Arbeit erfüllt, indem es in dir irgendwelche Handlung erzeugte.

Deshalb müssen wir unsere Empfindung ständig um die neuen leeren und dunklen Höhlen ergänzen, damit wir die Kraft erreichen, die uns vollständig mit dem Licht erfüllt.

Auszug aus dem Unterricht nach einem Brief von Baal HaSulam, 02.10.2011

Streiks und Proteste überall auf der Welt

Meinung (K.Bessmertnyj, Journalist): Von überall erreichen uns die Nachrichten über die neuen Streiks, Straßenunruhen und Protestkundgebungen. Die sozial-ökonomische Instabilität hat Litauen und Lettland erfasst, Island befindet sich in der tiefen Krise, die Neuigkeiten über die Protestaktionen kommen auch aus Bulgarien, Polen, Rumänien, Italien, Deutschland, Frankreich, Finnland, Argentinien und so weiter….

Die weltweite Wirtschaftskrise provoziert weltweit täglich die neuen Proteste. Nach der Meinung der Internationalen Arbeiterorganisation, können infolge der dramatischen Ereignisse in der Weltwirtschaft die Zahlen der Arbeitslosigkeit auf 50 Mio. Menschen steigen. 200 Mio. Beschäftigten in den Entwicklungsländern werden von der extremen Armut betroffen sein.

Wenn wir die heutige Situation mit der Großen Depression der 30er Jahren vergleichen, dann entdecken wir einen riesigen Unterschied, was das Gefühl der Hoffnung angeht, die Hoffnung fehlt heute eben.

Jetzt schweben in der Luft Entmutigung, Vorahnung über eine Katastrophe und die Unmöglichkeit etwas daran zu ändern. Diese Ergebnisse werden aus der Umfragen der öffentlichen Meinung sichtbar.

Heute meinen 80 % der Bevölkerung der USA, dass das Land sich in die falsche Richtung entwickelt und dass eine kleine Gruppe den Staat nach ihren Interessen verwaltet. Die Entwicklung der Krise kann zu einem Weltkrieg führen.

Die Krise stellt die Frage über die Unwirksamkeit und Unmenschlichkeit des vorliegenden Wirtschaftsmodells, welches nur für die Macht- und Kapitalelite vorteilhaft ist.

Die richtige Absicht im Schowbiz

In der vergangenen Woche hat Jakob Seligmann, ein Student der Kabbala-Akademie aus New York, das New Yorker Operetten-Festival mit seinem neuen Musical „The Big Bank“ eröffnet! Der Zeitpunkt könnte nicht besser sein! Es handelt um eine Bank, die die Menschen bestiehlt. In Kürze wird in der Zeitschrift „EmergenZ“, von der wir alle in Toronto gehört haben, ein Interview mit Jakob über den Entstehungsweg dieses Musicals veröffentlicht.

http://www.youtube.com/watch?v=PTBRphcbHqo&feature=player_embedded#!

„Die Zuschauer haben darüber gelacht und geweint, mit welcher Begeisterung die Chefin einer großen Bank den Menschen ihre verpfändeten Geschäfte und Häuser abgekauft hat, um Profit auf ihre Kosten zu machen. Am Ende der Show wird gesühnt: die Chefin der großen Bank „erwacht spirituell“ und begreift, dass das Leben ein Kredit ist, dass das ganze Leben einer großen Bank gleicht, in der die Tür offen steht und man alles, was man sich wünscht, mitnehmen kann, doch alles wird aufgeschrieben (s. Baal haSulam „Frieden in der Welt“)

Stellt euch vor, dass „The Big Bank“ in diesem Sommer am Broadway anläuft, und wir alle sind dort, und Jakob gibt ein Interview für die New York Times und für das Fernsehen und spricht über unsere Botschaft an die 99%. Das ist das, was im Moment tatsächlich passiert!“ (Aus dem Brief von Seth Breitman an die Freunde)

Worauf hofft Obama?

Meinung (C.Plosser, der Präsidenten der Federal Reserve von Philadelphia, Wall Street Journal): Die Geld- und Kreditpolitik kann keine Hilfe für den Arbeitsmarkt in den USA leisten: weder bei der Stimmulierung der Nachfrage, noch bei der Vergrößerung der Zahl der Arbeitsplätze. Außerdem setzen viele Wohnungsverwaltungen und Unternehmen es fort das Niveau der Anleihen herabzusetzen, anstatt diese zu erhöhen.

Mein Kommentar: Solange der Mensch sich nicht davon überzeugt, dass er das bestehende Problem nicht lösen kann, wird er sich selbst und den anderen nicht eingestehen können, dass er verloren hat. Aber wozu gibt es neben ihm die anderen Menschen, wenn nicht dazu, um ihn vom Fehler abzuhalten…

Die flüchtigen Gedanken quer durch „Shamati“ – Was bedeutet die Aussage „Die Gewohnheit wird zur zweiten Natur“

In der Kindererziehung bemühen wir uns ständig, dem Kind die unterschiedlichsten Handlungen aufzueignen, damit sie später zur Gewohnheit werden: sich zu waschen, die Zähne zu putzen, die Sachen zu ordnen. „Du musst dies und das…“ Wir bestehen darauf täglich, bis der Mensch sich seinen Alltag nicht anders vorstellen kann, weil er sich sonst unangenehm fühlen würde. Die Macht der Gewohnheit befreit ihn von den Bemühungen.

Wie oft hat mich die Mutter dazu gebracht, mir die Zähne zu putzen, obwohl ich es nicht unbedingt tun wollte, aber sie erlaubte es mir dennoch nicht. Im Endeffekt war ich verpflichtet, sogar ohne Mutter die Zähne zu putzen, weil ich mich daran gewöhnt habe.

Somit können wir uns solche Gewohnheiten beibringen, die für uns den angeboren Eigenschaften gleich werden, wonach es uns leichter fallen wird, sie zu verwirklichen. Denn es wird im Gegenteil für mich schwer sein, diese Handlungen nicht zu begehen, da ihre Ausführung in meine Natur eingedrungen ist. Und das alles kommt zustande, weil die sich ständig wiederholenden Handlungen für mich zur Gewohnheit wurden.

Was steckt hinter dem Gesetz, dass die Gewohnheit zur zweiten Natur wird? Dadurch, dass wir uns ununterbrochen anstrengen, dieselbe Handlung oftmals zu wiederholen, bekommen wir jedes Mal eine korrigierende Kraft, bis sie uns endgültig verändert. Nach diesem Prinzip wird die Gewohnheit zur zweiten Natur.

Und deshalb kann sich der Mensch an alles gewöhnen. Er kann auch solche Empfindungen erreichen, die er früher überhaupt nicht hatte. So wird er sich an das höhere Licht gewöhnen können, das er früher nicht empfand. Wir befinden uns auch jetzt im Ozean des Lichtes, aber wer empfindet es richtig? Was fehlt uns dann? Uns fehlt die Gewohnheit.

Wir sollen uns ständig bemühen, die Feinfühligkeit fürs Licht zu erreichen: „Wo befindet es sich gerade? Wie beeinflusst es uns?“ Wir fühlen, dass es sich schon hier befindet? Das Licht wird stärker und nähert sich uns an, wonach wir beginnen, es zu empfinden. Wo ist es jetzt? Was soll ich in meinem Inneren verändern, um es empfinden zu können? Welche Absicht muss ich haben? Soll ich noch empfindlicher werden?“

Wenn der Mensch sich bemüht, auf diese Weise das Licht zu enthüllen, und beginnt, sich folgende Fragen zu stellen: „Wie kann ich die Empfindung des Lichtes erreichen? Mir fehlt es jetzt an der Eigenschaft des Gebens, an der Feinfühligkeit um die Vibrationen des umgebenden Lichtes zu empfinden“, dann wird sich das Licht nicht nur vorübergehend offenbaren, sondern es bleibt für immer.

Alles verwirklicht sich also aus der Gewohnheit, weshalb unsere Arbeit in der Aneignung der Gewohnheit besteht. Alle Ratschläge, die uns die Kabbalisten geben, sind darauf gerichtet, dass wir uns an die Handlungen in Bezug auf die Freunde, auf die Verbreitung und aufs Studium gewöhnen. Warum? Um aus dem „Tier“ herauszugehen, und sich daran zu gewöhnen, dass man sich außerhalb des tierischen Körper befinden kann. Kaum wird man eine solche Absicht erreichen, wird auch das Licht empfunden. Innerhalb unseres Körpers und unseres Verstands kann man es niemals offenbaren, weil sich das Licht außerhalb befindet.

Auszug aus der 6. Lektion des Kongresses in Toronto, 18.09.2011