Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Gibt es ein Leben nach dem Tod?

Frage: Gibt es ein Leben nach dem Tod?

Meine Antwort: Gerade nach dem Tod gibt es ein Leben. Und solange wir uns nicht von unserem Egoismus befreien, gibt es auch kein Leben. Wir spüren unsere Existenz im Innern des Egos. Sie ist nichtig, gemein und sehr begrenzt.

Auch wenn wir uns von unserem Egoismus befreien, ist es nur eine Befreiung auf der ersten egoistischen Stufe. Sogar der physische Tod ist nur eine sehr kleine Erlösung und eine sehr kleine Stufe des Aufstiegs. Dadurch können wir verstehen, dass die Natur und die Welt tatsächlich auf einer anderen Ebene, nämlich über dem Egoismus, existiert.

Frage: Menschen, die nur in ihrem kleinen Umfeld leben, haben keine Zeit über etwas anderes nachzudenken. Sie sind damit beschäftigt sich selbst und ihre Familien zu ernähren. Vielleicht ist das der Grund warum der Egoismus uns heutzutage wahrlich auffrisst. Wie können wir aus diesem Kreislauf entkommen?

Meine Antwort: Das muss erklärt und unterrichtet werden. Deswegen habe ich die Kabbala-Akademie gegründet. Mehrere Millionen Menschen studieren praktisch auf jedem Kontinent und in allen Sprachen der Welt. Wir halten Unterrichte und Vorträge, treffen uns, organisieren internationale Kongresse und weitere Veranstaltungen.

Aber das aktuelle Virus, dieses letzte System der Wahrnehmung der Natur, das jetzt allmählich in unser Bewusstsein dringt, drängt den Menschen dazu, zu erkennen, wo er lebt und warum er existiert. Und hier hat er keinen Ausweg.

Wir müssen das Gesamtbild der integralen Natur, entweder auf richtige oder auf falsche Weise, verstehen. Wir müssen verstehen, wie wir in ihr existieren können und zur richtigen ganzheitlichen Beziehung mit ihr gelangen. Wir müssen einfach selbst integral werden.

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Warum werden Tiere vom COVID-19 kaum beeinflusst?

Veröffentlicht in Linkedin am 24.06.2020

Das Coronavirus hat sich weltweit verbreitet. Doch von allen Arten, die auf dem Planeten leben, scheinen die schädlichen Auswirkungen davon fast nur die Spezies Mensch zu betreffen. Warum ist das so? 

Wenn wir uns die Verhaltensregeln die wir befolgen müssen um das Coronavirus einzudämmen, genauer ansehen, sagen sie etwas darüber aus, warum die Auswirkungen fast nur uns Menschen betreffen. 

Um das Virus einzudämmen, müssen wir soziale Distanz einhalten, Gesichtsmasken tragen und unsere Hände waschen. Von den drei Vorschriften sind die ersten beiden entscheidend dafür, um zwischen uns die Verbreitung des Virus zu verhindern. Die dritte Vorschrift ist wichtig um zu vermeiden, dass wir selbst angesteckt werden. Eigentlich müssen wir uns vor allem auf die ersten beiden Anweisungen konzentrieren, denn wenn wir sie einhalten, werden wir das Virus nicht auf andere übertragen und müssen uns dann keine Sorgen mehr darüber machen, uns selber anzustecken.  

Die zwei Meter Abstand halten, bedeuten aber genau genommen nur „physische Distanzierung“ und nicht „soziale Distanzierung“. Doch „Soziale Distanzierung“ ist das, was das Virus uns aufzwingen will, nämlich das wir uns sozial und emotional voneinander fernhalten müssen, nicht nur körperlich.

Betrachten wir die anderen Spezies in der Natur, sehen wir, dass zwischen Tieren keine schädlichen Beziehungen untereinander existieren. Selbst zwischen Gejagtem und Jäger gibt es im Tierreich keinen bösen Willen. Und obwohl sie sich gegenseitig Viren und andere potenziell schädliche Keime übertragen können, geschieht das eher selten. 

Wenn man es genau betrachtet, hat sich nur in der Spezies Mensch im laufe ihrer Entwicklung dieser böse Wille – die Kultur des Wettbewerbs, der Diskriminierung und der Bigotterie – ausgebildet. Die Kultur des Hasses hat sich heute etabliert. Infolgedessen sind die Viren, die wir auf andere übertragen, genauso bösartig und schädlich wie unsere Gedanken. Tatsächlich ist unser Hassgefühl gegenüber anderen so intensiv, dass es nicht ausreicht zwei Meter Abstand zu halten, sondern wir müssen auch noch unsere Gesichter bedecken. 

Doch bis wir nicht unser Grundproblem, den Hass aufeinander, beheben können, werden wir COVID-19 nicht loswerden. Selbst wenn wir medizinische Lösungen oder einen Impfstoff dagegen finden, wird es sich anpassen und einfach noch komplexer und aggressiver werden. Genauso wie auch der Mensch darauf reagiert, wenn jemand ihn verletzen will. Wenn wir also nur daran arbeiten, ein Heilmittel oder einen Impfstoff gegen das Coronavirus zu finden, müssen wir damit rechnen, dass wir dadurch nur auch noch härter daran arbeiten müssen, die Pandemie des Hasses zu heilen, die sich über die gesamte Menschheit verbreitet.

Bild von Katrin B. auf Pixabay



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Neues Leben 1205 – Leben in meiner Blase

Dr. Michael Laitman im Gespräch mit Oren Levi und Yael Leshed-Harel

Um das Leben von meiner eigenen komfortablen und sicheren “Scheinblase” in eine höher entwickelte zu transzendieren, bedarf es einer Höheren Kraft. Die Weisheit der Kabbala kann mich lehren, wie ich meine Blase verlassen und mich von meinem Ego lösen kann. Ich muss aufhören, darüber nachzudenken, was gut für mich ist, und anfangen, darüber nachzudenken, was anderen nützt. Selbstsüchtige Gedanken schränken mich ein und halten mich von der Wahrheit ab, während das Denken darüber, was gut für andere ist, die Grenzen meiner Blase erweitert und die Welt dadurch unendlich wird.

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Aus KabTVs „Neues Leben 1205 – Living Inside My Bubble“02.04.2020 



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Die Roboter kommen

Müssen wir uns wirklich davon überzeugen lassen, dass uns Roboter ein perfektes Leben ermöglichen? Können wir es nicht selbst tun?

Einerseits wird vermutet, dass Roboter die ganze Welt erobern werden. Auf der anderen Seite gibt es die Meinung, dass sie uns helfen werden. Sie kochen für uns, bauen und fahren Geländewagen. Sie sind hoch intelligent. Und wir glauben, dass sie unser Leben perfektionieren werden.

Roboter sind unfähig zu geben und zu lieben. Es ist vollkommen egal welche Software wir ihnen laden. Es wird nicht geschehen. Ein Mensch ist dazu genauso unfähig. Doch er wird in sich selbst einen neuen Menschen erschaffen müssen und zwar einen spirituellen. 

Denn im Gegensatz zum Roboter hat der Mensch einen zusätzlichen, höheren Anteil, nämlich die Seele. Sie zieht ihn vorwärts, damit er die höhere Welt erreichen kann. Dorthin können wir keinen Roboter bewegen. Sie werden nie fähig sein, sich statt des Menschen zu entwickeln und seine höhere Aufgabe in der Natur zu erfüllen. Ein Mensch kann nicht ersetzt werden.

Veröffentlicht in ML michaellaitman.com

https://pixabay.com/de/illustrations/roboter-3d-liebe-verwirrend-3197226/



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Immer mit mir – Teil 86

Das Unerwartete

Dann geschah das Unerwartete. Wir kamen aus Tiberias zurück, und am Ende der Woche wollten wir wieder hinfahren. Es gab eine kleine Mahlzeit, ich kann mich nicht erinnern, worum es ging. Meine Frau Olga und unsere Töchter waren oben im zweiten Stock mit den Frauen und mit der Frau von Rabash, Jochewed.

Plötzlich sehe ich Olga und weiß, dass etwas nicht stimmt. Sie rief mir aus dem zweiten Stock auf Russisch zu: „Mischa, komm nach oben! Schneller!“ Alle sahen mich an – niemand verstand auf Russisch. Ich sagte: „ich muss nach oben kommen“ und rannte sofort nach oben.

Ich gehe nach oben, Rabbanit[1] liegt ohne Bewegung auf dem Boden. Aber sie schaut mit offenen Augen, atmet. Sie kann sich einfach nicht bewegen. Wie sich später herausstellte, hatte sie einen Schlaganfall!

Die Gruppe hatte einen Arzt, und ich rief ihn sofort, ohne es jemandem zu sagen. Ich habe geschrien: „Doktor, komm hier hoch!“ Der Arzt ging nach oben und verstand sofort die Lage.

Und dann haben wir einen Fehler gemacht. Der Arzt sagte: „Lass es uns sie auf die Couch legen.“ In diesem Fall darf man eine Person nicht berühren. Wir haben sie auf die Couch gebracht, und ich wollte RABASH rufen, aber er tauchte von selbst auf.

Er sah alles und…verstummte. Er hielt inne, ging vorsichtig in die Ecke des Raumes, setzte sich hin und behielt sie im Auge. Er beobachtete schweigend, was wir taten. Sehr vorsichtig, respektvoll, ohne ein Wort zu sagen. Ich werde nie vergessen, wie er sie ansah. Und sie hat ihn angesehen… Sie schien ihn zu beruhigen, und er verstand bereits alles.

Ein Krankenwagen kam und brachte sie ins Krankenhaus.

[1] Rabbanit: so nennt man die Ehefrau von Rav

 

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Fortsetzung folgt…



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Sich nicht den allgemeinen Maßstäbe anpassen


Frage: Ist es für eine Verbindung unter Freunden notwendig, dass sie die selbe Auffassung und Wahrnehmung wie ich haben und dabei das Gleiche empfinden?

Antwort: Nein, nicht unbedingt. In der Gruppe kann man sich auf absolut unterschiedlichen Stufen befinden. Das hat aber noch keine Aussagekraft. Versucht nicht, dass ihr euch den allgemeinen Maßstäben anpasst.

Jeder muss so weit wie möglich einen positiven Einfluss auf die anderen ausüben, sie verbinden, sie durch sich selbst erfüllen und – was am wichtigsten ist – MAN zum Schöpfer erheben, so bewegen wir uns vorwärts.

Wir dürfen uns nicht vergleichen- wer ist größer und wer ist kleiner. Wenn wir uns nach und nach einander annähern, werden wir uns in einem einheitlichen System spüren. Dort gibt es eine gegenseitige Ansammlung von Kräften – der Zehner. Darin ist alles zusammen: die Offenbarung des Schöpfers, das Licht, die Spannung.

Obwohl sich jeder vom anderen unterscheidet – der Eine besitzt eine höhere Sensibilität für Gefühle, der Andere eine höhere Sensibilität für Wissen usw., gibt es dort alle möglichen Arten von Beifügungen und Berechnungen. Sie finden sowohl sinnlich als auch physikalisch statt. Im Zehner wird alles ausgeglichen. Es geht in die gleiche Richtung und es enthüllt sich für alle der Schöpfer.

Aus dem Unterricht, 01.0.3.2020

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Sich als ein integraler Bestandteil in die Natur einfügen


Die Verletzung der Gesundheit aller erzeugt ein Ungleichgewicht im Gesamtsystem. Das System wird „Adam“ genannt, weil es nach dem Ebenbild des Menschen aufgebaut ist.

Was bedeutet das? Es gibt auf der unbelebten, pflanzlichen, tierischen und menschlichen Ebene der Natur Systeme, die miteinander interagieren.

Sie sind absolut integral, sich gegenseitig ergänzend und außerordentlich ganzheitlich. Ihre Aufgabe ist es, dass der Mensch sie richtig anwendet und sie durch seine sinngemäße Anwendung in der Arbeit, sich dem Schöpfer anzugleichen, verbessert. Dann wird er durch all diese Systeme eine gigantische Höhere Welt wahrnehmen können, die absolut alles umfasst.

In unserer Welt sehen wir Integrität auf der Ebene der unbelebten, pflanzlichen und teilweise tierischen Natur. In der menschlichen Natur nehmen wir das nicht wahr, weil wir uns auf dieser Ebene befinden.

Wir sehen zum Beispiel, wie wir das Gleichgewicht der unbelebten Natur aus dem Gleichgewicht bringen: Emission von Gasen, Erwärmung der Atmosphäre, Blockierung von Flüssen, Unterbrechung von natürlichen Vorgängen. Am Ende geht das alles auf die unangenehmste Art und Weise nach hinten los.

Die Natur wurde jedoch bewusst absolut harmonisch erschaffen, damit wir uns in sie als die höchste Stufe der Harmonie einfügen. Aber wenn der Mensch anfängt, mit seinen schmutzigen, ungeschickten Händen in die Natur einzugreifen, verkrüppelt er sie nur. Er verstümmelt sie ständig nach der Vorstellung seines Egoismus und glaubt, dass er richtig handelt, dass die Natur kein gigantischer, ganzheitlicher, lebender Organismus ist.

Dabei sind seine unbelebte, pflanzliche und tierische Ebene miteinander verbunden und nehmen an einer gemeinsamen integralen Interaktion teil. Der Mensch wurde erschaffen, um sich nach und nach selbständig in diese Natur als integralen Bestandteil einzufügen und sie zu studieren und durch bewussten Teilnahme zu ergänzen.

Doch leider geschieht dies nicht, denn wir sind Egoisten, wir sind von vornherein der unbelebten, pflanzlichen und tierischen Natur entgegengesetzt. Deshalb passen wir mit unserem menschlichen Egoismus, der über diesem Niveau liegt, nicht in die Natur, sondern wir beginnen im Gegenteil, sie kaputt zu machen, um sie uns anzupassen.

Seit vielen tausend Jahren macht der Mensch mit der Natur was er will. Und sie bestraft uns als strenger Richter. Oder genauer gesagt, sie bestraft uns nicht einmal, sie kompensiert unsere groben, unklugen Verzerrungen, die wir ihr zufügen.

Deshalb werden wir nur dann von Gesundheit sprechen können, wenn wir den gesamten unbelebten, pflanzlichen, tierischen und menschlichen Organismus, d.h. die gesamte Natur, berücksichtigen und wenn wir mehr oder weniger begriffen haben, wie er im richtigen Zusammenspiel aller seiner Teile sein muss, wie er all seine Ebenen kompensieren und ergänzen kann.

Dann werden wir in der Lage sein, gesund zu bleiben und zu höheren Ebenen der Erkenntnis, der Verbundenheit mit der riesigen integralen Natur aufzusteigen.

Aus dem Unterricht von 15.03.2020

[#263013]



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Wie praktikabel ist gegenseitige Verantwortung?


Vor nicht allzu langer Zeit hieß es in einem Kommentar zu einem meiner Beiträge, dass eine Anpassung der Gesellschaft an die harmonische und integrale Natur, in der wir leben, nicht praktikabel sei. Gegenwärtig ist sie in der Tat unpraktisch, da die Menschen keinen Grund sehen, mit anderen in Harmonie zu leben. Solange wir können, wird unsere egozentrische Natur versuchen, ihre egozentrische Denkweise beizubehalten.

Aber die Realität hat sich geändert, und je früher wir dies erkennen, desto besser für uns alle. Der Virus wird uns zwingen, aneinander zu denken. Jeder von uns kann ihn auf alle um uns herum übertragen. Selbst wenn wir nicht krank sind, bedeutet das nicht, dass wir keine Überträger sind, und deshalb sollten wir uns davor hüten, es an andere weiterzugeben. Auf diese Weise lehrt uns das Virus, aneinander zu denken, rücksichtsvoll zu sein, auch wenn wir es nicht aus freiem Willen oder aus Zuneigung zu anderen tun.

Da das Virus in absehbarer Zeit nicht verschwinden wird, sind wir gezwungen, den Ansatz der gegenseitigen Verantwortung zu wählen. Unbeabsichtigt werden wir uns in einer Gesellschaft wiederfinden, die nach anderen Regeln lebt: Regeln einer harmonischen, integralen Gesellschaft. Wir werden keine andere Wahl haben; unser Leben hängt davon ab.

Es mag noch einige Monate oder Jahre dauern, aber eine Gesellschaft der gegenseitigen Verantwortung und Solidarität wird nicht nur praktikabel und realistisch sein, sie ist auch die einzige Alternative für die Menschheit, da sie die einzige Möglichkeit bietet, erfolgreich mit COVID-19 oder mit allen Krisen auf dem Weg dorthin fertig zu werden.

[Reuters: Eine Menschenmenge versammelt sich, um die Menschen während einer vom Iowa Freedom Riders, Black Voices Project organisierten Feier zum 19. Juni sprechen zu hören].



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Liebe auf den ersten Blick

Es gibt keine Liebe auf den ersten Blick, so amerikanische Wissenschaftler.

Amerikanische Wissenschaftler behaupten, es gäbe keine Liebe auf den ersten Blick, aber es gäbe Liebe auf den vierten Blick. Oft wird die Wirkung von Hormonen für Liebe gehalten .

Amerikanische Psychologen haben nachgewiesen, dass es keine Liebe auf den ersten Blick gibt, sondern Liebe auf den vierten Blick. Sie sagen, man braucht nicht mehr als drei Dates, um das Gedächtnis aufzubauen und im Laufe des vierten Dates kann die Liebe schon entstehen.

Ich weiss nicht, was sie unter dem Begriff „Liebe“ verstehen. Was versteht man darunter? Einen Sinnesreiz, hormonelle Schwankungen, intellektuelle Abhängigkeit oder Nähe?

Sie sagen, dass wahre Liebe nur durch angenehme Erinnerungen an einen Partner verstärkt wird, was bedeutet, dass ein richtiger Eindruck vom Menschen entstehen muss. Daher seien vier Dates notwendig.

Das ist der heutige Stand. Morgen sagt jemand etwas anderes. Ich glaube, es ist müssig zu versuchen, dies zu verstehen, weil menschliche Gefühle rein chemische Vorgänge sind, die sich unserem Verständnis entziehen, da sie sehr tief in unserem Unterbewußtsein verankert sind. Es gibt verschiedene Bedingungen und Gründe, wie und warum ein Mensch von einem anderen angezogen wird. 

Daher würde ich nicht versuchen, eine ernsthafte wissenschaftliche Basis für dieses Thema zu schaffen. Ich kann nur sagen, dass Liebe Pflicht, Abhängigkeit und Dankbarkeit ist, ein Zustand, in dem die Menschen verstehen, wie sehr sie miteinander verbunden sind, wie viel sie für einander getan haben und wie viel sie noch für einander tun können. Genau diese sehr enge Abhängigkeit,in welcher beide sich als Fortsetzung von einander fühlen, heißt „Liebe“. Und das hat weder mit Sex, noch mit gegenseitiger Anziehung, noch mit dem ersten Blick zu tun. Es ist das, was wir viele Monate oder sogar Jahre lang nähren. Liebe ist, wenn ein Mensch die Wünsche seines Geliebten statt seiner eigenen akzeptiert und sie mehr als die eigenen erfüllt. Absolute Liebe ist es dann, wenn er das gegen den eigenen Wunsch tut. Aber das ist eine ganz andere Ebene von Beziehung.

Veröffentlicht in ML MichaelLaitmam.com



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Gleichberechtigung ist kein leeres Wort

Veröffentlicht in MichaelLaitman.com 

Vor dem Hintergrund der Welle der Empörung über den Tod von George Floyd wurde ich gefragt, wie es gemäß der Kabbala möglich ist, Rassenunterschiede zu überwinden und dem Rassismus in all seinen Erscheinungsformen ein Ende zu setzen.

Meine Antwort: Zunächst gilt es zu verstehen, dass der Hass auf andere in der menschlichen Natur selbst verwurzelt ist. Tiere der gleichen Art unterscheiden sich manchmal in Farbe, Charakter und Fähigkeiten erheblich voneinander, dennoch führt es nicht zu Exzessen. Bei den Menschen ist dies anders. Die Unterschiede zwischen uns sind viel ausgeprägter, grundlegender, krasser.

Im Allgemeinen ist die Vielfalt und der Gegensatz ihrer Bestandteile, eine Eigenschaft der Natur. Jeder ist einzigartig. Keiner gleicht dem Anderen. Was sogar für Zwillinge gilt, gilt um so mehr für alle anderen Menschen. Uns trennt Vieles: Farbe, angeborene Eigenschaften, Geschlecht, Alter…

Wie können wir unter diesen Bedingungen zu Gleichheit und Einheit gelangen?

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