- Kabbala und der Sinn des Lebens - https://laitman.de/ -

Nicht an sich denken, sondern an das Vorwärtsstreben

Unser gesamter Weg besteht aus Auf- und Abstiegen. Es gibt nichts im Menschen, das nicht zerbricht und sich anschließend wieder zusammensetzt. Nur durch den Vergleich jeder vermeintlich schlechten und guten Eigenschaft, an der Schnittstelle, kann man etwas aufbauen, etwas tun und vorbereiten, ein inneres Kli bilden und es anschließend mit Leben füllen.

Deshalb darf der Mensch auf keinen Fall denken: „In welchem Zustand befinde ich mich?“ -das ist die falsche Einstellung. Man sollte dem Zustand keine Beachtung schenken. Der Mensch muss immer denken: „Wonach strebe ich?“, und nicht: „Zu welchem Zustand strebe ich?“, niemals denken: „Wie geht es mir?“, sondern denken: „Wonach strebe ich?“, das heißt, er muss vor sich jene Eigenschaft, jenes Bild, jene Qualität sehen, nach der er streben soll.

Denkt auf keinen Fall über euch selbst nach. Sobald ihr an euch denkt, kommt es sofort zu einem Abstieg, es tauchen unzählige Störungen auf, die euch nach innen und in alle Richtungen ziehen. Konzentriert euch nicht auf euch, sondern denkt von euch aus nach außen. Dann werden wir schnell alle notwendigen, unvermeidlichen Zustände durchlaufen.

Wir werden verstehen, dass sie alle dazu da sind, dass wir – ungeachtet dessen, was wir durchleben – uns stets auf das Eine ausrichten. Das ist es, was es zu erkennen, zu ergründen und als Schlussfolgerung aus der Betrachtung der gesamten Kette von Zuständen zu ziehen gilt, die wir durchlaufen müssen.

Davon gibt es sehr viele. Jeder einzelne unterteilt sich wiederum in eine Vielzahl weiterer Zustände, und der Mensch kann jede Sekunde eine riesige Anzahl unterschiedlichster Zustände durchlaufen. Das hängt allein vom Streben nach vorne ab. Je mehr man sich nach vorne bewegt und sich immer klarer und stärker auf das Ziel ausrichtet, desto schneller dreht sich der kleine Motor, der diese Zustände durchläuft, und desto höher ist die Geschwindigkeit, mit der sie stattfinden.
Das hängt von uns ab. Wenn man auf nichts ausgerichtet ist, dann steht dieses Rad, diese Kette der Entschlossenheit still. Fangt an, ein wenig nach vorne zu streben – dann beginnt sich alles schneller und schneller zu drehen. Bleibt man stehen, beschäftigt man sich mit sich selbst – es steht alles still, alles ist leblos. Deshalb muss man nur von sich aus und nach außen denken.

[362497]

Aus dem Unterricht zum Sukkot-Fest, 25.09.2026

 

Beitrag teilen: