
Frage: Der Mensch soll sich in jedem Zustand an den Schöpfer wenden. Aber es gibt doch verschiedene Zustände?
Antwort: Die Zustände, die der Schöpfer dem Menschen schickt, unterscheiden sich nicht voneinander. Sie sind alle sehr einfach und erzeugen ein einfaches Licht, das die gesamte Wirklichkeit erfüllt. Die Zustände erscheinen dir nur deshalb unterschiedlich, da das Licht ein „Kli“(Gefäß) geschaffen hat, das eine Vielzahl unterschiedlicher Eigenschaften besitzt
Unter dem Einfluss dieses einfachen Lichts und auf dem Weg zu einem einfachen Ziel scheint es dem Mensch, als würde er verschiedene Zustände durchlaufen: gute und schlechte Zustände, die in unterschiedlichen Formen auftreten, einander widersprechen und sowohl in ihrem Wesen als auch ihrer Bedeutung nach gegensätzlich sind. Doch das entspricht nicht der Wahrheit. Alle Zustände kommen mit nur einem einzigen Zweck und gemäß dem Plan des Schöpfers – um dem Geschöpf Genuss zu bereiten- und nur mit der einzigen Absicht: dich zur Quelle zurückzuführen.
Dass der Mensch all dies in unterschiedlicher Form wahrnimmt und den Zusammenhang zwischen den einzelnen Situationen nicht erkennen kann, obwohl er unter dem Einfluss des einfachen Lichts steht, bedeutet lediglich, dass er diesen inneren Punkt noch nicht erreicht hat. Im Menschen wurde noch kein innerer Auslöser betätigt, noch kein entscheidender Mechanismus aktiviert, durch den er in jedem Zustand nur noch das Eine erkennt. Im Gegenteil: Wenn man, jeden Zustand zu analisieren beginnt und bis ins Einzelne untersucht, wie er entsteht und was er bewirkt, entfernt man sich nur von der richtigen Handlung. Die richtige Handlung besteht darin, in jedem Zustand den Schöpfer zu sehen, der Sich dem Menschen offenbart und ihn an Sich erinnert, wie gesagt wurde: „Sie kommen und segnen dich. “Man sollte sich nicht übermäßig in einen Zustand vertiefen. Es genügt zu erkennen, dass er vom Schöpfer gesandt wurde. Hat man diese Erkenntnis erlangt, ist das ausreichend. Man soll nicht nach den kleinen Einzelheiten graben, denn dadurch versinkt man nur tiefer im Sumpf des Egoismus. Es genügt, dass der Mensch eine Verbindung mit dem Schöpfer hat. Dabei ist es nicht wichtig, wie man diese Verbindung im Augenblick empfindet – ob in einer positiven oder in einer negativen Form.
Um einen bestimmten Zustand abzuschließen, muss man ihn mit dem Schöpfer verbinden. Wenn man alles komplizierter macht, werden alle weiteren Handlungen lediglich künstlich sein und keinen spirituellen Nutzen bringen. Der nächste Zustand kann seinem Wesen nach tiefer, qualitativ feiner und reichhaltiger an Klärungen sein. Doch sobald der innere Auslöser aktiviert wird und man diesen neuen Zustand mit dem Schöpfer verbindet und aus diesem Zustand heraus um die Vereinigung mit Ihm bittet, geschieht dies bereits auf einer höheren Stufe.
Das bedeutet: Der Mensch kann nur in dem Maß tiefer in einen Zustand eindringen, wie der Schöpfer ihn offenbart und beleuchtet. Darüber kann er selbst nicht entscheiden. Man kann nicht sagen: „Jetzt werde ich bewusst in diesen Zustand eintauchen, in die linke Linie.“ Auf diese Weise verliert der Mensch den richtigen Kontakt zum Schöpfer. Das ist bereits die Klipa (unreine Kraft), die sagt: „Nein, du musst leiden, tiefer in deinen Egoismus eindringen und erkennen, wie schlecht du bist.“
Keinesfalls. Das Böse wird nur deshalb offenbart, damit der Mensch sich an den Schöpfer wendet. Das kann er sofort und ohne Verzögerung tun.
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Aus einer Lektion über einen Artikel von Rabash, 23.06.2026