Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Verbreitung'

Der Motor des inneren Brennens

Eine Frage, die ich erhielt: Die Korrektur in uns und das Streben dazu stammen von uns. Heute verbringen wir den Tag der Einheit, und am 28. Januar 2011 werden die Kongresse in Berlin und in San Francisco stattfinden. Wozu verpflichten sie uns?

Meine Antwort: Wir müssen offenbaren, dass wir die Zahnräder sind, die im einheitlichen Mechanismus unter dem Titel „Die Weltweite Bewegung Bnej Baruch“ verbunden sind, und dass wir in die Kupplung mit der ganzen Welt treten.

Stellen Sie sich vor, wie mächtig unser Motor sein soll muss, damit alle zusammen in eine Richtung, in einer Absicht, mit dem einheitlichen Luftzug, voranschreiten, damit wir die ganze Welt an „den drehenden Motor“, an die Bewegung zur Einheit anschließen können.

Die Kraft soll muss so stark sein, dass die zusätzliche Belastung uns nicht aufhalten kann. Wir sollen eben danach streben.

Auszug aus einem Unterricht nach dem Artikel „Frieden in der Welt“, 26.12.2010

Wenn das Herz sich nicht öffnet…

Eine Frage, die ich erhielt: Wie kann man mit dem Glauben über dem Verstand arbeiten, wenn das Herz sich nicht öffnet?

Meine Antwort: Man braucht Geduld. Das ist eine schwere Arbeit, die wir in der ägyptischen Gefangenschaft verrichten, während wir immer neue „Pyramiden“ errichten und die gesamten Anstrengungen in diese Arbeit investieren – bis das Herz plötzlich anfängt, zu fühlen.

Und hier hilft ungemein die Verbreitung der Kabbala, sie ist für den Menschen selbst von Vorteil. Je mehr er in die Anderen investiert, selbst aus verschiedensten egoistischen Gründen, desto schneller beginnt er zu spüren, wie sein Herz sich öffnet.

Ich sehe es am Beispiel von Menschen, die sehr viel Kraft in das Studium investiert, sich aber nicht mit der Verbreitung beschäftigt haben. Es reicht nicht, einfach zu studieren und in der Gruppe zu sein – das Herz öffnet sich nicht!

Jeder muss irgendeine besondere, selbst eine kleine Arbeit für sich finden, damit sie zu seiner ständigen Sorge wird und er weiß: das ist das, was ich an die Menschen gebe, über mich wird dieses Wissen verbreitet.

Das ist ein Wundermittel, ich weiß das aus eigener Erfahrung: derjenige, der sich mit der Verbreitung beschäftigt, kommt viel schneller voran. Deshalb empfehle ich es jedem.

Aus dem Unterricht nach einem Artikel von Rabash vom 02.12.2010

Kabbalisten über die „Kabbala heute“, Teil 3

Liebe Freunde! Ich bitte euch, Fragen zu diesen Zitaten von großen Kabbalisten zu stellen.

Anmerkungen in Klammern sind von mir [M. Laitman].

Ein Beweis dafür, dass unsere Generation schon die Zeit der Messias erreicht hat

Da die ganze Wissenschaft der Kabbala vom Geheimnis der Offenbarung des Schöpfers berichtet, ist selbstverständlich, dass es keine andere Wissenschaft gibt, die ihr in ihrer Wichtigkeit und ihrem Erfolg gleichkommen könnte.

Und die Absicht der Weisen der Tora bestand darin, ein System der Erkenntnis zu kreieren, welches sich dazu eignet, sich damit zu beschäftigen.

Sie taten das insgeheim (aus bekannten Gründen wurde beschlossen, sie zu verbergen), doch dies musste nur eine bestimmte Zeit andauern, und nicht immer, wie es im Sohar heißt: „Und die Weisheit der Kabbala wird sich am Ende der Tage offenbaren, auch in den Kindern“.

Baal HaSulam. Die Lehre der kabbala und deren Wesen.

Ich bleibe in Verbindung!

Eine Frage, die ich erhielt: Ich komme nicht zum Kongress, doch ich habe das Gefühl, dass ich bereits dort bin. Wie soll ich mich in diesem Gefühl bestärken?

Meine Antwort: Mit uns zusammen sein. Vor dem Kongress werden wir vom Ort der Ereignisse berichten, wir werden zeigen, wie wir uns darauf vorbereiten, die Teilnehmer zu empfangen, und wie Freunde aus aller Welt sich an der Arbeit beteiligen.

Versucht außerdem, in eurer Gruppe, in eurem Zentrum alles Nötige dafür vorzubereiten, um mit uns zusammen zu sein.

Nehmt, wenn möglich, von der Arbeit frei, bereitet etwas zum Essen vor usw., damit euer Programm mit der direkten Übertragung übereinstimmt.

Und schickt Briefe. Wir werden uns bis zur ersten Kongresslektion live nicht mehr sehen, schickt also eure Fragen an meine Email-Adresse, und ich versuche sie gleich im Blog zu beantworten. Schreibt, ich bleibe in Verbindung!

Aus dem Unterricht nach einem Brief von Rabash vom 07.11.2010

Einladung zu einem vom Schöpfer organisierten Kongress

Eine Frage, die ich erhielt: Uns ist gelungen, einen so großen Kongress zu organisieren. Ist das ein Beweis dafür, dass wir auf dem Weg des Lichtes (der Tora) und nicht auf dem Weg der Leiden voranschreiten?

Meine Antwort: Natürlich! Denn uns wird ermöglicht, die Wissenschaft der Kabbala für eine so breite Öffentlichkeit und an so einem Ort zu enthüllen, wo sich die stärkste Widerstandskraft (Klipa) befindet – in Israel, an dem Ort der Zerstörung des Tempels, dem Ort des spirituellen Zerbrechens.

Die restliche Welt wehrt sich nicht so sehr gegen die Kabbala, denn sie weiß sehr wenig davon.

Doch gerade in Israel existiert dieser Widerstand, denn es befand sich einst auf einer spirituellen Ebene, mit der Absicht des Gebens und der Nächstenliebe, dann stürzte es von dieser Stufe in den grundlosen Hass, in die unreinen Kräfte, in die „Klipa“, in die egoistische Absicht ab.

Deshalb ist gerade hier, in Israel, der Ort der Enthüllung des Bösen und der größten Unreinheit. Aber auch deren Korrektur.

Und noch schlimmer ist es in Jerusalem, an dem Ort der Zerstörung des Tempels. Und der schlimmste Ort ist das „Allerheiligste“, der heiligste Platz im Tempel, der zum Ort der größten Unreinheit wurde.

Darum spricht die Tatsache, dass es uns gelingt, in Israel so einen großen und hinreichend bekannten Kongress zu veranstalten, der im Fernsehen, in der Presse und selbst auf den Werbetafeln auf den Straßen angekündigt wurde, und zur Teilnahme daran Tausende von Menschen heranzuziehen, davon, dass wir von oben als ein Mittel zur Enthüllung des Schöpfers den Geschöpfen benutzt werden!

Und der Schöpfer führt diese Handlungen zur Erreichung der Korrektur durch uns aus, für die scheinbar die Zeit gekommen ist! Ich sehe darin nur die lenkende Hand des Schöpfers – allein hätten wir das alles nicht bewerkstelligen können.

Doch natürlich haben wir nicht nur einen ebenen Weg vor uns. Der Weg zu der Rose (s. den Sohar, Einführung in das Buch Sohar, Artikel „Die Rose“), zu Malchut, ist mit lauter Dornen versehen.

Also werden wir noch um die Korrektur von Malchut kämpfen müssen, um ihren korrigierten Zustand – die Rose – erreichen zu können. Und wir werden noch den Widerstand gegen unser Bestreben zur Vereinigung der ganzen Welt und zu „Liebe deinen Nächsten wie dich selbst“ enthüllen…!

Aus dem Unterricht nach dem Artikel „Die letzte Generation“ vom 07.11.2010

Das Recht, den Freunden zu dienen

Wie können wir Erfolg auf dem spirituellen Weg erreichen? Es gibt kein anderes Mittel, außer einer noch größeren Vereinigung.

Der Vereinigung muss die höchste Wichtigkeit beigemessen werden, in ihr muss das einzige Mittel gesehen werden.

Wir wissen, dass unsere Wahl nur darin besteht, mit Hilfe der Umgebung stärker zu werden und uns mit ihr zu verbinden. Wir erheben die Umgebung in unseren Augen und beugen uns vor den Freunden und dem Ziel.

An jede Handlung muss die Absicht angeschlossen werden: Wozu mache ich das alles? Wie versuche ich, mich mit den Anderen zu verbinden? Erschaffen wir ein Kli, ein Gefäß, ein Ort, in dem sich das Licht enthüllt?

In Wirklichkeit, wenn wir der Gruppe dabei helfen, erfüllen wir das Prinzip „wir werden tun und wir werden hören“. Wir sind in der Lage, das zu verwirklichen. Selbst wenn wir es nicht besonders wollen, selbst wenn es uns anwidert, aber wir können dennoch einander ein Lächeln schenken, Geschenke machen, zueinander höflich sein und uns, ohne es zu wollen, an der gemeinsamen Sache beteiligen.

Wir organisieren alles selbst, unter anderem auch Kongresse. Selbst wenn wir unbegrenzte finanzielle Mittel hätten, würden wir trotzdem alles selbst machen.

Hier sind für uns gerade die gemeinsamen Anstrengungen wichtig: von überall her kommen Menschen und handeln gemeinsam. Nur eine solche Vorbereitung bringt uns Erfolg.

Genau das sind unsere Geschenke: wir bereiten gemeinsam alles, was nötig ist, vor, wir hängen von niemandem ab und wollen unsere Teilnahme an niemanden Fremden abtreten.

Für uns ist die Möglichkeit, durch die äußeren Handlungen die innere Vereinigung zu erreichen, dermaßen wichtig, dass wir nicht darauf verzichten und an niemanden das, was wir selbst machen können, abtreten wollen. Denn das ist ein Mittel zur Erreichung unserer Vereinigung.

In den verbleibenden zwei Tagen und auf dem Kongress selbst bietet sich uns eine einzigartige Gelegenheit, einander zu bedienen. Diese Chance darf nicht verpasst werden, denn in ihr ist der Erfolg des gesamten Unternehmens verborgen.

Genau das bedeutet Vereinigung, so „kaufen“ wir Freunde: ich bemühe mich ihretwegen und sie bemühen sich meinetwegen, und zusammen bauen wir ein gemeinsames Kli auf.

Aus dem Unterricht nach einem Brief von Rabash vom 07.11.2010

Die richtige Verbreitung

Wenn wir Veränderungen zum Guten in der Welt bewirken wollen, nicht mittels der Gesetzgebung, nicht mit Gewalt, sondern tatsächlich, dann müssen diese Veränderungen im menschlichen Bewusstsein stattfinden.
Man muss öffentlich bekanntmachen, dass die Wissenschaft der Kabbala vom Menschen und seiner Umwandlung aus freien Stücken und mit Hilfe von realen Methoden spricht.
Wir erweitern die Gruppen und die äußere Verbreitung, doch der Schlüssel zum Erfolg liegt in der allgemeinen inneren gegenseitigen Verbindung.
Wir bilden einen bestimmten Teil der Menschheit, der mit allen anderen Teilen verbunden ist. Aus diesem Grund wird sich die Vereinigung, die wir untereinander erreichen, wie Licht durch die Verbindungskanäle verbreiten – ohne unser Wissen und ohne das Wissen der Anderen.

Dann werden die Menschen auf eine einfache und natürliche Art und Weise spüren, dass die Kraft der Einheit in uns wohnt. Genau das wird die richtige Verbreitung sein.

Aus dem Unterricht nach einem Artikel von Rabash vom 05.11.2010

Kabbalisten über den Studium von Kabbala, T.11

Liebe Freunde! Ich bitte euch, Fragen zu diesen Zitaten von großen Kabbalisten zu stellen.

Anmerkungen in Klammern sind von mir [M. Laitman].

Über die Gegener des Kabbalastudiums

Ich sehe, dass der Hauptgrund, warum sich das Judentum in Israel nicht festigen konnte (d.h.die  Enthüllung des Schöpfers), der ist, dass man das Licht des Schöpfers (zur Korrektur der eigenen Natur) mißachtet, es imit Vernunft und Herz mißachtet.

Alle halten sich jetzt nur an die Ausführungen von dummen, pompösen Handlungen (Bräuche, die allen „Geboten“ nennen), als ob man die Gebote nur im Körper, ohne die Seele ausführen kann (ohne die Absicht des Gebens und der Nächstenliebe).

Rav Cook. Briefe, Vol. 1, S.160-161.

Wehe jenen Menschen, die der Grund dafür sind, dass der Geist des Messias (Kraft der Korrektur von unserer Egoismus) schwinden und vielleicht nie wieder in die Welt zurückkehren wird, weil sie (durch ihre Einstellung zu kabbala) die Tora trocken machen (nur über die mechanische handlungen sprechend), d.h. ohne jegliche feuchte Zugabe von Verstand und Wissen (Über das Ziel der Schöpfung und des Menschen in der Welt), da sie sich nur auf den praktischen Teil der Tora (Ausführung der Brüuschen) beschränken und nicht versuchen wollen, die Wissenschaft des Kabbala zu verstehen, die Geheimnisse der Tora (das Wesen derer in der Korrektur des menschlichen Egoismus liegt) sowie den Sinn der Gebote zu erkennen und zu studieren.

Wehe ihnen, die durch ihre Taten (Abstoßung der Kabbala) Hunger, Armut, Grausamkeit, Erniedrigung, Morde und Zerstörungen in der Welt verursachen.

Baal HaSulam. Einführung in das Buch Sohar, P. 70.

Attacke auf die Verbindung

Eine Frage, die ich erhielt: Bis zum Kongress sind weniger als zwei Wochen geblieben. Wie kann man diese Zeit möglichst intensiv nutzen?

Meine Antwort: Wir müssen uns in den verbleibenden Tagen gut vorbereiten: mehr sehen und hören, einschließlich Musik, Lieder, die Mitschriften von den Artikeln durchgehen, die von der Verbindung der Seelen handeln (Die Gabe der Tora, Die Bürgschaft, Der Frieden, 600 Tausend Seelen, Ein Gebot usw.) Und das Wichtigste ist: wir müssen bestrebt sein, zu spüren, dass wir uns in Richtung Einheit bewegen.

Uns steht eine Attacke auf die Verbindung bevor, und wenn wir einen gewaltigen inneren und äußeren Druck aufbauen, um zu spüren, wie wir zusammenkommen, werden wir dadurch das innere Licht in uns erwecken.

Das heißt, wir werden nicht in unserem äußeren Verlangen, in dem das umgebende Licht wirkt, bleiben, sondern mit aller Kraft darauf hinwirken, dass das umgebende Licht unsere Gefäße/Verlangen von äußeren zu inneren verwandelt – und sich in ihnen als das innere Licht enthüllt!

Der Unterschied zwischen diesen zwei Lichtern ist gewaltig – denn das umgebende Licht wirkt auf die äußeren, noch nicht verbundenen Verlangen, die sich außerhalb des uns verbindenden Schirms befinden.

Der Schirm ist eine Kraft, die mir erlaubt, über meinem egoistischen Verlangen zu stehen, damit ich an den Nächsten geben und mich mit ihm verbinden kann („geben, um zu geben“ oder „empfangen, um zu geben“).

Wenn ich einen Schirm für mein Verlangen zu genießen, sprich wenn ich das Verlangen, mich mit den Anderen zu einer Seele zu verbinden, erlange, verwandle ich mich vom äußeren Seelengefäß zum inneren.

Und anstatt durch das umgebende Licht erweckt zu werden, nehme ich das innere Licht in mir wahr! Das wird als die erste spirituelle Stufe bezeichnet. Diesen Zustand erwarte ich und habe vor, ihn auf dem Kongress zu erreichen.

Es ist klar, dass uns in den letzten Tagen eine Menge unterschiedlichster Probleme erwartet: plötzlich wird man keine Lust oder keine Möglichkeit mehr haben, zu fahren, dann doch wieder, es wird keine Kraft mehr da sein, um zum Unterricht aufzustehen, es wird Probleme zu Hause, auf der Arbeit, Stimmungshänger geben – alles Mögliche.

Wir müssen jedoch verstehen, dass diese „Erhärtung des Herzens“ notwendig ist! Das ist mit der Durchquerung des „Endmeeres“, mit der Flucht vor dem Pharao, mit dem Ankommen am Berg Sinai zu vergleichen, wo sich der Hass („Sina“) und die Abstoßung zwischen uns enthüllt.

Wir brauchen genau all das. Wir müssen für diese Zustände dankbar sein, sie mit Liebe und Verständnis annehmen!

Ich hoffe, dass unsere Freunde auf der ganzen Welt das verstehen und genau so annehmen. Denn gerade durch die Korrektur dieser Entfernungen, der Schwere (des Awiuts) des Verlangens, steigen wir auf.

Wenn es diese Hindernisse nicht geben würde, würde es nichts zum Korrigieren geben! Und wie sollen wir dann aufsteigen, worauf sollen wir uns stützen?

Aus dem Unterricht nach dem Artikel „600 Tausend Seelen“ vom 26.10.2010

Der Schöpfer enthüllt sich jedem

Eine Frage, die ich erhielt: Gibt es einen Unterschied zwischen dem Studium des Buches Sohar auf dem Kongress, zusammen mit sehr vielen Menschen und dem Sohar-Studium in unserer Gruppe während der Morgenunterrichte? Was ist wichtiger – Quantität oder Qualität?

Meine Antwort: Die Quantität wertet die Qualität nicht ab. Innerhalb einer großen Anzahl von Menschen gibt es immer welche, die in der Lage sind, sich mehr oder auch weniger zu verbinden, es gibt aber auch welche, die sich überhaupt nicht verbinden können oder es vergessen.

Auf jeden Fall hat die Quantität ebenfalls ihren Vorteil, wie geschrieben steht: „Ich wohne unter Meinem Volk“. Was bedeutet „unter dem Volk“? Die Rede ist hier nicht von einer besonderen Gruppe von Menschen, die auffallen, zielstrebig sind, sich mit der inneren Arbeit beschäftigen können und gut vorbereitet sind.

Der Schöpfer wohnt unter einem ganzen Volk, und nicht innerhalb jener kleinen Gruppe von besonderen Persönlichkeiten, die Er selbst vorangetrieben und zu einer Pyramidenspitze vereint hat. Und doch sagt Er, dass Er sich gerade unter einer großen Menschenmenge befindet.

Die Höhere Lenkung kümmert sich am meisten um die unbelebte Stufe (innerhalb der Menschheit), weniger um die pflanzliche, noch weniger um die tierische und menschliche.

Je schwächer ein Geschöpf, je geringer sein freier Wille, je weniger es in der Lage ist, selbständig für die Korrektur der Schöpfung zu arbeiten, ausgehend vom Schöpfungsgedanken und dem Gesamtsystem, desto mehr kleidet sich die Höhere Lenkung in dieses Geschöpf – und das ist ein Anzeichen für die Enthüllung des Schöpfers (Elokut).

Das heißt, die Rede ist nicht von der Enthüllung des Schöpfers in so hohen Seelen wie Rashbi und allen anderen großen Kabbalisten. Die Enthüllung des Schöpfers wird an der Gemeinschaft und nicht an einzelnen Individuen gemessen.

Aus diesem Grund dürfen wir die große Anzahl nicht nur nicht verachten, sondern müssen sie sogar achten. Die Masse ist durch ihre Anzahl stark und nicht durch einzelne Individuen, die über persönliche Erkenntnis verfügen und persönliche spirituelle Arbeit leisten.

Das Wichtigste ist gerade die gemeinsame Arbeit, denn dadurch lassen wir das Licht sich enthüllen und erlangen die Enthüllung des Schöpfers.

Und persönliche, besondere Arbeit von einzelnen Menschen, unserer Gruppe oder einiger Gruppen ist nur dazu nötig, um uns in diese ganze riesige Masse (in einige Millionen, Milliarden Menschen) einzuordnen und über uns den Lebensgeist an sie weiterzugeben.

Darum ist die Richtung, die Absicht und das Ziel gerade die Gesellschaft, das Volk. Genau aus diesem Grund ist die Verbreitung der Wissenschaft der Kabbala in den Massen notwendig.

Aus dem Sohar-Unterricht vom 21.10.2010

Zur Kabbala Akademie